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NLA: Das Zürcher Experiment mit Auston Matthews

Die ZSC Lions gelten als Branchenprimus des Schweizer Eishockeys. Mit dem Transfer von Auston Matthews beschreitet Zürich neue Wege.
«Wunderkind» Auston Matthews. (Bild: Keystone/Anthony Anex)

«Wunderkind» Auston Matthews. (Bild: Keystone/Anthony Anex)

Nicola Berger

Am 18. September messen sich die ZSC Lions im Hallenstadion mit Fribourg-Gottéron. Eigentlich ist die Partie nicht mehr als ein profanes NLA-Duell der dritten Runde, würde Auston Matthews (17) an jenem Abend nicht sein Profidebüt feiern.

Um den begabten US-Amerikaner ist eine Hysterie entstanden, weil es diese Konstellation noch nie gegeben hat: dass ein möglicher Nummer-1-Draft der NHL nach Europa wechselte. Der Umstand war der Fachzeitschrift «The Hockey News» im Sommer eine Titelgeschichte wert.

Die Aufregung ist darum so gross, weil es sich bei Matthews (1,88 Meter, 90 Kilo) um einen aussergewöhnlichen Spieler handelt. Im Nachwuchsprogramm des US-amerikanischen Hockeys löschte er letzte Saison den Punkterekord von Patrick Kane, dem Aushängeschild der Chicago Blackhawks. Und an der U-18-WM in Zug und Luzern schwang er sich mit Leichtigkeit zum besten Spieler des Turniers auf.

Der ZSC als Vorbild

In Zürich will Matthews nun reifen, kompletter und besser werden. Dass er sich für dieses Unterfangen die NLA ausgesucht hat, spricht für das Niveau und den Stellenwert der Liga, ist aber vor allem ein Ritterschlag für die ZSC Lions. Die Organisation setzt in vielen Bereichen Standards; in Sachen Struktur, Organisation und Professionalität dürfte sie europaweit unerreicht sein.

Für Matthews erscheint der ZSC mit seinem Trainer Marc Crawford als ideales Biotop. Bei keinem anderen NLA-Verein ist die Personaldecke grösser und die Abhängigkeit von den Ausländern kleiner. Darum sagt der Zürcher Sportchef Edgar Salis: «Matthews ist sehr gut, aber auch sehr jung. Geben wir ihm also Zeit.»

Die wird Matthews in Zürich erhalten, die Erwartungshaltung jedoch macht das nicht kleiner. Als «Wunderkind» und «Supertalent» wurde der Angreifer apostrophiert – diesem Ruf gilt es gerecht zu werden. Einfach wird das nicht. Über das mittelfristige Leistungsvermögen von Matthews ist sich die Branche einig, nicht weniger als ein dominierender NHL-Spieler soll aus ihm erwachsen. Aber was ist mit dieser Saison? Wie viel kann ein 17-Jähriger in einer Männerliga bewirken?

Erste Antworten gibt es ab dem 18. September: Die Branche wird sehr genau verfolgen, wie sich Matthews in der NLA schlägt. Denn funktioniert das Experiment, könnte eine Sogwirkung entstehen, die weitere Talente nach Europa spült. Wieder einmal hätte sich die ZSC-Organisation dann als Trendsetter profiliert.

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