Nun werden auch EVZ-Fans gecheckt

Ambri-Fans wollen am Samstag beim Eishockeyspiel in Zug den Gästesektor boykottieren. Der EVZ kündet Massnahmen an – mit Konsequenzen für die EVZ-Fans.

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Es hat noch Platz im Gästesektor: Lugano-Fans am letzten Donnerstag in der Bossard-Arena. (Bild: Pius Amrein / Neue ZZ)

Es hat noch Platz im Gästesektor: Lugano-Fans am letzten Donnerstag in der Bossard-Arena. (Bild: Pius Amrein / Neue ZZ)

Für Gästefans sind in der Bossard-Arena strengere Zeiten angebrochen: Der Gästesektor ist auf die neue Saison um die Hälfte verkleinert worden. Desweiteren müssen Gästefans ID-Kontrollen beim Einlass über sich ergehen lassen. Für Aufruhr sorgt auch das vom EVZ verordnete Ess- und Getränkeverbot im ganzen Gästefan-Sektor.

Nun hat die Fangruppierung Curva Sud auf einem Internet-Forum zum Boykott des EVZ-Gästesektors aufgerufen, wie «20 Minuten» jüngst berichtete. Die Leventiner wollen jedoch nicht auf das Spiel verzichten, im Gegenteil: In einem Blog werden die Fans aufgefordert, neutral gekleidet im Stadion zu erscheinen. Man wolle nicht, dass es vor Spielbeginn zur Eskalation kommt. Für den Gästesektor sind erst rund 200 von 329 verfügbaren Tickets verkauft worden.

Der EV Zug hat von den Aufrufen der Ambri-Fans «Kenntnis genommen». «Entsprechende Massnahmen zugunsten der Sicherheit sind bereits veranlasst worden», schreibt die Geschäftsstelle auf der EVZ-Website. Wer ein Einzelticket für den Heimsektor gekauft habe, habe nur beim Eingang Ost Zugang zum Stadion. «Dort findet auch stichprobenartig eine ID-Erfassung und Abgleich statt», heisst es weiter. Noch Mitte August hatte EVZ-Geschäftsführer Roland Wyss gegenüber unserer Zeitung gesagt, dass Zuger Fans nicht kontrolliert werden.

Der EVZ bittet alle Matchbesucher am Samstag aufgrund des erwarteten grossen Zuschaueraufkommens und den verschärften Sicehrheitsmassnahmen «etwas mehr Zeit vor dem Spiel einzurechnen».

rem

Mehr lesen Sie am 20. September in der Neuen Zuger Zeitung.