PETARDENWURF: Dem ZSC droht eine Forfait-Niederlage

Nach dem Spielabbruch wegen eines Petardenwurfes waren sich Zug und die Lions einig: Die Partie soll wiederholt werden. Nur: Das Reglement besagt anderes.

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Die vernebelte Herti-Halle hat nun weiterreichende Folgen. (Bild EQ)

Die vernebelte Herti-Halle hat nun weiterreichende Folgen. (Bild EQ)

Als der EV Zug und die ZSC Lions am Freitagabend beschlossen, das Spiel zu wiederholen, taten sie dies im Einverständnis von Liga-Manager Denis L. Vaucher. Doch die Herren haben möglicherweise die Rechnung ohne den Wirt gemacht.

Denn folgt Einzelrichter Reto Steinmann seiner bisherigen Praxis in der Rechtsprechung, verlieren die ZSC Lions diese Partie 0:5. Die Abmachung ist illegal und verletzt das Spielreglement, das besagt: «Führen störende Einflüsse von Zuschauern zum Abbruch des Spiels, so verliert diejenige Mannschaft das Spiel mit dem Ergebnis von 0:5, deren Anhänger eindeutig als die störenden Zuschauer identifiziert werden können.»

Der Entscheid von Einzelrichter Reto Steinmann ist spätestens in etwa 14 Tagen zu erwarten. Entscheidet er auf eine Forfait-Niederlage der ZSC Lions, dann können die Zürcher beim Verbandssportgericht Beschwerde erheben.

Die Partie wird voraussichtlich erst 2010 wiederholt.

Klaus Zaugg und Nicola Berger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der «Zentralschweiz am Sonntag».