PLAYOFF: Der Tag der Entscheidung

Der harte und spannende Playoff-Fight zwischen dem EVZ und Davos geht heute Abend in die letzte Runde. Die Zuger - erst dreimal Sieger - haben nun dreimal verloren. Für EVZ-Trainer Sean Simpson kein Grund zur Panik.

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Glaubt auch heute an sein Team: EVZ-Trainer Sean Simpson. (Bild Christof Borner-Keller(Neue ZZ)

Glaubt auch heute an sein Team: EVZ-Trainer Sean Simpson. (Bild Christof Borner-Keller(Neue ZZ)

Trotz der dritten Niederlage in Folge ist die Stimmung beim EV Zug gut: «Ich kann niemandem einen Vorwurf machen», erklärt EVZ-Headcoach Sean Simpson, «alle Spieler gaben alles. Einzig, was fehlte, war die optimale Chancenaus­wertung und etwas Glück.» Wie etwa beim Fehlpass von Barry Richter in der Verlängerung, der zum Siegestreffer von Riesen führte. «Wenn Barrys Zuspiel durchgekommen wäre», nimmt Simpson seinen Captain in Schutz, «hätten wir eine 2:1-Situation gehabt und vielleicht das Siegestor erzielt.»

Fast immer stark im 7. Spiel
In den jeweiligen siebten Playoff-Matches war der EVZ unter Simpson sehr erfolgreich. Nur vor zwei Jahren unterlag er gegen die Lakers. Im Meisterjahr 1997/98 gewannen die Zuger gleich zwei Duelle mit 4:3: im Viertelfinal gegen Rapperswil und im Halbfinal gegen Ambri. Und im Vorjahr besiegte Zug die Lakers nach einem 0:3-Rückstand ebenfalls im siebten Match.

Simpson ohne Aberglauben
Ist also die 7 Simpsons Glückszahl? Der Kanadier lacht: «Ich bin nicht abergläubisch, die Zaubereien mit den Zahlen interessieren mich nicht. Nur die Leistung auf dem Eis.» Die schöne 3:0-Führung gegen die Bündner ist zwar weg, das Selbstvertrauen der Zuger ist aber noch immer vorhanden. «Wir sind alle positiv eingestellt», sagt Simpson, «das habe ich bereits auf der Rückfahrt von Davos und auch beim nächsten Training gespürt. Wir haben während der ganzen Saison gut gearbeitet und wollen nun die Früchte dieser harten Vorbereitung heimfahren.» Damit es im siebten Anlauf beziehungsweise dem vierten Matchpuck auch klappt, verlangt Simpson von seinen Spielern «Disziplin, einen harten Fight, keine unnötige Strafen und gute Effizienz im Powerplay wie auch im Boxplay».

Ivan Sajnoha