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Rückschlag für den EV Zug beim Abschied von Viktor Stalberg

Im letzten Spiel von Stürmer Viktor Stalberg verliert der EVZ gegen Lausanne mit 1:4. Ein Westschweizer Doppelschlag innert 31 Sekunden wird den Zugern letztlich zum Verhängnis.
Sven Aregger
Ein enttäuschter Viktor Stalberg (Mitte) nach der Niederlage gegen Lausanne. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 3. November 2018))

Ein enttäuschter Viktor Stalberg (Mitte) nach der Niederlage gegen Lausanne. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 3. November 2018))

Im Heimspiel gegen Lausanne waren alle Blicke noch einmal auf Viktor Stalberg gerichtet. Der schwedische Starstürmer wechselt zum KHL-Klub Avangard Omsk, jenem sibirischen Team, das derzeit wegen eines Stadion-Schadens seine Heimspiele 2700 km fernab der Heimat in der Nähe Moskaus bestreitet. Die Meldung hat diese Woche für Aufsehen gesorgt, zumal sie völlig unerwartet kam. Am Samstag war also Stalbergs letzter Aufritt im Zuger Trikot.

Die Fans reagierten zynisch auf den Abgang. Auf Spruchbändern listeten sie die Kilometer-Distanz zu verschiedenen Städten der Welt auf, zu lesen war auch: «Omsk» und «Have Fun». Der Zuger Sportchef Reto Kläy zeigte Verständnis für die Enttäuschung der Anhänger. «Ich begreife ihre Sichtweise. Sie wollen Spieler, die sich mit dem Klub identifizieren.» Die Stimmung in der Mannschaft habe durch die Bekanntgabe des Transfers jedoch nicht gelitten, versicherte Kläy.

Stalberg, der in der Qualifikation 2017/2018 mit dem US-Amerikaner Garrett Roe das vielleicht aufregendste Ausländer-Duo der National League bildete, folgt dem Ruf des Geldes. In Russland soll er bis Ende Saison rund 1 Million Dollar verdienen. Der EV Zug, der den Vertrag mit dem 32-Jährigen wohl ohnehin nicht verlängert hätte, profitiert ebenfalls vom Deal, die Rede ist von einem Betrag im sechsstelligen Bereich. Ein solcher Transfer mitten in der Saison ist in der Schweiz unüblich, aber für Sentimentalitäten bleibt in diesem Geschäft kein Platz. Stalberg weiss das aus seiner Zeit in Nordamerika. Der Stanley-Cup-Sieger 2013 mit den Chicago Blackhawks kennt die rauen Sitten in der NHL, wo Spieler ohne ihre Einwilligung während der Saison zu einer anderen Organisation transferiert werden können.

Lausannes Robin Leone (links) und Joel Vermin gegen Zugs Goalie Tobias Stephan. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 3. November 2018))
Zugs Reto Suri (links) und Lausannes Lukas Frick. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 3. November 2018))
Fans des Lausanne HC freuen sich über den Sieg ihres Teams. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 3. November 2018))
Action vor dem Zuger Goal. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 3. November 2018))
Jubel bei Lausannes Joel Vermin, Dustin Jeffrey und Robin Leone (von links). (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 3. November 2018))
(Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 3. November 2018))
(Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 3. November 2018))
(Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 3. November 2018))
(Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 3. November 2018))
Carl Klingberg (links) und Viktor Stalberg, der am Samstag sein letztes Spiel für den EVZ bestritt. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 3. November 2018))
(Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 3. November 2018))
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EVZ gegen Lausanne HC

Stalberg: «Es ist schwierig, Zug zu verlassen»

Stalberg wollte sich immerhin würdig von den Fans und dem Team verabschieden. Der Flügel war gegen Lausanne redlich bemüht, er hatte einige gute Aktionen und auch eine hochkarätige Chance, aber ein Torerfolg blieb ihm verwehrt. «Ich versuchte nochmals mein Bestes», sagte Stalberg hinterher. «Es ist schwierig, Zug zu verlassen. Ich hatte hier eine tolle Zeit. Aber ich wollte die Möglichkeit, die sich mir in Russland bot, nutzen.» Stalberg wird bereits heute Sonnstag abreisen.

Die Partie verlief zunächst ausgeglichen, aber ein Westschweizer Doppelschlag innerhalb von 31 Sekunden im zweiten Drittel wurde schliesslich zum Knackpunkt. «Diese zwei Tore haben uns wehgetan», resümierte EVZ-Stürmer Lino Martschini. «Zwei oder drei Einsätze lang waren wir unaufmerksam, und das hat Lausanne ausgenutzt.» Im Schlussabschnitt stellte Dustin Jeffrey mit seinem zweiten Treffer auf 3:0. Das Zuger Anschlusstor durch Sven Leuenberger kam zu spät. Das 19-jährige Talent wird den Abend dennoch in spezieller Erinnerung behalten, er traf erstmals in der National League.

Der Sieg des Lausanne HC ging letztlich in Ordnung, weil die Romands insgesamt die abgeklärtere und gradlinigere Mannschaft waren. Die stark besetzte Equipe von Trainer Ville Peltonen hat nach einem missratenen Saisonstart den Tritt gefunden. In Zug feierte Lausanne den fünften Meisterschaftssieg in Serie. Der Zuger Flügel Reto Suri formulierte es so: «Die cleverere Mannschaft hat gewonnen.»

Personelle Entscheide während der Nationalmannschaftspause?

Der EV Zug bestreitet am kommenden Dienstag in München das erste Achtelfinalspiel der Champions League, bis dahin wird Sportchef Kläy voraussichtlich noch keinen Ersatz für Stalberg präsentieren können. Zu erwarten ist, dass während der Nationalmannschaftspause personelle Entscheide fallen werden. So könnte etwa auch die Zukunft von Suri geklärt werden, dessen Vertrag in Zug bekanntlich ausläuft. An Angeboten mangelt es dem Stürmer offenbar nicht. Lugano-Sportchef Roland Habisreutinger hat unlängst bestätigt, dass er Gespräche mit Suri führe. Die Tessiner hatten ihn schon im Sommer verpflichten wollen, aber der EVZ legte sein Veto ein. Wie auch immer: Viktor Stalberg wird das Geschehen nur noch aus der Ferne beobachten.

Quelle: Mysports

Zug - Lausanne 1:4 (0:0, 0:2, 1:2)

Bossard-Arena - 7151 Zuschauer. - SR Kaukokari/Urban, Castelli/Cattaneo. - Tore: 25. (24:48) Antonietti (Traber) 0:1. 26. (25:19) Jeffrey (Leone) 0:2. 47. Jeffrey 0:3. 57. Leuenberger 1:3. 58. Emmerton 1:4 (ins leere Tor). - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Zug, 2mal 2 Minuten gegen Lausanne. - PostFinance-Topskorer: Martschini; Junland.

Zug: Stephan; Thiry, Alatalo; Schlumpf, Zgraggen, Diaz, Stadler; Widerström; Martschini, Zehnder, Suri; Lammer, Albrecht, Simion; Klingberg, Senteler, Stalberg; Haberstich, Leuenberger, Schnyder.

Lausanne: Boltshauser; Junland, Frick; Nodari, Genazzi; Trutmann, Grossmann; Borlat; Vermin, Jeffrey, Leone; Bertschy, Mitchell, Kenins; Antonietti, Emmerton, Herren; Traber, In-Albon, Roberts; Schelling.

Bemerkungen: Zug ohne McIntyre, Roe, Zryd und Morant, Lausanne ohne Simic, Froidevaux, Zangger (alle verletzt) und Lindbohm (überzähliger Ausländer). - Pfostenschuss Lammer (54.).

Quelle: Mysports

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