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SAISONBILANZ: Garrett Roe bestens angekommen: Das sind die Noten der EVZ-Spieler

Garrett Roe, Viktor Stalberg und Dominik Schlumpf waren in der für den EV Zug abgelaufenen Saison die Besten im Team. Abgefallen ist Timothy Kast, der Neuzuzug aus Genf.
René Barmettler und Sven Aregger
Garrett Roe (Mitte) ist im EV Zug eine Leaderfigur – doch in den Playoffs hapert’s auch bei ihm. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 27. Januar 2018))

Garrett Roe (Mitte) ist im EV Zug eine Leaderfigur – doch in den Playoffs hapert’s auch bei ihm. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 27. Januar 2018))

René Barmettler und Sven Aregger

sport@luzernerzeitung.ch

«Grüezi.» So begrüsste Garrett Roe nach einem Training auf dem Weg in die Garderobe den anwesenden Journalisten. Doch diese Kleinigkeit zeigt, wie ernst es dem Amerikaner war, sich in Zug und in dieser Liga möglichst schnell zurechtzufinden. Das ist dem 30-Jährigen bestens gelungen. Seine Karriere wollte lange nicht wirklich Fahrt aufnehmen, Roe spielte nie in der NHL. In Europa waren seine Adressen Salzburg und München, ehe er 2015 bei Linköping in der schwedischen Liga Fuss fasste. «Er ist der perfekte Player», kündigte EVZ-Sportchef Reto Kläy den Transfer vor der Saison an. Er versprach nicht zu viel. Der sehr agile Amerikaner ist schussstark und hat eine gute Übersicht. Mit 173 Zentimetern Grösse und 82 Kilo Gewicht flösst er den Gegenspielern auf den ersten Blick nicht gerade Furcht ein. Er ist aber im Stande, auch mal tüchtig auszuteilen. In der Qualifikation liess er sich folgende Statistiken gutschreiben: 44 Partien, 12 Tore, 37 Assists, 32 Strafminuten und mit einer Bilanz von plus 24 Toren (Bestwert im Team) erwies er sich auch in defensiver Hinsicht als äusserst zuverlässig.

Die halbe Note Abzug kriegt der Amerikaner für die Leistungen in den Playoffs. Roe wurde von den Zürchern hart bis überhart angegangen. «Es kann sein, dass er einige Blessuren davontrug, die ihn behinderten», sagt Kläy dazu. «Tatsache ist aber auch, dass von ihm, wie auch von anderen, als Leaderfigur zu wenig gekommen ist.» Auch Viktor Stalberg, der wie Roe sonst eine ausgezeichnete Qualifikation gespielt hat, konnte in den Playoffs nicht zusetzen. Als dritter Spieler erhält Verteidiger Dominik Schlumpf wegen seiner erstaunlichen Konstanz auf hohem Niveau eine 5,5.

Kast ohne Bindung zur Mannschaft

Die Enttäuschung der Saison ist Timothy Kast. Der Westschweizer war im Sommer aus Genf zum EVZ gestossen. Die Öffentlichkeit sah die Verpflichtung von Anfang an kritisch. Und der Center konnte die Vorbehalte nicht widerlegen. Er wirkte bisweilen wie ein Fremdkörper, ohne Bindung zur Mannschaft. Dem Vernehmen nach soll sich Kast auch in der Garderobe isoliert haben. Die Familie ist offenbar bereits in die Westschweiz zurückkehrt. Kasts Vertrag läuft bis 2019. Aber ob ein weiteres Jahr in Zug Sinn macht, ist unter diesen Umständen fraglich – zumal Sportchef Kläy sagt: «Er hat nicht das gebracht, was ich von ihm erwartet habe.»

Saisonbilanz des EVZ: Die Noten der Spieler

Notenschlüssel

6 – NHL-tauglich
5 – Nationalteam-Material
4 – NLA-Mitläufer
3 – Ungenügend
2 – Die NLB ruft
1 – Berufswahl verfehlt
Ohne Noten: Sandro Aeschlimann, Fabio Arnold, Sandro Forrer, Fabian Haberstich, Josh Holden, Fabio Kläy, Victor Oejdemark, Livio Stadler

Torhüter

Tobias Stefan, Note 4,5

Er spielte einmal mehr eine gute Qualifikation. In den Playoffs war er allerdings nicht immer der benötigte Rückhalt.
Quali: 47 Spiele, 2,29 Gegentore pro Spiel, Fangquote: 92,70 Prozent. Playoffs: 5 Spiele, 3,31 Gegentore pro Spiel, Fangquote: 90,61 Prozent.

Verteidigung

Santeri Alatalo, Note 4,5

Nach langer Verletzungspause stabilisierte er die Abwehr. Er ist ein belebendes Element, agiert bisweilen aber etwas zu sorglos.
Quali: 31 Spiele, 0 Tore/8 Assists, 22 PIM, Plus-3-Bilanz. Playoffs: 5 Spiele, 0 Tore/1 Assist, 6 Strafminuten (PIM), Plus-1-Bilanz.

Raphael Diaz, Note 4,5

Der spielstarke Captain war stets bemüht. Gemessen an seinem Potenzial und seiner Lohnklasse kam von ihm aber zu wenig.
Quali: 48 Spiele, 5 Tore/25 Assists, 26 PIM, Plus-8-Bilanz. Playoffs: 4 Spiele,
1 Tor/2 Assists, 4 PIM, Plus-3-Bilanz.

Tobias Fohrler, Note 4

Der Hüne (1,96 m, 103 Kilo) ist ein typischer Abräumer. Stocktechnisch und läuferisch sind seine Fähigkeiten begrenzt.
Quali: 32 Spiele, 0 Tore/3 Assists, 28 PIM, Plus-4-Bilanz. Playoffs: nicht eingesetzt.

Robin Grossmann, Note 4,5

Er startete fulminant in die Saison. Eine Verletzung warf ihn zurück, danach fand er den Tritt nicht mehr. Wechselt nach Lausanne.
Quali: 18 Spiele, 5 Tore/5 Assists, 33 PIM, Plus-4-Bilanz. Playoffs: 5 Spiele, 0 Tore/1 Assist, 2 PIM, Minus-6-Bilanz.

Tobias Geisser, Note 4,5

Der 19-Jährige, der bei den Washington Capitals einen Einstiegsvertrag erhält, spielte sehr solide. Offensiv kann er noch zulegen.
Quali: 38 Spiele, 2 Tore/4 Assists, 6 PIM, Minus-5-Bilanz. Playoffs: 5 Spiele,
0 Tore/0 Assists, 0 PIM, Minus-1-Bilanz.

Timo Helbling, Note 3,5

Zu langsam auf höchstem Niveau: Der 36-jährige Haudegen hat seinen Zenit überschritten. Wird künftig für Kloten verteidigen.
Quali: 28 Spiele, 1 Tor/2 Assists, 24 PIM, Plus-5-Bilanz. Playoffs: 0 Tore/0 Assists, 10 PIM, Minus-1-Bilanz.

Larri Leeger, Note 4,5

Er kam im November nach Zug, als im EVZ die halbe Abwehr verletzt fehlte. Fügte sich nahtlos ein. Sein neuer Verein heisst Langnau.
Quali: 43 Spiele, 2 Tore/5 Assists, 28 PIM, Plus-9-Bilanz. Playoffs: 5 Spiele,
0 Tore/2 Assists, 4 PIM, Plus-2-Bilanz.

Johann Morant, Note 4,5

Der Mann fürs Grobe wird in diesem Leben kein Filigrantechniker mehr, aber er war im Abwehrverbund eine wertvolle Stütze.
Quali: 45 Spiele, 0 Tore/6 Assists, 72 PIM, Plus-18-Bilanz. Playoffs: 4 Spiele, 0 Tore/2 Assists, 4 PIM, Plus-3-Bilanz.

Dominik Schlumpf, Note 5,5

Die Zuverlässigkeit in Person. Er verrichtete unauffällig, aber ohne Fehl und Tadel seine Dienste für die Mannschaft.
Quali: 42 Spiele, 5 Tore/4 Assists, 24 PIM, Plus-3-Bilanz. Playoffs: 0 Tore/1 Assist, 4 PIM, Minus-1-Bilanz.

Thomas Thiry, Note 5

Der Franzose mit Schweizer Lizenz ist die Entdeckung der Saison. Für seine 20 Jahre schon erstaunlich abgeklärt und stilsicher.
Quali: 35 Spiele, 0 Tore/3 Assists, 8 PIM, Plus-2-Bilanz. Playoffs: 2 Spiele, 0 Tore/0 Assists, 0 PIM, 0-Bilanz.

Angriff

Nolan Diem, Note 4,5

Der länger verletzte Center muss den EVZ verlassen und schliesst sich den SCL Tigers an. Kämpfte bis zuletzt mit viel Herz.
Quali: 34 Spiele, 4 Tore/6 Assists, 43 PIM, Plus-5-Bilanz. Playoffs: 5 Spiele, 1 Tor/0 Assists, 0 PIM, Minus-1-Bilanz.

Timothy Kast, Note 3

Der sensible Romand vermisste das Vertrauen von Trainer Harold Kreis. Konnte die Erwartungen in keiner Weise erfüllen.
Quali: 48 Spiele, 3 Tore/10 Assists, 12 PIM, Minus-13-Bilanz. Playoffs: 5 Spiele, 0 Tore/0 Assists, 0 PIM, 0-Bilanz.

Carl Klingberg, Note 4,5

Licht und Schatten wechselten sich beim robusten Schweden ab. In den Playoffs war er praktisch kein Faktor mehr.
Quali: 47 Spiele, 18 Tore/16 Assists, 20 PIM, Plus-7-Bilanz. Playoffs: 5 Spiele, 1 Tor/1 Assist, 2 PIM, 0-Bilanz.

Dominic Lammer, Note 5

Der Flügelstürmer hat sich zu einem Leistungsträger entwickelt. Ob in der ersten oder dritten Linie: Lammer kann überzeugen.
Quali: 46 Spiele, 12 Tore/12 Assists, 12 PIM, Plus-7-Bilanz. Playoffs: 5 Spiele, 2 Tore/0 Assists, 4 PIM, Minus-1-Bilanz.

Lino Martschini, Note 4,5

Seine grosse Begabung ist unbestritten. Er war aber nicht so produktiv wie in anderen Saisons. Gewohnt bescheidene Playoffs.
Quali: 46 Spiele, 15 Tore/17 Assists, 6 PIM, Plus-2-Bilanz. Playoffs: 5 Spiele, 1 Tor/1 Assist, 6 PIM, Minus-1-Bilanz.

David McIntyre, Note 5

Nach einem dezenten Saisonstart steigerte sich der Kanadier. Er war der beste Zuger Ausländer in den Playoffs.
Quali: 44 Spiele, 15 Tore/22 Assists, 32 PIM, Plus-12-Bilanz. Playoffs: 5 Spiele, 2 Tore/3 Assists, 4 PIM, Plus-5-Bilanz.

Garrett Roe, Note 5,5

Der amerikanische Spielmacher ist das Herz des Teams. Sowohl spielerisch als auch kämpferisch stark. Ausgepowert in den Playoffs.
Quali: 44 Spiele, 12 Tore/37 Assists, 32 PIM, Plus-24-Bilanz. Playoffs: 5 Spiele, 3 Tore/0 Assists, 4 PIM, Minus-4-Bilanz.

Fabian Schnyder, Note 4,5

Der dienstälteste EVZ-Spieler ist nach wie vor ein vorbildlicher Kämpfer. In der 4. Linie war sein Einfluss aufs Spiel aber begrenzt.
Quali: 50 Spiele, 6 Tore/4 Assists, 12 PIM, Minus-4-Bilanz. Playoffs: 5 Spiele, 0 Tore/0 Assists, 0 PIM, Minus-3-Bilanz.

Sven Senteler, 4

In weiten Teilen der Saison fand der Zürcher schlicht nicht statt. Nach dem Jahreswechsel zeigte er endlich, was in ihm steckt.
Quali: 44 Spiele, 3 Tore/4 Assists, 8 PIM, 0-Bilanz. Playoffs: 5 Spiele, 0 Tore/1 Assist, 0 PIM, Minus-1-Bilanz.

Viktor Stalberg, Note 5,5

Der schwedische Powerflügel bildete mit Roe ein geniales Ausländer-Duo. In den Playoffs verlor er die Vollstrecker-Qualitäten.
Quali: 46 Spiele, 22 Tore/28 Assists, 18 PIM, Plus-14-Bilanz. Playoffs: 5 Spiele, 1 Tor/3 Assists, 4 PIM, Minus-3-Bilanz.

Reto Suri, Note 4,5

Mangelnden Einsatz kann man dem Flügel nicht vorwerfen. Doch er ist kein Spieler mehr, der den Unterschied machen kann.
Quali: 44 Spiele, 11 Tore/16 Assists, 30 PIM, Plus-12-Bilanz. Playoffs: 5 Spiele, 0 Tore/2 Assists, 2 PIM, Plus-4-Bilanz.

Yannick Zehnder, Note 4

Der 20-Jährige schnupperte erstmals Luft in der National League. Er hat Potenzial, aber noch fehlen Konstanz und Robustheit.
Quali: 33 Spiele, 2 Tore/0 Assists, 8 PIM, Minus-4-Bilanz. Playoffs: 5 Spiele, 0 Tore/0 Assists, 0 PIM, 0-Bilanz.

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