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SAISONS 2007/08 BIS 2015/16: Magische Nächte

Nach Jahren des Darbens bringt der feuerköpfige Trainer Doug Shedden den Erfolg zurück nach Zug. Im Herbst 2012 zaubert der spektakulärste Sturm der Geschichte im neuen Stadion.
Raphael Biermayr
Henrik Zetterberg (rechts) und Damien Brunner bilden ein unvergessliches Duo.

Henrik Zetterberg (rechts) und Damien Brunner bilden ein unvergessliches Duo.

Raphael Biermayr

raphael.biermayr@zugerzeitung.ch

Ein Jahr nach dem bitteren Aus im Playoff-Viertelfinal gegen Davos – 3:4 nach 3:0-Führung – beginnt die neue Zeitrechnung in der Geschichte des EVZ. Mit dem Kulttrainer Doug Shedden und der – manchmal überhitzenden – Leaderfigur Josh Holden auf dem Eis qualifiziert sich der EVZ fünf Mal in Serie für den Halbfinal, was Ligarekord bedeutet. Die Initialzündung ist der Frühling 2009, als der EVZ scheinbar schon im Playout steht, sich aber gerade noch über den Trennstrich hievt und in der ersten Runde den Qualifikationssieger Bern ausschaltet.

Shedden erlangt schnell Kultstatus: Einerseits wegen seiner Geselligkeit an Tresen und Pokertischen, andererseits wegen seiner grossartigen Sprüche. Über den gehemmten Torschützen Corsin Casutt sagt er zum Beispiel: «Momentan könnte er über den Ozean fliegen und einen Puck abwerfen – er würde nicht das Wasser, sondern einen Wal treffen.» Casutts Name taucht im Playoff-Viertelfinal 2012/13 im positiven Zusammenhang auf, als er mit einem Tor in der Overtime das Weiterkommen gegen Lugano ermöglicht. Im folgenden Halbfinal gegen Bern zeigt Zug eine der stärksten Serien seit den 1990er-Jahren, scheitert aber dennoch am ersehnten Ziel der ersten Finalteilnahme seit dem Meistertitel 1998. Wieder hatte Shedden seine stärksten Kräfte erbarmungslos forciert.

Schlange stehen für ein Autogramm

Im Herbst 2012 hat der EVZ die ganze Liga bezaubert: Der Weltklasse-Center Henrik Zetterberg spielt wie der vormalige Liga-Topskorer Damien Brunner und das Eigengewächs Raphael Diaz während des NHL-Lockouts in Zug. Für Zetterbergs Autogramme stehen sogar die reservierten Zuger Fans Schlange. Der Schwede führt in der wohl besten Sturmlinie der Vereinsgeschichte Regie, Brunner und Linus Omark profitieren von seiner Grandezza. Omark schliesst die Saison als dritter Ligatopskorer des EVZ in Serie (!) nach Glen Metropolit und dem erwähnten Brunner ab.

Ein Jahr nach dem Rausch ist der Kater riesig: Zug muss 2014 als Tabellenzehnter erstmals überhaupt ins Playout und trifft darin kurioserweise auch auf den amtierenden Meister SC Bern. Wenigstens ist der Klassenverbleib schnell bewerkstelligt. Zwei Jahre später, im Frühling 2016, ist Pierre-Marc Bouchard der vierte NLA-Topskorer im Zuger Dress. Der Trainer heisst jetzt nicht mehr Doug Shedden, sondern Harold Kreis. Unter ihm scheitern die Zuger als Qualifikationsvierter zweimal in der ersten Playoff-Runde.

Hinweis

Die vergangene Saison 2016/17 ist aus organisatorischen Gründen bewusst aus diesem Rückblick ausgeklammert worden. Das Gespräch mit Raphael Diaz wurde vor den Playoffs geführt. Bekanntlich hat sich sein Wunsch erfüllt. Der EVZ hat Grosses geleistet und dafür gesorgt, dass in Zug wieder Eishockeystimmung herrschte.

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