Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Der EV Zug lässt sich vorführen

Der EV Zug kann sich nach der Heimniederlage gegen Ambri nicht rehabilitieren. Er verliert beim Tabellennachbarn Lausanne mit 2:5. Bahnt sich da eine Formkrise an?
René Barmettler, Lausanne
Enttäuschung beim Zugs Spielern. (Bild: Pascal Muller/freshfocus)

Enttäuschung beim Zugs Spielern. (Bild: Pascal Muller/freshfocus)

Der EV Zug scheint in ein Zwischentief hineinzuschlittern. Nach sechs Gegentreffern am Dienstag gegen Ambri, kassierten die Zentralschweizer am Freitagabend in Lausanne fünf Tore. Erstaunlich, wie die Fehlerquote plötzlich in die Höhe schnellte. «Wir haben so viel gewonnen, dass wir wohl gedacht haben, mit wenig Effort weitere Siege zu holen», sprach EVZ-Verteidiger Santeri Alatalo nach diesem 2:5 Klartext. Die Frage nach der Formkrise bejahte er. «Ja sicher, wir müssen es besser machen und können es uns nicht erlauben, so zu spielen.»

Vor allem nicht gegen ein HC Lausanne, das Grosses vor hat. Nicht nur sportlich, das neue Stadion in Malley ist in der Bauphase weit fortgeschritten. Im Sommer soll es bezugsbereit sein und 9600 Zuschauer fassen. Dort sollen dereinst Meistertitel gefeiert werden, denn der amerikanische Milliardär Ken Stickney hat nichts Geringeres vor, als diesen Klub zum besten Europas zu machen. Noch ist dieses Team ein grosses Stück weit davon entfernt, Europa zu erobern.

National rückten die Westschweizer nach einem katastrophalen Start in diese Saison – nur drei Siege in den ersten elf Partien – immer weiter nach vorne und sind derzeit Dritte – ein möglicher Playoff-Halbfinalgegner für den EV Zug also. Am letzten Dienstag folgte ein Rückschlag: Lausanne verlor daheim gegen Lugano gleich mit 0:7. Goalie Luca Boltshauser wurde nach seinem Comeback von seinen Vorderleuten schmählich im Stich gelassen. Diesmal hütete wieder Sandro Zurkirchen (Ex-Zug und Ambri) das Tor.

Leichtes Spiel für Lausanne im Mitteldrittel

Die Reise nach Lausanne hätte auch für den EV Zug eine der Wiedergutmachung werden sollen. Hatte er doch den Start im letzten Spiel gegen Ambri komplett verschlafen und 3:6 verloren. Diesmal spielten die Waadtländer wieder diszipliniert, es war schwierig für die Zuger, zu Chancen zu kommen.

Leichter hatte es dann das Heimteam: Nach einem Wechsel zur Unzeit entstand eine Überzahlsituation vor EVZ-Torhüter Tobias Stephan, Joël Genazzi schob den Puck unter den Goalieschonern durch zum 1:0 (4.). Verlief das Startdrittel noch einigermassen ausgeglichen, verkam der Mittelabschnitt zum Desaster. Ein Aussetzer folgte dem anderen. Stephan leitete nach einem Fehlpass das 0:2 durch Robin Leone ein (24.). Danach hatte Lausanne leichtes Spiel. Auch weil Zug offensiv nichts zu bieten hatte. Und hinten wurde der Betrieb ebenfalls heruntergefahren. Erschreckend, wie einfach Lausanne bis zur zweiten Sirene auf 5:0 ausbauen durfte. Jesse Zraggen (57.) und Dario Simion (59. ) erzielten danach noch die «Ehrentreffer».

Am Samstagabend (19.45, Bossard-Arena) kommt es zum Spitzenkampf zwischen Zug und Bern. Der SCB zog am Freitag ebenfalls einen schwachen Tag ein und unterlag gegen Davos mit 3:4. Bei Zug wird wieder Dennis Everberg mit von der Partie sein, der nach Lausanne nicht mitgereist war (überzähliger Ausländer). Auf der Tribüne dürfte diesmal Brian Flynn Platz nehmen. «Solche Spiele brauchen wir, um in Playoff-Form zu kommen. Wir müssen am Samstagmorgen die Fehler nochmals anschauen, sonst gilt es, das Spiel in Lausanne sofort abzuhaken», sagte Alatalo.

Lausanne - Zug 5:2 (1:0, 4:0, 0:2)

6336 Zuschauer. - SR Hebeisen/Tscherrig, Kovacs/Duarte. - Tore: 4. Genazzi (Jeffrey, Bertschy) 1:0. 24. Leone (Moy) 2:0. 26. Kenins (Partanen, Nodari) 3:0. 37. Vermin (Jeffrey, Moy/Ausschluss Morant) 4:0. 39. Jeffrey (Vermin) 5:0. 57. Simion (Albrecht) 5:1. 59. Simion (Martschini/Ausschluss Moy) 5:2. - Strafen: 8mal 2 plus 5 Minuten (Traber) plus Spieldauer (Traber) gegen Lausanne, 7mal 2 plus 5 (Morant), plus 10 (Lammer) Minuten plus Spieldauer (Morant) gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Jeffrey; Martschini.

Lausanne: Zurkirchen; Lindbohm, Frick; Nodari, Genazzi; Trutmann, Grossmann; Schelling; Bertschy, Jeffrey, Vermin; Kenins, Emmerton, Partanen; Moy, Froidevaux, Herren; Antonietti, In-Albon, Leone; Traber.

Zug: Stephan; Thiry, Alatalo; Schlumpf, Zgraggen; Morant, Diaz; Stadler; Klingberg, Roe, Flynn; Martschini, McIntyre, Simion; Lammer, Albrecht, Suri; Zehnder, Senteler, Schnyder.

Bemerkungen: Lausanne ohne Borlat, Mitchell und Junland (alle verletzt) sowie Zangger und Barbero (beide überzählig), Zug ohne Zryd (verletzt) und Everberg (überzähliger Ausländer). - 51. Treffer-Aberkennung Lausanne (Offside) nach «Coaches Challenge» von Zug.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.