SCHNUPPERTAGE: Tobias Fohrler steht bereits in den Playoff-Halbfinals

Tobias Fohrler (19) verpasste kürzlich mit der EVZ Academy den Einzug in die NLB-Playoffs. «Der grösste Frust war, als es fix war», sagte er.

René Barmettler, Genf
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Bestreitet mit den Elite-A-Junioren die Halbfinals gegen Kloten: Tobias Fohrler. (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus (Zürich, 18. Oktober 2016))

Bestreitet mit den Elite-A-Junioren die Halbfinals gegen Kloten: Tobias Fohrler. (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus (Zürich, 18. Oktober 2016))

Viel Zeit, um Trübsal zu blasen, hatte das Verteidiger-Talent nicht. Der junge Abwehrspieler tanzt inzwischen auf zwei Playoff-Hochzeiten. Und das geht so: Weil Fohrler sich noch im Elite-A-Junioren-Alter befindet, spielte er am Sonntagabend die erste Playoff-Halbfinal­partie gegen Kloten. Mit Erfolg, Zug gewann 5:2. Am Abend zuvor stand er im Aufgebot bei den Erwachsenen und konnte als achter Verteidiger aus nächster Nähe mit ansehen, wie Zug zum Playoff-Viertelfinal-Auftakt 3:2 nach Verlängerung gewann. Auch gestern Abend in Genf war Fohrler mit von der Partie und wieder siegreich. Er verfügt über Gardemasse für seinen Job als Verteidiger: Fohrler ist 1,96 Meter gross und 103 Kilogramm schwer. Er tritt unerschrocken auf und lässt sich von der Aggressivität in der NLA nicht beeindrucken. Und da Timo Helbling oder Johan Morant nie ganz dagegen gefeit sind, sich einen Restausschluss einzuhandeln, hat Coach Harold Kreis Kämpfer Fohrler in der Hinterhand. Fohrler wurde Routinier Simon Lüthi (30) vorgezogen, der bisher als überzählig aufgeführt wurde.

«Ich freue mich, dass ich dem Team helfen kann. Ich bin es die ganze Saison über gewohnt, zwischen den Teams zu switchen.» In den Playoffs ist diese Belastung «sicher grösser. Wichtig ist dann, viel zu schlafen, genug zu essen und sich wieder gut vorzubereiten.»

Heute Mittwoch spielen die EVZ-­Junioren auswärts in Kloten. Und ja, Tobias Fohrler wird auch diesmal zum Einsatz gelangen. Hier gelangt er selbstredend zu viel mehr Einsatzzeit. Und die kurzen Einsätze in der NLA-Playoff-­Serie kann er sich als sogenannte Schnuppertage anrechnen lassen. Die Zielsetzung in den beiden Playoff-Serien ist klar: «Ich will mit beiden Teams möglichst weit kommen.» Womöglich stemmt Tobias Fohrler am Ende einen Pokal (oder zwei) in die Höhe.

René Barmettler, Genf

rene.barmettler@luzernerzeitung.ch