So werden die 5900 EVZ-Saisonkartenbesitzer auf 3800 Sitzplätze in der Bossard-Arena verteilt

Der EV Zug bestreitet am 10. Oktober gegen den SC Bern das erste Heimspiel. Um den Saisonkarteninhabern möglichst gerecht zu werden, hat der Klub ein Konzept erarbeitet. Bis auf Weiteres gibt es diese Saison keine Einzeltickets.

Philipp Zurfluh
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Der Spielplan der National League ist noch nicht veröffentlicht. Klar ist aber, dass der EV Zug am Samstag, 10. Oktober, gegen den SC Bern das erste Heimspiel austragen wird – dies teilte der Klub am Mittwochabend mit. Anlass für die Mitteilung war die Information für Saisonkartenbesitzer. Weil nach den coronabedingten Auflagen die Bossard-Arena in ein reines Sitzplatzstadion umgerüstet wird, beträgt die Kapazität neu 5700 Sitzplätze. Zwei Drittel dürfen genutzt werden, folglich dürfen 3800 Personen ein EVZ-Spiel besuchen. Die neue Kapazität entspricht 53 Prozent der normalen Kapazität.

Bereits vor einigen Tagen hat EVZ-CEO Patrick Lengwiler im Gespräch mit der Luzerner Zeitung erklärt, dass es darum gehe, die «am wenigsten schlechte» Lösung für Steh- und Sitzplatzabonnenten zu finden. «Wie diese limitierte Zahl von Plätzen auf die über 5900 Saisonkarten-Inhaber verteilt wird, ist eine grosse Herausforderung», heisst es in der Mitteilung des EVZ. Es gelte Lösungen zu finden, allen Saisonkarteninhabern bestmöglich gerecht zu werden und gleichwohl die Finanzierung der Organisation sicherzustellen. «Der Handlungsspielraum ist stark eingeschränkt und die aktuelle Situation macht es unmöglich, allen Wünschen gerecht zu werden», so der EVZ.

In der neuen Eishockeysaison gilt in allen Stadion Maskenplicht.

In der neuen Eishockeysaison gilt in allen Stadion Maskenplicht.

Bild: Marc Schumacher / Freshfocus (Zug, 16. August 2020)

Freunde und Bekannte können sich untereinander organisieren

Der Klub möchte folgendermassen vorgehen: Er nimmt die 26 Heimspiele in der Qualifikation als Grundlage. Die Heimspiele teilt er in zwei Spielpläne «Blau »und «Wiis». In jedem der beiden Spielpläne sind sowohl die Gegner wie auch die Spieltage gleichwertig verteilt. Mittels Einreichung dieses Anmeldeformulars bis spätestens 15. September können sämtliche Saisonkarteninhaber sich für einen der beiden Spielpläne entscheiden.

Es können bis 20 Personen mit dem gleichen Meldeformular gemeldet werden. Auf diesem Weg erhalten die Saisonkarten-Inhaber die Gelegenheit, sich mit Freunden und Bekannten zu organisieren, damit alle die gleichen Spiele anschauen können. Nach dem 15. September eingereichte Formulare können nicht mehr berücksichtigt werden.

Auf den bisherigen Stehplätzen im Heim- wie auch im Gästesektor entstehen mit dem Umbau rund 850 neue Sitzplätze, die der Klub den über 1600 Stehplatzabonnenten ohne Aufpreis zur Verfügung stellt. Damit können diese die Hälfte der Heimspiele besuchen und den EVZ mindestens einmal gegen jeden Gegner im Einsatz sehen.

Rückvergütung folgt nach der Qualifikationsphase

Jedem Saisonkartenbesitzer sollen diejenige Anzahl Spiele anteilsmässig rückerstattet werden, für welche er keinen Zutritt in die Bossard-Arena erhält. Aufgrund der konstant möglichen Änderungen in Bezug auf die Auflagen kann der EVZ erst nach Aufhebung sämtlicher behördlichen Anordnungen, spätestens jedoch Ende der Qualifikationsphase, eine Abrechnung erstellen und eine Rückvergütung vornehmen.

Keine Einzeltickets im Verkauf

Der EVZ bedauert, dass aufgrund der aktuellen Situation bis auf weiteres keine Einzeltickets mehr zur Verfügung stehen. Die einzige Chance sind Ticketangebote von Saisonkarteninhabern auf dem EVZ-Marktplatz resale.evz.ch. Der EVZ wird sich aktiv bemühen, dass die Saisonkarteninhaber ihre Plätze nutzen, weitergeben oder dann zum Wiederverkauf anbieten.

Hinweis: Mehr Informationen gibt es unter: www.evz.ch/covid19