SPIELABBRUCH: Stadionverbote werden ad absurdum geführt

Der jugendliche Rauchbomben­zünder hatte Stadionverbot, war aber trotzdem in der Herti. Das ist kein Einzelfall. Ein Grund ist die Bürokratie.

Drucken
Teilen
Der starke Rauch sorgte für einen Abbruch des Eishockeyspiels. (Bild René Meier/Zisch)

Der starke Rauch sorgte für einen Abbruch des Eishockeyspiels. (Bild René Meier/Zisch)

Nach dem Eishockeyspielabbruch vom letzten Freitag stellt sich die Frage: Warum kommt ein mit einem Stadionverbot belegter Jugendlicher überhaupt in die Zuger Herti-Halle?

Ein Grund: Das Verbot war erst am Vorabend ausgesprochen worden. Möglicherweise habe noch nicht einmal der Jugendliche davon Kenntnis gehabt. Ein zweiter: Die Sicherheitsleute haben weder Zugriff auf die nationale Hooligan-Datenbank, noch dürfen sie die schwarze Liste der Gastklubs verwenden – ausser es bestehe ein ganz konkreter Verdacht. «Da wird Datenschutz zum Täterschutz», ärgert sich EVZ-Sicherheitschef François Stocker.

Die Zuger erhalten jeweils eine Stunde vor Spielbeginn eine Liste mit den Stadionverboten des Gastklubs. Diese dürfen die Sicherheitsleute faktisch aber nicht verwenden – ausser sie haben einen konkreten Verdacht.

Nicola Berger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Zuger Zeitung.