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Für den EV Zug wird mit Leonardo Genoni eine neue Zeitrechnung beginnen

Leonardo Genoni wird nach Abschluss der kommenden Saison Mitte des nächsten Jahres vom SC Bern zum EV Zug wechseln. Dort unterzeichnete der Schweizer Nationalgoalie einen Vertrag für fünf Jahre.
Klaus Zaugg
Leonardo Genoni wechselt zum EV Zug (Bild: Salvatore Di Nolfi / Keystone)

Leonardo Genoni wechselt zum EV Zug (Bild: Salvatore Di Nolfi / Keystone)

Gestatten Sie uns eine frivole und politisch nicht ganz korrekte Einstiegsfrage zu einem Zuger Hockey-Thema: Möchten Sie mit Michelle Hunziker verheiratet sein? Spontan werden Sie wahrscheinlich sagen: Na klar, das wäre toll! Und dann, bei längerem Nachdenken wohl doch ein wenig kopfscheu werden. Denn dann wäre es mit dem ruhigen, beschaulichen Leben vorbei. Sie müssten Ihre «persönliche Komfortzone» verlassen und fortan immer auf Trab sein und hohen und höchsten Anforderungen gerecht werden.

Was hat das alles mit Leonardo Genoni (30) zu tun? Nun, ein Hockeyklub, der Leonardo Genoni verpflichtet, muss fortan auch auf Trab sein und hohen und höchsten Anforderungen gerecht werden. Mit dem ruhigen, beschaulichen Leben in der sportlichen Komfortzone ist es dann vorbei. Natürlich, auch die Transfers von Torhüter Tobias Stephan (2014) und Raphael Diaz (2016) hatten Signalwirkung. Aber am Ende des Tages waren es Transfers, die auf Zugs Unternehmenskultur keinen grossen Einfluss hatten: Tobias Stephan hat noch nie in seiner Karriere irgendetwas gewonnen, und niemand forderte seinetwegen nun den Gewinn der Meisterschaft. Und bei Raphael Diaz war es die emotionale Heimkehr des «verlorenen Sohnes». Dass es auch mit Stephan und Diaz nicht zum Meister gereicht hat – na und?

Ein aufregender Kaiser-Transfer

Aber nun kommt im nächsten Sommer Leonardo Genoni. Der beste Schweizer Torhüter. Meister mit Davos und Bern. WM-Silberheld. Ab der Saison 2019/20 ist es in Zug vorbei mit dem ruhigen, beschaulichen Leben und freundlichen Scheitern in den Playoffs. Seine Ankunft in Zug wird sein wie der Beginn einer Beziehung mit Michelle Hunziker. Mit Leonardo Genoni müssen die Zuger ab der Saison 2019/20 hohen und höchsten Anforderungen gerecht werden. Das ist gut so. Vielleicht braucht das Unternehmen EVZ den «Kick» eines solchen aufregenden Kaiser-Transfers, um endlich, endlich sein enormes sportliches Potenzial auszuschöpfen. Um vom schlafenden zum meisterlichen Titanen zu werden.

Kompromissloser Siegertyp

Für Leonardo Genoni gilt: leise in der Art und stark in der Tat. Er ist einer der kompromisslosesten Siegertypen in der Geschichte unseres Hockeys. Er wird die Leistungskultur beim EV Zug durch sein Wesen und Wirken stärker verändern als jeder andere Transfer seit dem letzten Titel von 1998. Dazu passt durchaus, dass bei seinem Wechsel nach Zug nicht das Geld die zentrale Rolle spielt. Es ist ein Entscheid für seine Familie. Er wird seinen Lebensmittelpunkt nach einem Jahrzehnt in der Fremde (Davos, Bern) wieder in seine Heimat (Kilchberg ZH) verlegen, keine halbe Autostunde vom Zuger Hockey-Tempel entfernt. Und er hat seine Zukunft jetzt schon, lange vor der Zeit, geregelt. Damit er sich ab sofort wieder hundertprozentig auf sein Torhüterhandwerk konzentrieren kann. Leonardo Genoni wird beim SC Bern in seinem letzten Vertragsjahr bis zur letzten Sekunde maximale Leistung abliefern. Das Timing des Transfers ist perfekt: Der neue Trainer Dan Tangnes hat nun eine Saison lang Zeit, um zu beweisen, dass er ein grosser Trainer ist. Denn auch das ist klar: Wer einen grossen Torhüter holt, muss auch dafür sorgen, dass ein grosser Trainer an der Bande steht. Wir stehen vor den aufregendsten Jahren der Zuger Hockeygeschichte. Vielleicht kommt ja Michelle Hunziker mal zu einem Spiel.

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