TRANSFER: NHL-Star Brad Isbister spielt neu beim EV Zug

Brad Isbister kommt nach Zug. Allein seine imposante Postur wird das Eintrittsgeld in der Herti wert sein. Isbister wird am Freitag gegen Biel seinen Einstand geben.

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Die neue Attraktion in der Zuger Herti: Stürmer Brad Isbister - hier im Dress der Ottawa Senators. (Bild AP)

Die neue Attraktion in der Zuger Herti: Stürmer Brad Isbister - hier im Dress der Ottawa Senators. (Bild AP)

Mit der Verpflichtung von Brad Isbister will der EV Zug unter anderem den längeren Ausfall von Dale McTavish kompeniseren (Comeback wohl im Dezember).

Dessen erster Ersatz Lee Goren wird am Dienstag gegen die ZSC Lions zum letzten Mal das Dress der Zuger tragen und danach wie vereinbart zu Färjestads BK in die schwedische Eliteserie wechseln. Gorens Wucht wird man in Zug vermissen - immerhin punktete der 30-jährige Kanadier in acht Partien neun mal.

Einst Claude Lemieux - nun Brad Isbister
Brad Isbister: 193 Zentimeter gross und 105 Kilogramm schwer ist die neue Attraktion im NLA-Eishockey. Wenn alles nach Plan läuft, landet der 31-jährige Kanadier, der 2000 und 2001 zu Kanadas WM-Team gehörte, am Dienstag in der Schweiz und wird sich bereits am kommenden Freitag in Biel zum ersten Mal das Leibchen der Zuger überstreifen.

Mit der mündlichen Zusage des NHL-Stars - der Vertrag soll heute Sonntag unterschrieben werden - ist Sportmanager Patrick Lengwiler ein Coup gelungen, der an das Gastspiel des legendären Claude Lemieux in der Saison 2003/04 erinnert.

Isbisters Vorgänger Lee Goren sammelte in bisher acht Partien für den EVZ neun Skorerpunkte. Am Dienstag bestreitet der 30-jährige Kanadier sein letztes Spiel für die Zuger, dann kehrt er zurück nach Schweden, wo er für Färjestads auflaufen wird.

Finanzierung noch unklar
Die Finanzierung von Isbister ist noch nicht geklärt. Lengwiler: «Wir überziehen das Budget momentan bei weitem. Durch das Verletzungspech wurden wir dazu gezwungen.» Er hofft, dass sich die zusätzliche Investition während der Saison dank höheren Zuschauerzahlen und einem erfolgreichen Saisonabschluss bezahlt machen wird.

Isbister ist ein bekannter Name in der Hockeywelt. Der linke Flügel bestritt insgesamt 559 NHL-Spiele für Phoenix, die New York Islanders, Edmonton, Boston, die New York Rangers und Vancouver und machte 225 Skorerpunkte (107 Tore). Am 4. August dieses Jahres unterschrieb er bei Ottawa (mit dem Schweizer Goalie Martin Gerber) einen Zweiwegvertrag. Bereits vor der Saison wurde er in die AHL abgeschoben.

Eine Rückkehr über den grossen Teich gibt es für den Kanadier nicht. Lengwiler sagt es klipp und klar: «Isbister wird bis Saisonende bei uns bleiben.»

Der Legionär fürs Playoff
Die Frage nach einem zusätzlichen Legionär für die Playoffs ist somit ebenfalls geklärt. Ein aus sportlicher Sicht cleverer Schachzug. Denn kurz vor der entscheidenden Saisonphase im nächsten März sind Spieler eines solchen Kalibers nur sehr schwer auffindbar und noch teurer.

Übrigens: In der Schweiz hat Isbister bereits einmal gespielt. 1997 nahm er mit dem Team Canada (mit SCB-Star Christian Dubé) an den Junioren-Weltmeisterschaften teil und schoss im Final das 2:0 gegen die USA. Er nahm an drei Weltmeisterschaften teil.

alu/get