VERLETZUNG: Sutter: «Das machte er mit Absicht»

Kopfweh und die operierte Schulter, die schmerzt: So geht es EVZ-Verteidiger Patrick Sutter am Tag nach der brutalen Attacke von Lugano-Stürmer Kevin Romy.

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Der verletzte Patrick Sutter liegt nach dem Sturz in die Bande benommen auf dem Eis. (Bild Keystone)

Der verletzte Patrick Sutter liegt nach dem Sturz in die Bande benommen auf dem Eis. (Bild Keystone)

«Ich war kurz groggy, angeschlagen wie ein Boxer», beschreibt der 38-jährige Pechvogel die Sekunden nach seinem Sturz kopfvoran in die Bande. «Und dann hörte ich Stimmen, die mir sagten, dass gleich jemand komme.»

Nur 2:44 Minuten dauerte Sutters Comeback nach achtmonatiger Verletzungspause gegen den HC Lugano. Beendet hatte es Kevin Romy mit einem Check in den Rücken des frontal zur Spielbegrenzung stehenden Routiniers, und geendet hatte es im Spital. «Sie wollten mich zur Überwachung gleich da behalten, aber ich habe genug von Spitälern, ich wollte heim.»

Nicht mal eine Entschuldigung
Heute muss er trotzdem wieder hingehen. Eine genaue Untersuchung soll zeigen, wie schlimm es ihn erwischt hat.

Sutter und Romy werden morgen Dienstag, wenn die beiden Gegner im Tessin wieder aufeinandertreffen, nicht dabei sein. Romy büsst die Matchstrafe mit einer Spielsperre und muss damit rechnen, dass er vom Einzelrichter noch länger aus dem Verkehr gezogen wird.

«Das machte er mit Absicht, und er hat eine schwere Verletzung in Kauf genommen», hielt Sutter nach mehrmaligem Anschauen der Szene fest, die seine Rückkehr brutal beendete. Romy hat sich bei seinem Opfer auch gestern nicht entschuldigt. «Das wäre Stil gewesen», so Sutter.

Andreas Ineichen

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