Walsky schoss Genf ins Glück

Genf-Servette hat in einer intensiven, aber nicht hochklassigen Partie den Ausgleich gegen Zug geschafft. Eric Walsky erzielte in der 77. Minute den goldenen Treffer für die Gastgeber.

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Kollektiver Genfer Jubel nach dem Sieg in der Overtime (Bild: Keystone)

Kollektiver Genfer Jubel nach dem Sieg in der Overtime (Bild: Keystone)

Walsky verdiente sich für den Siegtreffer stilistische Höchstnoten, sein Gegenspieler, Andy Wozniewski sah aber im Duell gegen seinen amerikanischen Landsmann uralt aus. Beide Teams hätten schon vorher in der Verlängerung den "sudden death" placieren können, der Genfer Flurin Randegger und die Zuger Rafael Diaz und Damien Brunner liessen aber einigermassen gute Chancen ungenutzt.

Der Sieg war nicht unverdient, Genf hatte insgesamt ein leichtes Plus. Nachdem Glen Metropolit den EVZ am Ende einer sehenswerten Powerplay-Kombination über Damien Brunner und Rafael Diaz mit dem 2:2 zurück ins Spiel gebracht hatte, bot sich den Genfern kurz vor Schluss der regulären Spielzeit eine goldene Chance zum vorzeitigen Ausgleich in der Serie. Fischer und Metropolit wurden auf die Strafbank geschickt, die Zuger überstanden aber die heikle Phase in doppelter Unterzahl mit etwas Glück. Walsky traf bei der besten Genfer Chance nur den Pfosten.

Bei den Gastgebern wurde Goran Bezina seiner Leaderrolle erneut gerecht. Der hünenhafte Verteidiger, schon am Donnerstag in Zug der mit Abstand auffälligste Grenat, war nicht nur souveräner Abwehrpatron, sondern setzte auch viele offensive Akzente. So war s kaum verwunderlich, dass die Nummer 57 nach nur 26 Sekunden den Gastgeber mit einem Distanzschuss in Führung brachte, allerdings unter gütiger Mithilfe von Jussi Markkanen, der den nicht extrem scharf geschossenen Puck zwischen den Beinen passieren liess. Kurz nach dem Ausgleich, den Andy Wozniewski aus dem Slot erzielte (32.), standen erneut die selben Protagonisten im Blickpunkt, mit der gleichen Rollenverteilung. Bezina drückte von der blauen Linie ab und Markkanen liess sich erneut zwischen den "Hosenträgern" erwischen.

si

Genf-Servette - Zug 3:2 (0:0, 2:1, 0:1, 1:0) n.V.

Les Vernets. – 7382 Zuschauer (ausverkauft). – SR Reiber/Peer, Abegglen/Kaderli. – Tore: 21. (20:26) Bezina 1:0. 32. (31:36) Wozniewski (Fischer, Metropolit) 1:1. 33. (32:33) Bezina (Toms) 2:1. 52. Metropolit (Brunner, Diaz/Ausschluss Simek) 2:2. 77. (76:56) Walsky (Trachsler) 3:2. – Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Genf-Servette, 6mal 2 Minuten gegen Zug. – PostFinance-Topskorer: Toms; Metropolit.

Genf-Servette: Stephan; Vukovic, Bezina; Pothier, Mercier; Gobbi, Höhener; Toms, Berthon, Salmelainen; Walsky, Paul Savary, Jean Savary; Pivron, Trachsler, Randegger; Simek, Cadieux, Nicolet.

Zug: Markkanen; Diaz, Oppliger; Wozniewski, Fischer; Chiesa, Blaser; Erni, Snell; Brunner, Sutter, Schnyder; Christen, Metropolit, Casutt; Duri Camichel, Rüfenacht. Lindemann; Di Pietro, Lüthi, Rossi.

Bemerkungen: Genf ohne Rubin (krank), Rivera, Park, Fritsche und Breitbach (alle verletzt), Zug ohne Corsin Camichel (krank) und Holden (verletzt). 29. Pfostenschuss Gobbi. 59. Pfostenschuss Walsky. 58. Timeout Genf-Servette.