Eishockey

«Es ist alles offen»: Wechselt EVZ-Verteidiger Santeri Alatalo zum HC Lugano?

Mehrere Klubs bekunden Interesse am finnisch-schweizerischen Doppelbürger. Sportchef Reto Kläy hat wenig Hoffnung auf einen Verbleib des 30-Jährigen.

Philipp Zurfluh
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Beim EV Zug laufen Ende Saison 13 Profiverträge aus. Nicht alle Verträge werden verlängert. Der Klub muss sparen, nächste Saison müssen die Spieler starke Saläreinbussen in Kauf nehmen. Auch der Kontrakt von Verteidiger Santeri Alatalo endet im Sommer. Laut Radio RSI sei der HC Lugano an einer Verpflichtung interessiert.

Santeri Alatalo spielt sein achtes Profijahr beim EV Zug.

Santeri Alatalo spielt sein achtes Profijahr beim EV Zug.

Bild Urs Lindt / Freshfocus (Biel, 10. November 2020)

Angesprochen auf seine Wechselabsichten sagt der finnisch-schweizerische Doppelbürger: «Es ist alles offen, ich habe mich noch nicht entschieden und werde mir dafür auch genügend Zeit lassen.» Die Hoffnungen der Zuger Fans auf einen Verbleib will er nicht zunichtemachen. Laut dem 30-Jährigen würden aber einige Klubs Interesse bekunden. «Die Verhandlungen werden sich bis ins nächste Jahr hinziehen, der Entscheid hat keine Eile», so Alatalo.

Der Verteidiger glänzt mit Offensivqualitäten

Mit zehn Skorerpunkten aus den ersten zehn Spielen ist er aktuell der produktivste Verteidiger, mannschaftsintern gar der zweitbeste Punktesammler hinter Topskorer Jan Kovar. «Mir ist der Saisonstart gelungen. Ich versuche immer, mein Bestes zu geben», sagt Alatalo. Der Verteidiger schreibt Klubtreue gross. Mittlerweile steht er die achte Saison bei den Zentralschweizern unter Vertrag. «Ich habe hier immer eine gute Zeit gehabt und viele Spieler und Trainer erleben dürfen.» Derzeit möchte er sich voll und ganz auf den EV Zug fokussieren.

«Ich fühle mich sehr wohl hier.»

Warum steht denn überhaupt ein Transfer zur Debatte? «Gute Frage. Ein Wechsel drängt sich überhaupt nicht auf. Aber es ist legitim, als Spieler Ausschau nach anderen Klubs zu halten.» So würden auch die finanziellen Vertragsmodalitäten eine mitentscheidende Rolle bei seinen Zukunftsgedanken spielen.

Der Sportchef hat wenig Hoffnung

Die sportliche Führung scheint bereits das Handtuch geworfen zu haben. So hat Reto Kläy vor kurzem verlauten lassen, dass er nächste Saison nicht mehr mit dem Verteidiger rechnet. Näher auf diese Personalie möchte er nicht eingehen. Nur so viel: «Wir würden gerne weiter mit Santeri Alatalo zusammenarbeiten.»