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Wille triumphiert über Müdigkeit: Das spricht für den Lausanne HC

Wenn eine Mannschaft dem Ansturm der Zuger standhalten kann, dann ist es der Lausanne HC, dieser kleine taktische Bruder des SC Bern.
Klaus Zaugg
Klaus Zaugg.

Klaus Zaugg.

Die neutralen Zahlen der Statistik sagen uns, warum der HC Lausanne gegen Zug sehr wohl eine Chance hat. Lausanne fegte die SCL Tigers im alles entscheidenden siebten Viertelfinalspiel mit 8:1 vom Eis. Gegen diese Langnauer sind die Zuger diese Saison nie über ein 4:1 hinausgekommen. Und in der Qualifikation hat Lausanne gegen Zug drei von vier Partien gewonnen.

Wenn wir das Potenzial einer Mannschaft vor einer Playoffserie beurteilen wollen, dann sind solche statistischen Angaben allerdings nur Zahlen, auf Papier gedruckt oder im Internet abrufbar. Sie sagen uns in einem so unberechenbaren Spiel nicht verlässlich, in welcher Verfassung sich eine Mannschaft tatsächlich befindet. Aber auch die «weichen», nicht in den Statistiken aufscheinenden Faktoren sprechen durchaus für Lausanne. Nach dem ersten Sieg in einer Playoffserie in der höchsten Liga sind die Spieler auf einer Mission. Nach dem Motto «Make The Welschland Great Again». Und Torhüter Sandro Zurkirchen, mit einer nur minim schwächeren Playoff-Fangquote als Tobias Stephan, ist auf einer ganz besonderen persönlichen Mission: Er ist einst in Zug gewogen und für die höchste Liga als zu leicht befunden worden.

Solche kleinen Geschichten sind nicht zu unterschätzen. Natürlich sind auch die Zuger auf einer Mission und jagen den Ruhm des nächsten Meister­titels. Sie haben dabei im Viertelfinale gegen Lugano eine bemerkenswerte Dynamik offenbart. Aber wenn eine Mannschaft diesem Ansturm standhalten kann, dann ist es der Lausanne HC, dieser kleine taktische Bruder des SC Bern. Dass Topskorer Dustin Jeffrey zumindest fürs erste Spiel ausfällt, spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle. Trainer Ville Peltonen hat seiner Mannschaft ein ganz unwelsches, rationales Systemhockey beigebracht, das seine Jungs mit erstaunlicher Tempofestigkeit umsetzen. Die Gefahr, sich in diesem taktischen Spinnennetz zu verfangen, ist erheblich.

Dass Zug mit Lugano in vier Spielen fertig geworden ist, Lausanne gegen Langnau aber sieben Spiele brauchte, spielt keine Rolle. In einem Halbfinal vermögen Wille und Leidenschaft noch über jede Form der Müdigkeit zu triumphieren.

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