EV Zug startet in den Cup, die Winterthurer hegen Rachegelüste

Wie 2014 startet der EV Zug in Winterthur (Dienstag, 20.00) in die Cup-Saison, damals siegte der EVZ gleich mit 7:1. Doch die Zuger dürften gewarnt sein: In den letzten vier Jahren hat sich in Winterthur einiges getan.

Daniel Gerber
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Vor vier Jahren waren die Winterthurer chancenlos: Die Zuger (Reto Suri, in weiss) sind auch am Dienstag in der ersten Cup-Runde wieder zu favorisieren.  (Bild: Ennio Leanza/Keystone (Winterthur, 1. Oktober 2014))

Vor vier Jahren waren die Winterthurer chancenlos: Die Zuger (Reto Suri, in weiss) sind auch am Dienstag in der ersten Cup-Runde wieder zu favorisieren.  (Bild: Ennio Leanza/Keystone (Winterthur, 1. Oktober 2014))

Vieles hat sich geändert, seit der EV Zug im Jahr 2014 sein Cup-Abenteuer in Winterthur in Angriff genommen hatte. Damals war der Cup nach über 40 Jahren wieder eingeführt worden und etliche Teams hatten den neu-alten Wettbewerb mit spärlichem Ernst genommen.

Der EVZ hatte sich damals mit 7:1 in der bevölkerungsmässig sechstgrössten Stadt der Schweiz beim damaligen 1.-Ligisten durchgesetzt, in der zweiten Runde dann aber 1:4 gegen die ZSC Lions verloren. Inzwischen ist aus dem Cup ein deutlich besser beachteter Event geworden. Und Zugs neuerlicher Gegner Winterthur spielt mittlerweile in der Swiss League. Für die Zürcher ist das Aufeinandertreffen mit Zug interessant. «Ich sehe, dass der Cup angekommen ist», sagt Winterthur-Trainer und Sportchef Michel Zeiter. «In manchen Stadien ist der Aufmarsch gross, besonders im Viertel- und Halbfinal sowie im Final. Das Potenzial des Turniers ist gross und für die Teams aus den tieferen Ligen ist die Herausforderung interessant.»

Das Spiel gegen Zug sei eine tolle Sache, «weil wir einen Top-Gegner aus der höchsten Spielklasse erhalten haben, nachdem uns zuletzt mit den SC Rapperswil-Jona Lakers zweimal ein Gegner aus der Swiss League zugelost wurde». Nicht nur sportlich sei das Los spannend. So wird Zug viele Zuschauer generieren.

Winterthurer wollen endlich in die Playoffs

Im Hauptfokus Winterthurs steht die Meisterschaft. Das Saisonziel sei, erstmals seit dem Aufstieg die Playoffs zu erreichen, bisher landete der EHCW in der Swiss League zweimal auf dem zehnten und einmal auf dem neunten Rang. Im Cup eine Runde weiterkommen, wird bei den Zürchern nicht als Ziel vermerkt. «Das wäre vermessen», erklärt Zeiter. Aber: «Wir haben das Spiel vor uns und wollen gewinnen, sonst müssten wir nicht in einen Ernstkampf gehen.» Man bereite sich gleich auf das Duell vor wie in der Meisterschaft. «Es ist eine einmalige Chance und es muss zuerst gespielt werden.» Gleichzeit habe sich Zug bereits in der Champions League stark gezeigt. «Wir wollen unser Spiel spielen und an der Herausforderung wachsen.»

Der EV Zug will den Cup-Sieg

Auch beim EV Zug sieht man die Herausforderung dieser ersten Cup-Partie. So sagt Captain Raphael Diaz: «Es ist eine Herausforderung, gegen ein Team aus der unteren Liga anzutreten, da es für sie eine einmalige Chance ist, gegen einen Gegner von oben anzutreten.» Gerade deshalb sei es für Zug wichtig, mit vollem Einsatz und Fokus dabei zu sein. «Wir wollen möglichst weit kommen», so Diaz. Dies gelte für alle drei Wettbewerbe, in denen das Team vertreten ist. Neben dem Cup und der Meisterschaft in der National League spielt der EV Zug bekanntlich auch in der Champions League.

Im Cup winkt der Titel bereits nach fünf Runden. «Beim Cup muss man nur ein Spiel gewinnen, um eine Runde weiterzukommen, in der Champions League sind es zwei und in der Meisterschaft vier.» Diese Ausgangslage mache den Schweizer Cup attraktiv. Und gerade auch für die Teams aus unteren Ligen sei der Cup «eine coole Sache, es ist für sie lukrativ, gegen ein grosses Team zu spielen», findet Diaz. Am Anfang sei der Cup in manchen Kreisen als eher weniger wichtig angesehen worden. «Er ist nun aber immer wichtiger geworden. Ein Pokal ist immer cool.» Entsprechend gut werde sich das favorisierte Team des EVZ auf den EHC Winterthur einstellen. Denn seit dem 1. Oktober 2014 und dem damaligen 7:1-Sieg gegen den gleichen Gegner hat sich einiges geändert.

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