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«Wir sind auf einer Mission»

Nachgefragt
Sven Aregger
Patrick Lengwiler, CEO des EV Zug.Bild: Stefan Kaiser

Patrick Lengwiler, CEO des EV Zug.Bild: Stefan Kaiser

CEO Patrick Lengwiler (39) sagt, was den EVZ in dieser Saison auszeichnet, welche Strategie der Klub langfristig verfolgt und wie die Chancen im Playoff-Final stehen.

Patrick Lengwiler, der EVZ steht erstmals seit 19 Jahren im Meisterschaftsfinal. Wie ist dieser Erfolg einzuordnen?

Das ist natürlich schön, aber wir sind noch nicht am Ende angelangt, wir haben noch viel vor. Wir sind sozusagen auf einer Mission. Unser Team kann gegen jede andere Mannschaft bestehen. Wir glauben felsenfest an unsere Qualitäten.

Ist dieser Glaube der grosse Unterschied zu den sportlich mageren Jahren zuvor?

Das ist so. In den vergangenen drei Saisons haben wir unsere eigenen Ansprüche nicht erfüllen können. Nach der letzten Saison, als wir in den Viertelfinals an Lugano scheiterten, mussten wir viel Kritik einstecken, zum Teil auch berechtigt. Wir haben unsere Lehren gezogen und wollten es vom ersten Tag der neuen Saison an allen beweisen. Schnell haben wir gespürt: Die Zeit ist reif für Erfolg. Es braucht aber immer auch Wettkampfglück. Und dieses hatten wir auf unserer Seite.

Dank der bisher geglückten Playoffs dürfte auch viel Druck abgefallen sein.

Vor dem ersten Viertelfinalspiel gegen Genève-Servette waren wir extrem nervös. Als wir dann in der Verlängerung gewonnen hatten, war die Erleichterung unglaublich gross. Dieser Sieg hat die Anspannung gelöst. Wir konnten danach befreiter und souveräner aufspielen.

Die Ambitionen in Zug sind gestiegen, auch durch das Farmteam EVZ Academy. Will Zug langfristig mit den Branchengrössen mithalten?

Wir haben nicht die finanziellen Mittel des SC Bern oder der ZSC Lions, allein schon bei den Zuschauerzahlen besteht eine grosse Differenz. Das können wir nicht ändern. Strategisch haben wir daher festgelegt, dass wir die beste Ausbildungsstätte für talentierte Spieler werden wollen. Die Arbeit zahlt sich bereits aus: Für die U20-Nationalmannschaft stellten wir sieben Spieler, die meisten aller Klubs. Genauso konsequent werden wir in den nächsten Jahren am Einbau dieser Nachwuchshoffnungen in die erste Mannschaft arbeiten. Sie werden die Breite des künftigen Teams bilden, damit wir andererseits in Topspieler investieren können.

Welche Chancen sehen Sie für Ihr Team im Final gegen Bern?

Bern ist auf allen Positionen gut besetzt. Mit Tobias Stephan und Leonardo Genoni treffen meiner Meinung nach die besten zwei Goalies aufeinander. Wir haben durchaus eine Chance. Seit unserem Titel 1998 haben nur noch die vier grossen Klubs gewonnen. Davon haben wir genug.

Interview: Sven Aregger

sven.aregger@luzernerzeitung.ch

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