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Yannick Zehnder gehört zur dritten EVZ-Generation seiner Familie

Yannick Zehnder ist auf gutem Weg, sich in der National League einen Stammplatz zu ergattern. Der 20-jährige Center schreibt im EV Zug auch die Familiengeschichte weiter.
Sven Aregger
Torschütze Yannick Zehnder (Nr. 12) jubelt mit Miro Zryd (links), Sven Leuenberger und Fabian Schnyder (Nr. 57). (Bild: Freshfocus (Genf, 16. November 2018))

Torschütze Yannick Zehnder (Nr. 12) jubelt mit Miro Zryd (links), Sven Leuenberger und Fabian Schnyder (Nr. 57). (Bild: Freshfocus (Genf, 16. November 2018))

Der Weg von Yannick Zehnder war vorgezeichnet. Sein Vater Hardy spielte in den 1980er-Jahren für den EV Zug, Grossvater Robert war Präsident des Clubs. Wenn man so will, hatte Yannick Zehnder gar keine andere Wahl, als ebenfalls im Eissportverein zu landen. Der 20-jährige Center lacht und sagt: «Es stimmt schon, für mich hat es nie etwas anderes als Zug gegeben.» Mit drei Jahren stand er erstmals auf dem Eis. Seine Mutter erzählt ihm gerne die Geschichte, dass er damals besser mit den Schlittschuhen als zu Fuss unterwegs gewesen sei.

Fünf Minuten vom Eisstadion entfernt aufgewachsen

Der Stürmer wuchs fünf Minuten vom Stadion entfernt auf, er durchschritt im Verein alle Nachwuchsstufen und setzte sich schon früh zum Ziel, eines Tages mit den Profis zu spielen. Dieses Ziel hat er erreicht. In der bisheri­gen Saison absolvierte er 17 Meisterschaftsspiele in der National League (2 Tore, 2 Assists). Als Center der vierten Linie ist er drauf und dran, sich als Stammspieler zu etablieren. «Das macht mich stolz», sagt er.

Gemeinsam mit den Verteidigern Livio Stadler (20) und Thomas Thiry (21) sowie Stürmer Sven Leuenberger (19) gehört Zehnder zu den aufstrebenden Jungen im NL-Kader. Gerade mit Stadler verbindet ihn eine Freundschaft. In ihrem Leben gibt es durchaus Parallelen: Sie stammen beide aus dem Kanton Zug und haben von klein auf in den gleichen Juniorenteams gespielt. Zudem trug auch Livio Stadlers Vater Peter das Zuger Trikot. Stadler und Zehnder verbringen auch die Freizeit oft zusammen. Zehnder sagt: «Es ist wichtig, dass man mit jemandem reden kann, ob es nun gut läuft oder nicht.»

Lehrjahr in Nordamerika öffnet ihm die Augen

Eishockey ist natürlich auch am Familientisch ein grosses Thema. Hardy Zehnder äussert sich durchaus kritisch, wenn ihm etwas an der Leistung seines Sohnes nicht passt. Gleichzeitig gibt er ihm wertvolle Ratschläge und unterstützt ihn, wo immer es ­nötig ist. Bedeutend für Yannick Zehnder war das Lehrjahr in Nordamerika. Im US-Bundesstaat Minnesota stand er 2015/16 gleich für drei Juniorenmannschaften im Einsatz. «Einmal musste ich das Zimmer bei meiner Gastfamilie in 90 Minuten räumen, weil ich für ein anderes Team aufgeboten wurde», erzählt er. «Das öffnet einem die Augen, wie gut wir es hier in der Schweiz haben.» Dennoch möchte er die Erfahrung nicht missen. «Ich habe gelernt, mich gegen eine grosse Konkurrenz zu behaupten. Ich machte Fortschritte im Spiel vor dem Tor und verbesserte meine Schnelligkeit.»

Tangnes verlangt mehr Zweikampfhärte

EVZ-Trainer Dan Tangnes sieht Zehnders Entwicklung denn auch positiv. «Yannick ist ein intelligenter Spieler mit einem guten Hockey-Instinkt. Aber er darf sich nicht zurücklehnen. Es geht darum, die Komfortzone zu verlassen.» Der Headcoach verlangt, dass Zehnder noch bissiger in die Zweikämpfe geht. Erst dann will er das Jungtalent vermehrt bei Bullys in der eigenen Zone einsetzen. Zehnder spielt ja auch um seine Zukunft. Die Kollegen Stadler und Leuenberger haben eben erst einen Profivertrag bis 2021 unterschrieben, Zehnder verhandelt noch. «Wenn alles stimmt, sehe ich keinen Grund für einen Wechsel», sagt er. Sein Traum ist aber, dereinst in der NHL zu spielen, in der besten Liga der Welt. «Man muss die Messlatte hoch setzen, um weiterzukommen.» Zehnder ist realistisch genug, um zu wissen, dass die NHL noch in weiter Ferne liegt. Sein Trainer Tanges sagt jedoch: «Wenn Yannick hart an sich arbeitet, sind ihm keine Grenzen gesetzt.»

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