ZSC - ZUG 4:5 N.P.: Vom 1:4 zum 5:4: Zug beweist tolle Moral

Das Zürcher Starensemble sah nach zwei Dritteln wie der sichere Sieger aus. Doch Zug bewies im letzten Abschnitt Torriecher, schoss drei Treffer und stach im Penaltyschiessen eiskalt zu.

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EVZ-Topscorer Josh Holden umspielt ZSC-Torhüter Lukas Flüeler, trifft aber eine Sekunde vor Ablauf der Verlängerung den Pfosten. (Bild EQ)

EVZ-Topscorer Josh Holden umspielt ZSC-Torhüter Lukas Flüeler, trifft aber eine Sekunde vor Ablauf der Verlängerung den Pfosten. (Bild EQ)

1:4 stand es nach zwei Dritteln aus Sicht der Zuger und kaum jemand im Hallenstadion dachte, dass die ZSC Lions diese Partie noch aus der Hand geben könnten. Zu dominant waren die ZSC Lions in den ersten 40 Minuten. Bärtschi, Seger und nochmals Bärtschi schossen die Zürcher innert sechs Minuten im Mitteldrittel in Front. Corsin Camichel (27.) hatte Downs Führungstreffer (9.) ausgeglichen.

Weckruf in der Kabine
Wie verwandelt startete Zug ins letzte Drittel und nur gerade 28 Sekunden dauerte es, bis Christen zum 2:4 einschieben konnte. Der Zuger Sturmlauf setzte sich fort: Holden (46.) liess aus nächster Nähe ZSC-Torhüter ins leere Laufen und verkürzte auf 3:4. Und nach 53 Minuten zeigte Mc Tavish, dass er immer noch unwiderstehlich jedem Puck nachsprintet: Er klaute Seger an der blauen Linie die Scheibe und liess Flüeler keine Chance – 4:4. Und hätte Holden in der allerletzten Sekunde der Verlängerung nicht noch den Pfosten getroffen, ein Penaltyschiessen hätte es nicht mehr gebraucht. 

4 Penaltys – 3 Tore
Während Brunner seinen Penalty noch verschoss, trafen Mc Tavish, Holden und Diaz sicher. Hinten hielt Markkanen dicht und wurde zum besten Spieler gekürt wurden.

René Meier / Zisch

Einen ausführlichen Matchbericht und Stimmen zum Spiel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.

ZSC Lions - Zug 4:5 (1:0, 3:1, 0:3, 0:0) n.P.
Hallenstadion - 7342 Zuschauer - SR Reiber, Abegglen/Kaderli. Tore: 9. Down (Patrik Bärtschi, Geering) 1:0. 27. Corsin Camichel (Christen, Boumedienne) 1:1. 28. Patrik Bärtschi (Schommer, Geering) 2:1. 33. Seger (Trudel, Gardner/Ausschluss McTavish) 3:1. 34. Patrik Bärtschi (Down/Ausschluss Alston!) 4:1. 41. (40:28) Christen (McTavish, Oppliger) 4:2. 46. Holden (Diaz, Damien Brunner) 4:3. 53. McTavish 4:4. Penaltyschiessen: Damien Brunner -, Trudel -; McTavish 0:1, Patrik Bärtschi -; Holden 0:2, Down -; Diaz 0:3. - Strafen: je 5mal 2 Minuten.
PostFinance-Topskorer: Alston; Holden. 

ZSC Lions: Flüeler; Seger, Daniel Schnyder; Signoretti, Geering; Reist, Kienzle; Stoffel; Kostovic, Monnet, Trudel; Patrik Bärtschi, Down, Schommer; Bastl, Alston, Grauwiler; Sejna, Gardner.

Zug: Markkanen; Fischer, Diaz; Boumedienne, Blaser; Kress, Snell; Di Pietro, Duri Camichel, Rüfenacht; McTavish, Holden, Fabian Schnyder; Christen, Oppliger, Corsin Camichel; Damien Brunner, Steinmann, Lüthi.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Pascal Müller, Suchy, Philippe Schelling, Pittis, Adrian Wichser (alle verletzt), Bühler (GCK Lions) sowie Sulander (überzählig), Zug ohne Dupont (überzählig). 1. NLA-Spiel von ZSC-Back Andre Signoretti (Ka/von den GCK Lions). Pfosten: 40. Down, 69:59 Holden. Timeouts: 46. ZSC Lions, 59:30 Zug.