ZUG: Alle fürs selbe Ziel auf dem Eis

Der Nachwuchs hat für den EV Zug einen hohen Stellenwert. Mit einem Jubiläumsanlass am Wochenende wurde dieser finanziell unterstützt.

Julia Truttmann
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Hand in Hand mit Eishockeycrack Fabian Sutter um die Kurve gerauscht: zwei Piccolos auf dem Eis. (Bild Christian H. Hildebrand)

Hand in Hand mit Eishockeycrack Fabian Sutter um die Kurve gerauscht: zwei Piccolos auf dem Eis. (Bild Christian H. Hildebrand)

Vergangenen Samstag führte der EV Zug zum 25. Mal den Skateathon in der Trainingshalle in Zug durch. Dabei suchten sich die zahlreichen Skateathleten möglichst viele spendefreudige Unterstützer, welche pro geskatete Runde einen Betrag spenden. Dann gingen die Läufer aufs Eis und fuhren für 10 Minuten im Kreis. Dabei gaben sie alles und drehten bis zu 55 Runden.

Wichtigste Einnahmequelle

Neben allen Mannschaften des EV Zug, von den Piccolos bis zur 1. Mannschaft, gingen auch zahlreiche Angestellte des Vereins und Fanclubs für den Nachwuchs aufs Eis. So erschienen 12 Gruppen von jeweils zehn bis 30 Skateathleten in der Trainingshalle. Marc Muri, welcher als Fan vor Ort war, meinte begeistert: «Ich finde es genial, dass so viele mitmachen! So ist es möglich, mit kleinem Aufwand viel zu erreichen, denn was wäre ein Verein ohne seinen Nachwuchs!»

Durch diese grosse Teilnahme hat sich der Skateathon zur wichtigsten Einnahmequelle der Nachwuchsabteilung des EV Zug entwickelt, und es werden jährlich rund 25 Prozent des Budgets durch ihn gedeckt. Um neben dem Skateathon noch etwas mehr Geld zu sammeln, wurden am selben Abend einmalig erstellte Kunstdrucke des EV Zug in Zusammenarbeit mit Ingo Meckmann Photography auf Ricardo versteigert.

Den Start machten am Samstag die Piccolos, welche Hand in Hand mit den Spielern der ersten Mannschaft ihre Runden drehten. Sie wurden vom Rand aus lautstark angefeuert und bekamen nach den anstrengenden 10 Minuten einen verdienten Applaus. Bernadette Arnold, welche ihren Enkel vom Rand aus stolz anfeuerte, erzählte: «Er wollte unbedingt, dass ich komme, und hat sich unglaublich gefreut, dass er zusammen mit der ersten Mannschaft auf dem Eis stehen kann.»

Doch auch die späteren Läufergruppen waren stolz, dass sie mithelfen konnten. So erklärte Mario Suter, welcher zusammen mit den Fans auf dem Eis stand: «Ich bin froh, dass man hier mithelfen kann, und somit die Chance hat, dem Verein etwas zurückzugeben. Ich werde mich jetzt dann gleich auf dem Feld anstrengen und alles geben, damit möglichst viel Geld zusammenkommt.» Und auch Alessio Bertaggia, Spieler der ersten Mannschaft, betonte: «Ich finde, es ist wichtig, Geld zu sammeln, um auch Neue weiterzubringen und Talente zu fördern.» Zwischen den Läufen gab es zwei Autogrammstunden der ersten Mannschaft, in denen man sich noch die Unterschrift von seinem Vorbild holen konnte.

Festliche Stimmung

Um den Skateathon auch für die treuen Fans der Läufer angenehm zu gestalten, wurde für Musik und Barbetrieb gesorgt. Dadurch entstand eine festliche Stimmung: Man tauschte sich mit anderen Eltern aus, traf sich wieder und schloss neue Bekanntschaften. Besucherin Margerite Grass erklärte dazu: «Viele der Eltern sieht man ja auch immer wieder an den Spielen des eigenen Kindes, und hier hat man dann einmal die Gelegenheit, ein wenig zu plaudern und sich besser kennen zu lernen. Das finde ich super.»

So war der Skateathon sowohl für die Nachwuchsabteilung des EV Zug ein grosser Erfolg, erfreute aber auch viele erschöpfte Läufer und stolze Eltern, welche den Abend in der guten Atmosphäre genossen.