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Zug geht die Arbeit nicht aus: 0:3 gegen Lugano

Nach dem Cupsieg zeigt der EV Zug einen lange uninspirierten Auftritt gegen Lugano und verliert mit 0:3. Am Samstag steht bereits das nächste Spiel mit Playoff-Charakter an.
Sven Aregger, Lugano
Luganos Jani Lajunen trifft zum 2:0. Sandro Aeschlimann und Dominik Schlumpf sind geschlagen. (Bild: (Bild: Alessandro Crinari, Lugano, 8. Februar 2019)
Zugs Reto Suri am Boden gegen Luganos Grégory Hofmann. (Bild: Marusca Rezzonico, Lugano, 8. Februar 2019)
Alessio Bertaggia erzielt das Tor zum 1:0 gegen Sandro Aeschlimann. (Bild: Marusca Rezzonico, Lugano, 8. Februar 2019)
Keilerei zwischen Zugs Dario Simion (Fünfter von rechts) und Giovanni Morini. (Bild: (Bild: Alessandro Crinari, Lugano, 8. Februar 2019)
Endstation andro Aeschlimann gegen Lugano-Topskorer Grégory Hofmann. (Bild: Alessandro Crinari, Lugano, 8. Februar 2019)
Zugs Santeri Alatalo (rechts) gegen Luganos Giovanni Morini. (Bild: Marusca Rezzonico, Lugano, 8. Februar 2019)
Kein Durchkommen für Raphael Diaz (links) gegen Lugano-Torhüter Elvis Merzlikins. (Bild: Alessandro Crinari, Lugano, 8. Februar 2019)
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HC Lugano - EV Zug 3:0

Für den EV Zug kehrte nach dem Cupsieg wieder der Alltag ein. In den verbleibenden Qualifikationsspielen will er sich das Rüstzeug für die Playoffs holen. Rein sportlich geht es für die Zuger in der Qualifikation nicht mehr um viel, die Frage ist nur noch, ob sie Erster oder Zweiter werden. Ganz anders ist die Situation bei Lugano, die zu Saisonbeginn hochgehandelten Tessiner müssen am Strich um jeden Punkt kämpfen. Für den EVZ war dieses Spiel –wie schon vor Wochenfrist in Ambri – ein guter Gradmesser, was ihn in den Playoffs erwarten dürfte: Intensität, Laufbereitschaft, Zweikampfstärke.

Was für Lugano auf dem Spiel steht, verdeutlichte der enthusiastische Speaker jeweils vor Drittelsbeginn. «Steht alle auf, wir brauchen eure Energie», forderte er die Fans auf. Dabei sind die Tifosi dafür bekannt, dass sie die Dezibel regelmässig in beachtliche Höhe schnellen lassen. Als Stürmer Alessio Bertaggia im zweiten Abschnitt zur Führung traf, war der Jubel gross. Bertaggia profitierte davon, dass der EVZ-Center David McInyre in der neutralen Zone die Scheibe vertändelte. Es war an diesem Abend nicht die einzige unglückliche Aktion des Kanadiers. Und sie passte zum lange kraftlosen Zuger Auftritt. «Wir haben zu Beginn nur zugeschaut, waren nicht fokussiert und kamen immer einen Schritt zu spät», monierte EVZ-Trainer Dan Tangnes.

Verlängert Kraftpaket Everberg in Zug?

Es wirkte bisweilen so, als hätten die Zentralschweizer die Cup-Feierlichkeiten noch in den Knochen. Mit Fortdauer der Partie bäumten sie sich zwar auf, aber gegen ein bissiges Lugano liessen sie die letzte Konsequenz vermissen. Und so kam es, wie es kommen musste: Jani Lajunen bestrafte in der 57. Minute einen Scheibenverlust in der Zuger Abwehr mit dem vorentscheidenden 2:0. Tangnes bilanzierte: «In den letzten 40 Minuten habe ich ein besseres Zug gesehen, aber insgesamt hat die Konstanz gefehlt.»

Einer der wenigen Aktivposten war Dennis Everberg. Der Vertrag des robusten Schweden läuft am Saisonende aus. Sowohl Everberg als auch die Klubführung bekunden das Interesse, die Zusammenarbeit fortzuführen. Aber eine definitive Lösung liegt noch nicht vor. In Lugano bildete Everberg gemeinsam mit dem von einer Sperre zurückgekehrten Garrett Roe und mit Brian Flynn eine reine Ausländer-Linie. Aber auch sie konnte den Unterschied nicht machen. Für den EV Zug folgt am Samstag das nächste Spiel mit Playoff-Charakter, er empfängt die ZSC Lions. Die Zürcher sind wie Lugano bisher vieles schuldig geblieben, auch der neue Trainer Arno Del Curto konnte die stark besetzte Mannschaft noch nicht nachhaltig stabilisieren. Ein Sieg gegen den amtierenden Meister würde dem Zuger Selbstvertrauen nicht schaden: Der ZSC ist das einzige Team, gegen das der EVZ noch nie gewinnen konnte. «Wir spielen gegen Teams, die ums Überleben kämpfen», sagte Tangnes. «Wir müssen mit der gleichen Haltung auftreten.» Zug geht die Arbeit nach dem Cupsieg also nicht aus.

Lugano - Zug 3:0 (0:0, 1:0, 2:0)

6147 Zuschauer. - SR Stricker/Fonselius, Castelli/Fuchs. - Tore: 30. Bertaggia (Klasen, Jörg) 1:0. 57. Lajunen 2:0. 58. Lapierre 3:0 (ins leere Tor). - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Lugano, 5mal 2 plus 10 Minuten (Schlumpf) gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Hofmann; Martschini.

Lugano: Merzlikins; Chorney, Loeffel; Ulmer, Vauclair; Elia, Chiesa; Jecker; Klasen, Lajunen, Bürgler; Hofmann, Lapierre, Fazzini; Bertaggia, Morini, Jörg; Ronchetti, Romanenghi, Haussener.

Zug: Aeschlimann; Schlumpf, Alatalo; Diaz, Morant; Zgraggen, Stadler; Thiry; Flynn, Roe, Everberg; Simion, McIntyre, Martschini; Lammer, Albrecht, Suri; Leuenberger, Senteler, Zehnder; Schnyder.

Bemerkungen: Lugano ohne Cunti, Reuille, Sannitz, Vedova, Walker und Wellinger (alle verletzt) sowie Haapala (überzähliger Ausländer), Zug ohne Klingberg, Zryd, Stephan, Volejnicek (alle verletzt), Widerström (überzähliger Ausländer). - Pfosten: 4. Roe. - 58. Timeout Zug, von 56:57 bis 57:35 ohne Goalie.

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