Der EV Zug schafft sich mit dem 4:2 gegen Neman Grodno eine gute Ausgangslage

Der EVZ trifft gegen Neman Grodno viermal nur die Torumrandung und muss weitgehend ohne Spielmacher Garrett Roe auskommen. Dennoch hält er sich in der Champions League bisher schadlos.

Sven Aregger
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Dominic Lammer (links) trifft auch in Grodno (Bild: Urs Flüeler / Keystone (Zug, 31. August 2017))

Dominic Lammer (links) trifft auch in Grodno (Bild: Urs Flüeler / Keystone (Zug, 31. August 2017))

Neman Grodno ist bekannt für seine Heimstärke, der weissrussische Meister verlor in der vergangenen Saison nur ein Spiel vor eigenem Anhang in der Champions League. Gegner damals: der EV Zug. Und genau dieser EVZ bescherte Grodno nun auch die erste Heimniederlage in der neuen Kampagne.

Matchwinner war Reto Suri, der Flügel erzielte zwei Minuten vor Schluss den siegbringenden Treffer zum 3:2. Der 29-Jährige, der in den letzten Saisons von Trainer Harold Kreis in ein defensive Korsett gezwängt wurde und im Sommer vor dem Absprung nach Lugano stand, will sich unter dem neuen Headcoach Dan Tangnes neu beweisen. Er hatte bereits am Freitag beim 5:3-Sieg zum Champions-League-Auftakt in Berlin getroffen. «Die Tore werden ihm Selbstvertrauen geben», sagte Sportchef Reto Kläy.

Aktives Coaching von Tangnes

Mit dem Punktemaximum aus zwei Spielen hat sich Zug eine gute Ausgangslage geschaffen für die Heimauftritte am Freitag (19.45 Uhr) gegen die Eisbären Berlin und am Samstag (17 Uhr) gegen Grodno. Damit ist auch der Einstand von Tangnes geglückt. Die zwei ersten Pflichtspiele haben gezeigt, dass er ein aktives Coaching betreibt. Immer wieder gab er seinen Spielern an der Bande taktische Anweisungen und motivierende Worte mit aufs Eis. «Er nimmt Einfluss, das ist wichtig», lobte Kläy die Kommunikation des Headcoaches.

Die Zuger waren durch Lino Martschini und Dominic Lammer zweimal in Führung gegangen, aber die hartnäckigen Weissrussen kämpften sich jeweils zurück. Dabei hätte der EV Zug das Spiel schon früher zu seinen Gunsten drehen können, aber er beklagte auch Pech im Abschluss. In zweiten Drittel trafen vier Zuger nur die Torumrandung. «Wir hatten das Spiel weitgehend im Griff und am Ende verdient gewonnen», resümierte Kläy.

Weniger Freude bereitete dem Sportchef, dass sein Team bereits ab der 4. Minute auf Spielmacher Garrett Roe verzichten musste. Der Amerikaner erhielt eine Spieldauerdisziplinarstrafe, weil die Schiedsrichter einen Zusammenstoss mit Grodnos Pitule als Check gegen den Kopf taxierten. Kläy konnte den Entscheid nicht nachvollziehen. «Aus meiner Sicht war es ein harter, aber fairer Check.» (ars)

Gruppe D: Neman Grodno – Zug 2:4. Eisbären Berlin – Kometa Brünn 2:3. – Rangliste: 1. Zug 6. 2 Neman Grodno 3. 3. Kometa Brünn 3. 4. Eisbären Berlin 0. – Die nächsten Zuger Spiele. Freitag, 19.45: Zug – Eisbären Berlin. – Samstag, 17.00: Zug – Neman Grodno.

Gruppe A: ZSC Lions – Frölunda Indians 3:2 n.P. Vienna Capitals – Aalborg Pirates 2:3 n.V. – Rangliste (je 2 Spiele): 1. ZSC Lions 4. 2. Frölunda Indians 4. 3. Aalborg Pirates 3. 4. Vienna Capitals 1.

Gruppe G: Cardiff Devils – Bern 2:3 n.V. Växjö Lakers – Salzburg 5:2. – Rangliste (je 2 Spiele): 1. Bern 5. 2. Växjö Lakers 3. 3. Salzburg. 4. Cardiff Devils 1.

Neman Grodno – Zug 2:4 (0:0, 0:1, 2:3)

2513 Zuschauer. – SR Kaukokari/Naliwaiko (FIN/BLR), Slesow/Jalascheuski (BLR).

Tore: 39. Martschini (Diaz) 0:1. 44. Maljawko 1:1. 46. Lammer (Zehnder, Zryd) 1:2. 50. Smurow (Korschunow/Ausschluss Zehnder) 2:2. 58. Suri (Klingberg, Albrecht) 2:3. 60. McIntyre (Alatalo) 2:4 (ins leere Tor).

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Neman Grodno, 3mal 2 plus 5 Minuten (Roe) plus Spieldauer (Roe) gegen Zug.

Zug: Stephan; Thiry, Alatalo; Stadler, Diaz; Zgraggen, Zryd; Oejdemark; Stalberg, Roe, Lamnmer; Simion, McIntyre, Martschini, Suri, Albrecht, Klingberg; Zehner, Senteler, Schnyder;

Der EVZ bestraft den Berliner Disziplinmangel

Startsieg in der Champions League: Der EV Zug liegt gegen die Eisbären Berlin mit zwei Toren zurück, dreht aber die Partie dank drei Powerplay-Treffern. Sportchef Reto Kläy lobt die Moral der Mannschaft.