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Der EV Zug überzeugt auf der ganzen Linie

Der EVZ unterstrich im zweiten Heimspiel der Halbfinalserie gegen Lausanne mit einem 5:0-Sieg eindrücklich die Meisterambitionen. In dieser Verfassung sind die Zentralschweizer nur schwer zu bezwingen.
Sascha Fey
Ovationen für einen starken Auftritt: Johan Morant wird vom EVZ-Anhang gefeiert. (Bild: Daniela Frutiger/Freshfocus (Zug, 30. März 2019))

Ovationen für einen starken Auftritt: Johan Morant wird vom EVZ-Anhang gefeiert. (Bild: Daniela Frutiger/Freshfocus (Zug, 30. März 2019))

Am Ende erhoben sich die Zuschauer und feierten die Spieler für einen mehr als überzeugenden Auftritt. Den Zugern gelang in der mit 7200 Zuschauern ausverkauften Arena eine eindrückliche Reaktion auf die erste Niederlage in den laufenden Playoffs am Donnerstag (4:5 n.V.). Vor allem das Powerplay funktionierte mit drei Toren hervorragend. «Es war sicher eines der besseren Spiele von uns», sagte Lino Martschini, der das wichtige 1:0 (6.) und zwei Assists zum Sieg beisteuerte. Der überragende Amerikaner Garrett Roe hatte gar bei vier Toren den Stock im Spiel.

Die Zentralschweizer zeigten eine Leistung, welche die Fans berechtigterweise vom zweiten Meistertitel nach 1998 träumen lässt. Ein Sinnbild für die Fortschritte in dieser Saison ist Santeri Alatalo. Der finnische Verteidiger mit Schweizer Lizenz ist so produktiv wie noch nie. Nach den 23 Punkten in der Qualifikation (neun Tore) skort er auch in der entscheidenden Meisterschaftsphase munter weiter. Mit acht Assists ist er hinter Roe (11 Punkte) und Martschini (10) der drittbeste Skorer der Zuger. Am Samstag war er an den ersten beiden Toren im ersten Drittel beteiligt, welche die Partie aus Sicht der Zuger in die richtigen Bahnen lenkte.

Das moderne System von Tangnes

Bescheiden wie Alatalo ist, gab er die Lorbeeren weiter: «Wir haben ein gutes Powerplay. Ich kann den Puck zu Martschini und Roe spielen, die dann das Tor machen. Davon profitiere ich. Ausserdem stimmt im Moment das Selbstvertrauen. Wir spielen als Team sehr gut. Das hilft.» Im Weiteren führt er die Fortschritte auf das «sehr harte» Training zurück. Unter dem Norweger Dan Tangnes, der seit dieser Saison an der Bande steht, ist die Mentalität, jeden Tag besser werden zu können, noch ausgeprägter. «Davon profitiere ich und die ganze die Mannschaft», erklärte Alatalo.

Für Tangnes passt Alatalo perfekt in dessen modernes System, das darauf ausgerichtet ist, das Spiel zu diktieren. «Er ist ein guter Schlittschuhläufer, bewegt den Puck gut, bringt ihn gut aus der defensiven Zone. Er muss nicht sehr physisch spielen, da er normalweise richtig positioniert ist.» Sehr zufrieden war Tangnes auch mit der Darbietung seiner Mannschaft. «Wenn wir mit Tempo durch die neutrale Zone kommen, dann haben wir die Chance, im Forechecking gut organisiert zu sein. Das gelang uns heute. Wir gaben Lausanne nicht viele Gelegenheiten für kontrollierte Auslösungen.» In die gleiche Richtung äusserte sich Alatalo: «Wir spielten hart, waren dort, wo es wehtut, machten die Checks fertig. Wir arbeiteten sehr gut.»

Nun gilt es am Dienstag, an diese Leistung anzuknüpfen. Ohnehin sollten die Zuger über grössere Kraftreserven verfügen als Lausanne, das im Viertelfinal gegen die SCL Tigers sieben Begegnungen fürs Weiterkommen benötigte. Trotz des 5:0 sieht Martschini noch Raum zur Steigerung. «Es gibt sicher Details, die wir noch verbessern können. Vor allem müssen wir gut regenerieren, damit wir im nächsten Spiel mit der gleichen Energie antreten können.» Dann sollte dem ersten Break in dieser Serie nichts im Weg stehen, auch wenn Lausanne vor den enthusiastischen Fans ein anderes Gesicht zeigen dürfte.

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Das sagen Reto Suri und Lino Martschini nach dem 5:0-Sieg gegen Lausanne

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