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EV Zug demütigt Rekordmeister Davos

Der EV Zug verschärft die Davoser Krise: Er fertigt die total verunsicherten Bündner gleich mit 8:1 ab. Center Sven Senteler glänzt mit einem Doppelpack, er würde seinen Vertrag in Zug gerne verlängern.
Sven Aregger, Davos
Sven Senteler schiesst das 3:1 – die Statisten heissen Anders Lindbäck (Goalie) und Felicien Du Bois. (Bild: Eddy Risch/Keystone (Davos, 2. November 2018))

Sven Senteler schiesst das 3:1 – die Statisten heissen Anders Lindbäck (Goalie) und Felicien Du Bois. (Bild: Eddy Risch/Keystone (Davos, 2. November 2018))

Der HC Davos ist das Sorgenkind der Liga. Es vergeht kaum ein Tag, an dem die Medien nicht über den Zustand des Traditionsklubs berichten. Das Urteil fällt – sagen wir – meist wenig schmeichelhaft aus. Und mittlerweile ist selbst Trainerlegende Arno Del Curto nicht mehr unantastbar. Die Partie am Dienstag gegen Schlusslicht Rapperswil-Jona Lakers hatte bereits den Charakter eines Schicksalsspiels. Die Bündner gewannen im Penaltyschiessen und verschafften sich etwas Luft. Aber die Spieler reagierten zurückhaltend, sie wollten den Sieg nicht als Wende sehen. Und sie sollten recht behalten. Denn bereits am Freitagabend gegen Zug gab es den nächsten herben Rückschlag, das 1:8 bedeutete die elfte Niederlage im 15. Spiel. Der stolze Rekordmeister ist gegenwärtig nur noch ein Schatten seiner selbst. Zehn Punkte beträgt derzeit der Rückstand auf einen Playoff-Rang.

Nach 31 Minuten lagen die Davoser schon hoffnungslos mit 1:6 zurück, es ging nur noch darum, den Schaden in Grenzen zu halten. Gerade in der Defensive präsentierten sie sich ausser Rand und Band. Ein Beispiel: Vor dem 2:1 konnten sich der Ex-Davoser Dario Simion und Yannick-Lennart Albrecht ungehindert durch die Bündner Abwehr kombinieren. Und auch Anders Lindbäck war nicht der benötigte starke Rückhalt, mindestens beim ersten und beim vierten Gegentor machte der Torhüter eine schlechte Figur. 61 Gegentreffer haben die Bündner bisher kassiert, es ist der mit Abstand schlechteste Wert der Liga.

Senteler fühlt sich wohl auf der Center-Position

Der EV Zug hingegen kehrte nach der Heimniederlage am Dienstag gegen Fribourg-Gottéron auf die Erfolgsspur zurück, auch wenn der Start in die Partie kaum ungünstiger hätte verlaufen können. Nach 16 Sekunden ging Davos in Führung, weil sich der Zuger Goalie Sandro Aeschlimann in seinem zweiten Meisterschaftsspiel der Saison hinter dem Tor einen Fehlpass leistete. Der Lapsus war letztlich eine Randnotiz in einer Begegnung auf bescheidenem Niveau. Doch die Zentralschweizer, bei denen der Schwede Pontus Widerström schon zu Beginn des zweiten Drittels verletzt ausfiel, nutzten die Schwächen des Gegners eiskalt aus. «Wir erlebten einen unglücklichen Start, aber danach steigerten wir uns und hatten auch das nötige Scheibenglück», bilanzierte Stürmer Sven Senteler.

Mit dem dritten und vierten Zuger Treffer trug Senteler dazu bei, dass der EVZ frühzeitig auf die Siegesstrasse fand. Der Center, der im vergangenen Winter äusserst diskret geblieben war, sammelt fleissig Argumente für einen neuen Vertrag. «Ich würde gerne in Zug bleiben», sagte er. Unter Trainer Dan Tangnes hat der 26-jährige Zürcher neues Selbstvertrauen getankt. Seine Erklärung: «In den letzten zwei Saisons wurde ich hauptsächlich auf dem Flügel eingesetzt. Jetzt kann ich wieder auf der Center-Position agieren, wo ich mich sehr wohl fühle.»

Und Viktor Stalberg? Der schwedische Stürmer ist ja auf Abschiedstour, er wechselt in die KHL und bestreitet an diesem Wochenende seine letzten Spiele für den EVZ. Nach seiner dürftigen Leistung gegen Gottéron gelobte er Besserung. In Davos trat er präsenter auf. Als Lohn konnte er sich drei Assists gutschreiben lassen.

Davos - Zug: So lief das Spiel

Davos - Zug 1:8 (1:3, 0:3, 0:2)

3847 Zuschauer. - SR Lemelin/Schukies, Duarte/Fuchs. - Tore: 1. (0:16) Dino Wieser (Marc Wieser) 1:0. 2. (1:53) Schnyder (Widerström, Stadler) 1:1. 17. Simion (Albrecht, Alatalo) 1:2. 18. Senteler (Klingberg, Stalberg) 1:3. 25. Senteler (Stalberg, Klingberg) 1:4. 28. Martschini (Suri) 1:5. 31. Diaz (Martschini, Stalberg/Ausschluss Dino Wieser) 1:6. 51. (50:11) Suri 1:7. 52. (51:05) Alatalo (Schnyder, Haberstich) 1:8. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Davos, 4mal 2 plus 10 Minuten (Thiry) gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Pestoni; Martschini.

Davos: Lindbäck; Nygren, Du Bois; Paschoud, Stoop; Heldner, Jung; Barandun; Marc Wieser, Ambühl, Dino Wieser; Rödin, Corvi, Hischier; Pestoni, Bader, Prince; Kessler, Marc Aeschlimann, Meyer; Egli.

Zug: Sandro Aeschlimann; Schlumpf, Zgraggen; Diaz, Stadler; Thiry, Alatalo; Lammer, Albrecht, Simion; Klingberg, Senteler, Stalberg; Martschini, Zehnder, Suri; Schnyder, Leuenberger, Widerström; Haberstich.

Bemerkungen: Davos ohne Lindgren (überzähliger Ausländer) und Sandell. Zug ohne McIntyre, Roe, Zryd und Morant (alle verletzt). - Pfostenschüsse: 2. Zgraggen, 23. Bader, 58. Martschini. - Stoop (14.), Widerström im zweiten und Thiry im letzten Drittel verletzt ausgeschieden. - Timeouts: Zug (24.); Davos (28.).

5:1 für Zug: Lino Martschini (zweiter von links) und Yannick Zehnder (rechts) jubeln. (Bild: Eddy Risch / Keystone (Davos, 2. November 2018))
Zugs Sven Senteler (rechts) trifft zum 3:1. (Bild: Eddy Risch / Keystone (Davos, 2. November 2018))
Wieder ist der Puck im Tor: 4:1 für den EV Zug. (Bild: Eddy Risch / Keystone (Davos, 2. November 2018))
Zugs Dario Simion (zweiter von rechts) trifft zum 2:1. (Bild: Eddy Risch / Keystone (Davos, 2. November 2018))
Angezählt: HCD-Trainer Arno Del Curto (links) und sein Assistent Remo Gross (hinten rechts) mit den Spielern Anton Rodin, Tino Kessler und Inti Pestoni (von links). (Bild: Eddy Risch / Keystone (Davos, 2. November 2018))
Gähnende Leere: Die Stehtribüne in der Arena in Davos. (Bild: Eddy Risch / Keystone (Davos, 2. November 2018))
6 Bilder

Zuger Gala in Davos

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