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Zuger Triumph im Duell der Titanen: EVZ schlägt SCB 3:0

Der EV Zug setzt sich im Spitzenspiel der National League gegen den SC Bern 3:0 durch. Mit diesem Auswärtssieg sind die Zuger wieder auf dem Leaderplatz.
Klaus Zaugg
Bejubelt das vorentscheidende 0:2: Zugs Thomas Thiry. (Bild: Marc Schumacher/freshfocus (Bern, 12.01.2019))
Zug-Torhüter Tobias Stephan wehrt einen Schuss von Berns Eric Blum ab. Bild: Peter Klaunzer / Keystone (Bern, 12. Januar 2019)
Zugs Dario Simion (links) scheitert an SCB-Torhüter Leonardo Genoni. Bild: Peter Klaunzer / Keystone (Bern, 12. Januar 2019)
Es wurde mit harten Bandagen gekämpft - hier Berns Andersson und Zugs Morant. (Bild: Marc Schumacher/freshfocus (Bern, 12.01.2019))
Musst bereits früh unter die Dusche: Tristan Scherwey wird vom Schiedsrichter zurechtgestutzt. (Bild: Marc Schumacher/freshfocus (Bern, 12.01.2019))
Ein Zuger Angriff wird von Berns Torhüter Leonardo Genoni gestoppt. (Bild: Marc Schumacher/freshfocus (Bern, 12.01.2019))
Das Spiel wurde rau geführt, Bandenkämpfe wie dieser waren keine Seltenheit. (Bild: Marc Schumacher/freshfocus (Bern, 12.01.2019))
Zug-Trainer Dan Tangnes gibt seinen Spielern Anweisungen. Bild: Peter Klaunzer / Keystone (Bern, 12. Januar 2019)
Hatte hier noch das Nachsehen, sorgte aber für den dritten Zuger Treffer: Pontus Widerström in der eigenen Zone gegen Eric Blum. (Bild: Marc Schumacher/freshfocus (Bern, 12.01.2019))
Die Berner bissen sich heute an der EVZ-Defensive die Zähne aus. (Bild: Marc Schumacher/freshfocus (Bern, 12.01.2019))
Yannick Zehnder gegen Mark Arcobello. (Marc Schumacher/freshfocus (Bern, 12.01.2019))
Die Zuger bejubeln den Sprung an die Tabellenspitze. (Bild: Marc Schumacher/freshfocus (Bern, 12.01.2019))
Sven Senteler (links) stört Berns Eric Blum. (Bild: Marc Schumacher/freshfocus (Bern, 12.01.2019))
Die Zuger Yannick Zehnder, Reto Suri und Tobias Stephan (von links) schwören sich auf die Partie ein. Bild: Peter Klaunzer / Keystone (Bern, 12. Januar 2019)
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Der EVZ entthront den SCB

Der EV Zug holt in einem der besten Spiele der letzten Jahre mit einem 3:0 in Bern die Tabellenführung zurück. Mit entscheidend: Zugs Tobias Stephan war auf der Torhüterposition besser als Berns Leonardo Genoni.

Die erfreuliche Nachricht zuerst. Es konnten noch alle gesund den Heimweg antreten. Keine Selbstverständlichkeit. Denn dieser Zusammenprall der Liga-Titanen, der beiden besten Teams des Landes, wurde mit einer Intensität geführt, die es eigentlich nur in den Playoffs gibt. Ja, im Rückblick könnte sich diese Partie als der Beginn einer bitteren Rivalität zwischen den beiden Teams erweisen.

In der Neuzeit hat der SC Bern solche Spiele gegen den EV Zug am Ende doch gewonnen. Weil die Berner härter, disziplinierter, geduldiger, besser organisiert und bis zur Arroganz selbstsicherer sind. Oder besser: waren.

Gestern haben die Zuger dem Druck und den Provokationen der «Big Bad Bears» standgehalten, die Ruhe nie verloren und am Ende verdient gewonnen. Sie standen in jeder Beziehung und von der ersten Minute an mit dem Titanen auf Augenhöhe. Keine Selbstverständlichkeit: Die Zuger hatten zwar den Cup-Halbfinal in Bern gewonnen, aber in der Qualifikation zuletzt achtmal in Serie gegen den SCB verloren.

Die Zuger liessen sich nicht einschüchtern

Ein «zu null» in Bern ist der ultimative Beweis für Zugs Tauglichkeit für höhere Aufgaben. Selbst der fürchterliche Check von Tristan Scherwey gegen Garret Roe in der 7. Minute, der dem SCB-Vorkämpfer richtigerweise eine Fünfminutenstrafe plus Restausschluss eintrug (und Sperren nach sich ziehen wird), vermochte die Zuger nicht einzuschüchtern. Der Kanadier überstand den Zusammenstoss unverletzt. Dan Tangnes sagte zwar, es sei nicht das beste Spiel der Saison gewesen. «Aber es ist ein sehr wichtiger Sieg für unser Selbstvertrauen. Es ist ein Unterschied, ob wir hoffen, in Bern gewinnen zu können, oder ob wir wissen, dass wir in Bern gewinnen können.» Der Sieg ist umso wertvoller, weil Zugs Coach bis zum Schluss vier Linien aufs Eis schicken konnte. Im Hinblick auf die Playoffs ist es wichtig, dass die besten Spieler – anders als in Bern – nicht zu stark belastet werden.

Ohne die Leitwölfe Diaz und McIntyre zum Coup

Die Absenzen von zwei Leitwölfen (Raphael Diaz, Dave McIntyre) spielten gestern nie eine Rolle. Die Spielorganisation war so stabil, dass die Ausfälle kompensiert werden konnten. «Es ist ein Sieg der Mannschaft», freute sich Coach Dan Tangnes. «Wir bestehen nicht nur aus Tobias Stephan oder Lino Martschini.» Solche Aussagen machen zwar alle Trainer bei allen passenden und manchmal auch unpassenden Gelegenheiten. Aber ein so eindrücklicher Beweis für diese Theorie wie beim Auswärtssieg in Bern gelingt nur selten. Es mag ja sein, dass es nicht das beste Spiel der Zuger war, wie der Trainer sagte. Aber es war der eindrücklichste, der wertvollste Erfolg dieser Qualifikation.

Keine einzige Unsicherheit von Goalie Stephan

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass die beiden Torhüter zu den besten Spielern der Partie gewählt worden sind. Tobias Stephan war sogar noch ruhiger und noch besser als Leonardo Genoni. Ja, Stephan hat in Bern eine der besten Partien überhaupt für Zug gespielt: keine einzige Unsicherheit. Eine Weltklasseleistung. Aber nächste Saison steht er bekanntlich in Lausanne im Tor, und er wird durch Berns Leonardo Genoni ersetzt. Das Hollywood-Szenario, dass Tobias Stephan zum Abschied für Zug seinen ersten Titel holt und Leonardo Genoni fortan in Zug für immer im Schatten des ruhigen Blockers stehen muss, es ist nach diesem grossen Spiel in Bern wahrscheinlicher geworden.

Quelle: Mysports

Bern - Zug 0:3 (0:0, 0:1, 0:2)

16354 Zuschauer. - SR Lemelin/Tscherrig, Castelli/Fuchs. - Tore: 35. Simion (Martschini, Roe/Ausschluss Boychuk) 0:1. 43. Thiry 0:2. 59. Widerström 0:3 (ins leere Tor). - Strafen: 4mal 2 plus 5 Minuten (Scherwey) plus Spieldauer (Scherwey) gegen Bern, 9mal 2 plus 10 Minuten (Morant) gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Arcobello; Martschini.

Bern: Genoni; Krueger, Blum; Burren, Almquist; Andersson, Beat Gerber; Kamerzin; Rüfenacht, Ebbett, Kämpf; Bieber, Haas, Scherwey; Boychuk, Arcobello, Moser; Grassi, Heim, Alain Berger; Sciaroni.

Zug: Stephan; Schlumpf, Morant; Thiry, Alatalo; Zgraggen, Stadler; Widerström, Albrecht, Suri; Lammer, Roe, Everberg; Martschini, Zehnder, Simion; Leuenberger, Senteler, Schnyder.

Bemerkungen: Bern ohne Mursak und Untersander, Zug ohne McIntyre, Klingberg und Zryd (alle verletzt), Diaz (gesperrt). - Lattenschuss Arcobello (46.) . - Timout Bern (55.) und von 57:30 bis 58:09 ohne Torhüter.

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