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ZUKUNFT: Josh Holden und das finale Kapitel

Der Kanadier Josh Holden war lange Jahre das Aushängeschild im EV Zug. Jetzt kämpft er dagegen, in Vergessenheit zu geraten – und um einen letzten Vertrag.
Josh Holden am Ufer des Zugersees in Oberwil bei Zug. (Bild Stefan Kaiser)

Josh Holden am Ufer des Zugersees in Oberwil bei Zug. (Bild Stefan Kaiser)

Nicola Berger

Es ist ein Montag im August, und Josh Holden steht am Ufer des Zugersees. Er blickt in die Weite, breitet die Arme aus und ergibt sich der Nostalgie. Er sagt: «Zug ist so ein wunderschöner Ort. Ich bin sehr dankbar dafür, hier sein zu dürfen.» Sieben Jahre wirkt der Aggressivleader schon hier; 2008 war er von den SCL Tigers nach Zug gewechselt. Er sagt: «Ich habe mich mit Patrick Lengwiler in Luzern zum Mittagessen getroffen. Wir haben drei Stunden geredet. Danach wusste ich: Das ist der richtige Klub für mich. Wir waren auf einer Wellenlänge.»

Zukunft als Trainer?

Sperren und unbedachte Äusserungen mögen zuletzt an seinem Image gekratzt haben, aber Holden fühlt sich in Zug noch immer wohl, die Region ist für ihn und seine Familie zum Zuhause geworden. Darum würde Holden seinen Vertrag gerne verlängern, ein letztes Mal vielleicht. Der aktuelle Pakt verliert seine Gültigkeit im Sommer 2016 – und bis Ende Dezember muss sich der Mittelstürmer entscheiden, ob er seine Option auf einen zweijährigen Anschlussvertrag als Nachwuchstrainer wahrnimmt. Bis zum Jahresende kann viel passieren, aber die Tendenz geht dahin, dass Holden noch nicht bereit ist, die Aktivkarriere zu beenden. Er sagt: «Ich fühle mich gut und noch immer in der Lage, dem Team zu helfen.»

Weiterhin kein Schweizer Pass

Dieser Einschätzung dürfte kaum jemand widersprechen – nach 537 Skorerpunkten in 524 NLA-Partien. Aber Holden wird im Januar 38 Jahre alt, und die Frage ist, wie lange er sich noch auf dem derzeitigen Level bewegen und die Ausländerlizenz rechtfertigen kann. Im EVZ hatten sie lange gehofft, die knifflige ­Angelegenheit elegant lösen zu können. Das wäre dann möglich gewesen, wenn Holden den Schweizer Pass erhalten und das Ausländerkontingent nicht mehr belastet hätte. Das Szenario ist in weite Ferne gerückt, vor 2017 dürfte Holden nicht in den Besitz des begehrten Papiers kommen.

Darum bleibt Holden keine ­andere Option, als sich auf dem Eis für ein weiteres Engagement aufzudrängen. Er sagt: «Ich weiss, dass ich in meinem Alter in der Planung nicht erste Priorität haben werde. Ich will mein bestes Eishockey spielen, dann ergibt sich der Rest von alleine.»

Holden fehlt ein Meistertitel

Holden strahlt in diesem Sommer wieder jene Entschlossenheit aus, die ihn zu einem aussergewöhnlichen Spieler gemacht hat – und die ihm zuletzt, so schien es jedenfalls, abhanden gekommen war. Wenn man ihn fragt, wie er sein Vermächtnis sehe, nach acht Jahren im EVZ, entgegnet er: «Diese Geschichte ist noch nicht zu Ende.»

Holden will mithelfen, das letzte Kapitel zu schreiben, es würde heissen: «Der Meistertitel». Mit dieser verheissungsvollen Vision hat der damalige Sportchef und heutige CEO Patrick Lengwiler seinen Wunschspieler vom Wechsel überzeugen können, beim Gespräch in Luzern. 18 Jahre wartet der EVZ bereits auf einen Titel, Holden sogar schon seine ganze Karriere lang. Er sagt, er habe das Warten satt. Die Zukunft, sie sei jetzt.

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