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«Zusätzliche Energie» für Daddy McIntyre

Sven Aregger

EV Zug Als der EV Zug am Dienstag gegen die ZSC Lions spielte, war David McIntyre eben erst nach Hause gekommen. Die Geburt seines zweiten Kindes verzögerte sich, und der Arzt riet ihm, sich daheim etwas zu erholen. So sah McIntyre den Zuger 3:2-Sieg am TV, legte sich danach kurz hin und kehrte in der Nacht ins Spital zurück. Um 5.30 Uhr brachte seine Frau Carly einen gesunden Jungen zur Welt. Dawson heisst er. Und die Familie McIntyre, zu der auch die fast 2-jährige Tochter Aurora gehört, ist überglücklich. «Die Kinder zaubern einem jeden Tag ein Lächeln ins Gesicht», sagt Daddy McIntyre. «Ich wollte immer früh Vater werden, so dass sich meine Kids noch an meine Hockey-Karriere erinnern.» Der Kanadier lebt mit seiner Familie in Baar. Die McIntyres geniessen das Leben in der Schweiz. «Hier ist ein guter Ort, um Kinder aufzuziehen», sagt der 30-jährige Center, der einen Uni-Abschluss in Erziehungs- und Verhaltenswissenschaften hat. Wie wohl er sich fühlt, bewies er im Frühherbst mit seiner vorzeitigen Vertragsverlängerung um zwei Jahre.

In seiner ersten Saison im EVZ war er mit 66 Skorerpunkten eines der Zugpferde auf dem Weg in den Playoff-Final. McIntyre ist ein Two-Way-Stürmer, wie man solche Spielertypen in Nordamerika nennt. Er verrichtet sowohl in der offensiven als auch in der defensiven Zone zuverlässig seine Arbeit. Der vorbildliche Kämpfer gehört zu den Leadern in der Mannschaft, was er so erklärt: «Ich bin nicht derjenige, der in der Garderobe ständig spricht, sonst hören die Mitspieler plötzlich nicht mehr zu. Aber wenn ich etwas zu sagen habe, dann sage ich es. Vor allem versuche ich, auf dem Eis ein Anführer zu sein.» Nachdem er Anfang Saison auch wegen einer Verletzung nur langsam in Schwung kam, ist er nun auf bestem Weg zurück zu alter Stärke. Das liegt auch an der guten Chemie in der neuen Linie mit dem Schweden Carl Klingberg und Reto Suri. «Wir brauchten einige Spiele, um den Rhythmus zu finden. Aber wir wollen jeden Tag besser werden», sagt McIntyre.

Olympische Spiele sind das grosse Ziel

Mit Meister SC Bern wartet heute in der Bossard-Arena ein echter Härtetest auf den EVZ. «Die Spiele gegen starke Teams machen uns am meisten Spass», sagt Trainer Harold Kreis. «Wie in Zürich wollen wir auch gegen Bern mit viel Selbstvertrauen, engagiert und kompakt antreten.» McIntyre freut sich ebenfalls auf die «Challenge», in der die Zuger womöglich wieder auf die Dienste des längere Zeit verletzten Verteidigers Timo Helbling zählen können. McIntyre sagt: «In den letzten Spielen hatte ich immer im Hinterkopf, dass jederzeit das Baby kommen könnte. Jetzt ist es da. Das gibt mir zusätzliche Energie.»

Diese Kraft kann er auch über die Weihnachtstage gut gebrauchen. Mit dem Team Canada spielt er am Spengler Cup. Er will die Bühne nutzen, um sich für die Olympischen Spiele in Südkorea aufzudrängen. Die Chancen stehen nicht schlecht, zumal die NHL-Stars bekanntlich nicht dabei sein werden. «Olympia ist ein Traum und ein grosses Ziel von mir. Es ist eine Ehre, für sein Land spielen zu dürfen», sagt David McIntyre. Unter Druck setzt er sich aber nicht: «Ich muss einfach mein Spiel spielen und Spass haben.»

Sven Aregger

sven.aregger@luzernerzeitung.ch

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