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Die ehemaligen FCL-Profis Hyka und Affolter erleben ein Seuchenjahr in den USA

Als Tabellenletzter beendeten die San Jose Earthquakes die amerikanische Major League Soccer. Für die beiden ehemaligen FCL-Spieler Jahmir Hyka und François Affolter war es eine enttäuschende Saison. Sie kamen nur auf wenige Einsätze und mussten fast tatenlos zusehen, wie der Club abstürzte.
Marc Wälti, San José
Jahmir Hyka (vorne) im Spiel gegen FC Dallas. Die Partie gewannen Hykas San José Earthquakes mit 4,3, der Ex-FCL-Profi wurde in der 87. Minute ausgewechselt. (Bild: John Todd/Imago (San José, 29. August 2018))

Jahmir Hyka (vorne) im Spiel gegen FC Dallas. Die Partie gewannen Hykas San José Earthquakes mit 4,3, der Ex-FCL-Profi wurde in der 87. Minute ausgewechselt. (Bild: John Todd/Imago (San José, 29. August 2018))

Die Sonne über dem Trainingsgelände lacht, das Thermometer zeigt auch Ende Oktober noch sommerliche 26 Grad an. Zum Lachen ist es an diesem letzten Trainingstag der Earthquakes allerdings niemandem zumute. Viel mehr spürt man die Erleichterung, dass die Saison bald zu Ende ist. Nach der letztjährigen Qualifikation für die Play-Offs und der Anstellung eines neuen Trainers waren die Erwartungen gross. Herausgekommen ist das schlechteste Ergebnis der Vereinsgeschichte: Tabellenletzter der Western Conference und punktemässig das schlechteste Team der Liga.

Nach einem viel versprechenden Start haben sich Jahmir Hyka (30) und François Affolter (27) ihr zweites Jahr bei den San José Earthquakes anders vorgestellt. Während Affolter nur gerade neun von 34 Spielen bestritt und teilweise gar nicht im Aufgebot figurierte, kam Hyka immerhin auf 19 Einsätze. Doch im Vergleich zum vergangenen Jahr, als er 30-mal spielte, ist dies für ihn kein befriedigender Wert. «Der neue Trainer setzte anfangs nicht auf mich, und als ich dann wieder spielte, verletzte ich mich am Sprunggelenk. Es war ein ständiges Auf und Ab», erklärt Hyka. Zum Saisonende musste er sich nach einer Gesichtsverletzung auch noch operieren lassen und verpasste zudem ein Aufgebot der Albanischen Nationalmannschaft.

Gegen die Colorado Rapids spielte François Affolter (blaues Dress) durch. Die Partie endete 0:0. (Bild: Maciek Gudrymowicz/freshfocus (San José, 21. Oktober 2018))

Gegen die Colorado Rapids spielte François Affolter (blaues Dress) durch. Die Partie endete 0:0. (Bild: Maciek Gudrymowicz/freshfocus (San José, 21. Oktober 2018))

Europäisches System gescheitert

Verletzungsfrei blieb hingegen Affolter, wieso er aber nur so wenig Spielzeit erhielt, weiss er nicht: «Ich denke, der Trainer setzte mehr auf robuste Verteidiger, die mit körperbetontem Spiel agieren. Das ist sicher nicht meine primäre Stärke, obwohl ich bewiesen habe, dass ich mich auf die besonderen Verhältnisse in dieser Liga einstellen kann.» Immerhin konnte der Bieler noch die beiden letzten Spiele bestreiten und die Saison mit guten Noten beenden.

Mit der Verpflichtung des schwedischen Trainers Mikael Starhe wollten die San José Earthquakes die angestrebte Philosophie nach europäischem Vorbild vorantreiben. In einer Liga, die mehr vom Physischen als von der Taktik geprägt ist und ausländische Trainer eher die Ausnahme sind, ist dies allerdings kein einfaches Unterfangen. Allein dem Trainer will Jahmir Hyka die Schuld aber nicht zuschieben: «Auch wir Spieler haben unsere Leistung nicht gebracht. Und wir hatten eigentlich eine gute Mannschaft beisammen.»

Etwas kritischer sieht es François Affolter: «Der Trainer schaffte es nicht, eine gute Atmosphäre zu kreieren. Er setzte auf 14, 15 Spieler, was für die Überzähligen wie mich nicht sehr motivierend war.» Sechs Runden vor Schluss musste der Trainer schliesslich gehen, nun kommt mit Matias Almeyda (44) neu ein südamerikanisches Element.

Hoffnung auf neue Spielweise

Vom 35-fachen ehemaligen argentinischen Nationalspieler ist bekannt, dass er Wert auf Ballbesitz legt und spielerische Akzente setzen will. Dieser Umstand könnte für Hyka und Affolter sprechen. Affolter, dessen Vertrag noch ein Jahr läuft und der sich in San José wohl fühlt, will nächstes Jahr wieder mehr spielen. Noch offen ist die Zukunft von Hyka, der eine Option für ein weiteres Jahr hat. Gerne würde er bleiben, allerdings nur wenn sich die Spielweise ändert und die Aussicht auf mehr Einsätze besteht.

Die Schweizer in der MLS

Durchzogen fällt die Bilanz der anderen Schweizer in der MLS aus. Auf Meisterkurs ist Stefan Frei, der seit fünf Jahren Stammtorhüter der Seattle Sounders ist. Reto Ziegler kam in seiner ersten Saison für den FC Dallas auf beachtliche 29 Spiele und erreichte die erste Play-Off-Runde. Frühzeitig zu Ende war die Saison hingegen für Scott Sutter (Orlando City, 18 Einsätze), den ehemaligen FCL-Spieler Jérôme Thiesson (Minnesota United FC, 14 Einsätze) und Philippe Senderos (Houston Dynamo, 8 Einsätze).

Für Schlagzeilen sorgte mit dem Venezolaner Josef Martinez (Atlanta United) auch ein Spieler mit einer Schweizvergangenheit. Der ehemalige Spieler von YB und Thun wurde mit 31 Toren Torschützenkönig. Noch nie traf ein Spieler in der Regular Season öfter. (mwä)

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