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Fast den Gesamtsieg geholt: Seeclub Luzern an den Schweizer Meisterschaften knapp geschlagen

An den Schweizer Meisterschaften der Ruderer verpasst der Seeclub Luzern den Gesamtsieg, der See-Club Zug wird Dritter.
Raphael Gutzwiller
Voller Einsatz, dennoch reicht es nur zum zweiten Rang: der Frauen-Achter des Seeclubs Luzern. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 7. Juli 2019))

Voller Einsatz, dennoch reicht es nur zum zweiten Rang: der Frauen-Achter des Seeclubs Luzern. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 7. Juli 2019))

Die Schweizer Meisterschaften auf dem Rotsee gelten als jährliches Kräftemessen der besten Ruderer – vor allem aber auch als Kräftemessen der verschiedenen Vereine. Es geht um nichts weniger als um den Titel für den besten Verein des Landes.

Ein Titel, den der Seeclub Luzern heuer erstmals seit 2016 wieder holen wollte. Nach einem guten Start am Freitag und Samstag kämpfte er am Sonntag mit Titelverteidiger See-Club Zug um den prestigeträchtigen Titel. Im Lager der Luzerner wurde gerechnet und gehofft. Als man am Sonntagnachmittag bessere Resultate einfuhr als die Zuger Konkurrenz, fühlte man sich schon fast als Sieger.

Lachende Dritte holt sich den Titel

Doch auch dank eines phänomenalen Sieges im Männer-Achter holte sich überraschend der lachende Dritte den Titel: die Grasshoppers aus Zürich. Luzern wurde schliesslich Zweiter, Zug Dritter.
Damit blieb der Titel erstmals seit 2014 nicht mehr in die Innerschweiz. 2015 und 2016 hatte Luzern, 2017 und 2018 Zug gewonnen.

«Wir sind darüber schon recht enttäuscht», meinte Salome Ulrich kurz nach dem Achter-Rennen der Frauen. Ein Rennen, das sinnbildlich für den Ausgang der Gesamtwertung stand. Zwar ruderten die acht Luzernerinnen gut, überraschend wurden sie aber vom Club Aviron Vésenaz geschlagen. Ein Team, das so niemand auf der Rechnung hatte.

Genauso überraschend also, wie der SCL in der Gesamtwertung kurz vor der Ziellinie noch von GC überholt wurde. Ulrich fand:

«Mich nervt es doppelt, weil mit GC ein reiner Männerverein die Wertung gewonnen hat.»

Kollegin Fabienne Schweizer fügte an:

«Dieser Titel wäre schön gewesen. Er ist vor allem für den Zusammenhalt im Verein sehr wichtig.»

Gesamthaft könne man beim Seeclub Luzern mit dem Wochenende aber zufrieden sein, fanden Schweizer und Ulrich. Nicht nur der Verein, auch die zwei Ruderinnen selber haben an den Schweizer Meisterschaften überzeugend gerudert. Gemeinsames Gold im Vierer ohne Steuerfrau, Schweizer zudem auch noch im Doppelvierer. Ulrich wurde gemeinsam mit Julia Ruckli Dritte im Zweier ohne.

Auch wegen solch guter Leistungen zeigte sich Moritz Rogger, Präsident des Seeclubs Luzern, zufrieden.

«Für uns als einer der grössten Rudervereine der Schweiz ist es vor allem das Ziel, unter den besten drei zu sein. Das haben wir in diesem Jahr souverän geschafft. Natürlich wurmt es uns ein bisschen, dass am Ende so wenig fehlte, aber wir können mit dem Geleisteten zufrieden sein.»

Schweizer Meisterschaften. Rotsee. Männer. Offene Kategorie. Einer (Skiff): 1.Röösli (SC Sempach) 6:53,46. 2. Stahlberg (Kreuzlingen) 6:56,98. 3. Bärlocher (Baden) 7:04,57. – Doppelzweier: 1. Plock/Condrau (Rapperswi) 6:37,78. 2. Huehn/van de Graaf (Vésenanz) 6:42,79. 3. Stähelin/Kehrli (SC Sempach) 6:47,33.– Zweier ohne: 1. Brunner/Alexander Schneider (SC Sempach/SC Biel) 6:54,19. 2. Flohr/ Reber (Baden) 7:01,34. 3. Schuler/Bekcic (SC Luzern) 7:01,98. – Doppelvierer: 1. Lausanne 5:59,62. 2. RC Thalwil 6:04,29. 3. SC Zürich 6:04,71. – Vierer ohne: 1. GC Zürich 6:15,98. 2. Belvoir Zürich 6:17,57. 3. SC Luzern (Baumann, Bekcic, Schuler, Haberthür) 6:18, 94. – Achter mit: 1. GC Zürich 6:11,28. 2. SC Zürich 6:12,21. 3. Thalwil 6:18,48. – Leichtgewicht. Einer (Skiff): 1. Fernandez (SC Zug) 7:15,00. 2. Schäuble (SC Stansstad) 7:24,90. 3. Stoffel (BW Basel) 7:30,43. – Doppelzweier: 1. Stoffel/Reber (BW Basel) 6:38,62. 2. Olaf/Bieg (Basler RC). 3. Pagnamenta/Maurer (Küsnacht/Lugano) 6:46,53.– Zweier ohne: 1. Fürholz/Pfister (GC) 7:04,97. 2. Breckenridge/Pozzo (Genève) 7:08,18. 3. Douchy/Augustoni (Vevey) 7:09,09.
Frauen. Einer (Skiff): 1. Gmelin (Uster) 7:32,03. 2. Rosset (SC Sempach) 7:42,95. 3. von der Schulenburg (Küsnacht) 7:46,60. 4. Lisa Lötscher (SC Luzern) 7:52.70. – Zweier ohne: 1. Delacroix/Ador (Vésenaz) 7:53,20. 2. Staley/Feuz (Bern) 7:59,61. 3. Ulrich/Rickli (SC Luzern) 8:01,88. – Doppelzweier: 1. Merz/Nussbaumer (SC Zug) 7:13,22. 2. Leunig/von der Schulenburg (Küsnacht) 7:17,28. 3. Negrinotti/Orlandini (Ceresio) 7:20,02. – Vierer ohne: 1. SC Luzern (Schweizer, Hlasovà, Ulrich, Nacht) 7:06:22. 2. Belvoir Zürich 7:21,93. 3. SC Zug 7:24,77. – Doppelvierer: 1. SC Luzern (Nacht, Hlasova, Schweizer, Lötscher) 6:38,87. 2. RC Zürich 6:47,89. 3. Belvoir Zürich 6:59,31. – Achter mit: 1. Vésenaz 6:56,43. 2. SC Luzern (Schweizer, Lötscher, Ulrich, Nacht, Ruckli, Hlasová, Baumann, Bossuyt, Stf. Müller) 6:58,37. 3. RC Zürich 7:00,84.– Leichtgewicht. Einer (Skiff): 1. Rol (Lausanne) 7:46,28. 2. Meakin (Lausanne) 7:50,05. 3. Meier (Thalwil) 7:53,69. – Doppelzweier: 1. Meier,/Schwyzer (Thalwil) 7:25:01. 2. Oural/Martin (Morges) 7:34:12. 3. Wälti/Rodewald (BW Basel) 7:40:56.
Gesamtwertung: 1. Grasshopper Club Zürich 49 Punkte. 2. Seeclub Luzern 46 Punkte. 3. See-Club Zug 35 Punkte.

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