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Was für ein Krimi: Der FC Basel gewinnt im Elfmeterschiessen gegen Bröndby und steht in den Playoffs zur Conference League

Der FC Basel schafft die Qualifikation zu den Conference-League-Playoffs gerade noch so auf der Zielgeraden. Er schlägt Bröndby IF im Elfmeterschiessen, wo Marwin Hitz den entscheidenden Elfmeter hält.

Maximilian Karl Fankhauser
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Wegen eines Verkehrschaos in der Basler Innerstadt wurde der Anpfiff um 15 Minuten verschoben.
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Die Choreo der Muttenzerkurve vor dem Spiel.
Alex Frei und sein Konterpart Niels Frederiksen vor dem Anpfiff
Es ist ein umkämpftes Spiel im Joggeli, das der FCB aber über grosse Strecken dominieren kann.
Grenzenloser Jubel bei Fabian Frei...
...und auch bei der ganzen Mannschaft nach dem 1:0 und dem verwandelten Elfmeter.
Bröndby kann kurz vor der Pause zwar zwischenzeitlich ausgleichen.
Doch in der 5. Minute der Nachspielzeit bejubelt Rotblau aber Andi Zeqiris ersten Treffer für den FCB.
Der Puls ist hoch bei FCB-Trainer Alex Frei.
Liam Millar mit der besten Chance in der zweiten Halbzeit.
Der Blick ist bei Andi Zeqiri noch immer nach vorne gerichtet.
Zeqiri ist nach einem Entscheid gegen sich in Rage und geigt dem Linienrichter seine Meinung. Dafür gibt es die gelbe Karte.
Die FCB-Spieler sind durch die mit der Nachspielzeit 130 Minuten Spielzeit gezeichnet. Zeki Amdouni kann nicht mehr und wird kurz darauf ausgewechselt.
Bröndbys Yousef Salech kann seine Trauer nach dem verschossenen Elfmeter nicht zurückhalten.
Die Entscheidung: Marwin Hitz hält den Elfmeter von Peter Bjur und lässt das Stadion in Extase verfallen.
Uff «Los gohts Los»: Ungebändigte Freude bei den FCB-Spielern nach dem gewonnenen Elfmeterschiessen.
Kapitän Sergio Lopez lässt seinen rotblauen Gefühlen freien Lauf.
Penaltyheld Marwin Hitz (in grün) wird nach dem gehaltenen Elfmeter unter einer Spielertraube begraben.

Wegen eines Verkehrschaos in der Basler Innerstadt wurde der Anpfiff um 15 Minuten verschoben.

Marc Schumacher / freshfocus

Das Spiel:

Emotionen pur bei Rotblau. Die Muttenzerkurve verwandelt das Joggeli schon vor dem Spiel zu einem Hexenkessel. Der FCB startet mit den Fans im Rücken schwungvoll in die Startviertelstunde. Andy Zeqiri trifft in der zehnten Minute den Pfosten, auch ansonsten kommt der FCB ein paar Mal gefährlich vors Tor. Danach flacht das Spiel ein wenig ab, die Fans sind aber hellwach mit dabei. So kommt es, wie es kommen muss. Liam Millar wird in der 40. Minute im Strafraum gefällt, Fabian Frei setzt den fälligen Penalty humorlos in die Maschen. In der Nachspielzeit ist es dann ein offener Schlagabtausch. Erst macht Kvistgaarden nach einem einfachen Zuspiel den Ausgleich, praktisch im Gegenzug findet eine butterweiche Millar-Flanke den Kopf von Andy Zeqiri, welcher herrlich zu seinem ersten Tor im rotblauen Dress trifft. 2:1.

Angefeuert vom Publikum kommt die Frei-Truppe aus der Kabine, erspielt sich auch in Hälfte zwei einige gute Chancen. Ursprung derer ist zumeist der wirblige und ideenreiche Zeki Amdouni, der ein um den anderen Angriff einleitet. In der regulären Spielzeit hat Liam Millar kurz vor Schluss den goldenen Schuss auf dem Fuss, legt ihn sich aber einmal zu viel auf den Rechten. In der Verlängerung steht dann eine recht unerfahrene und junge FCB-Mannschaft auf dem Platz. Dennoch können sie Nadelstiche setzen: Andy Diouf setzt in der ersten Halbzeit einen Ball an die Lattenunterkante, kurz vor Schluss hat Dan Ndoye die riesengrosse Entscheidungschance, findet aber in Bröndby-Goalie Edmundsen seinen Meister. Dieser glänzt mit neun Paraden und spielt eine Partie, wie Servette-Torhüter Jérémy Frick sie vor zwei Wochen hingezaubert hat. Der FCB hat das ganze Spiel unter Kontrolle, doch das reicht nicht.

Das Elfmeterschiessen vor der Muttenzerkurve bringt dann die Entscheidung: Diouf und Ndoye treffen, Radosevic und Salech bringen den Ball nicht im Tor unter. Weil Szalai den Ball légère in die Mitte schiesst und nicht trifft, kann Bröndby dank Greves Penalty noch einmal herankommen. Wird es noch einmal spannend im Joggeli? Nein! Males trifft souverän und Hitz hält den Elfmeter von Bjur. Nun gibt es kein Halten mehr im Joggeli.

Der Beste:

Der 12. Mann. Die Muttenzerkurve setzt alle Hebel in Bewegung, um aus diesem Spiel einen unvergesslichen Europacup-Abend zu machen. «Mit em Rugge zur Wand – Mit dr Wand im Rugge». Mit diesem Credo und einer wunderbaren Choreo schicken sie die Frei-Elf aufs Spielfeld, über 130 Minuten ist das Joggeli ein Hexenkessel.

Marwin Hitz ist auf dem Spielfeld der Matchwinner. Der FCB-Rückhalt strahlt extreme Ruhe aus, ist beim Gegentor machtlos und ansonsten souverän zur Stelle. Den entscheidenden Elfmeter hält der Schlussmann. Auch Zeki Amdouni macht ein starkes Spiel. Mal für Mal setzt er sich im Mittelfeld trickreich durch und ist somit am Ursprung vieler FCB-Angriffe.

Das gab zu reden:

Wie bereits in der letztjährigen Conference-League-Qualifikation setzt sich der FC Basel gegen einen skandinavischen Vertreter erst im Elfmeterschiessen durch. Damals schoss Arthur Cabral in Schweden gegen Hammarby das entscheidende Tor vom Punkt aus. Diesmal pariert Hitz.