Matchbericht | Reaktionen | FCL-Noten
«Nach den Paraden von ‹Mülli› sind wir zufrieden mit dem Punkt» – der FC Luzern verpasst gegen GC den Befreiungsschlag

Der FC Luzern erzielt im Heimspiel gegen Aufsteiger GC ein 1:1-Unentschieden. Für das FCL-Tor war Silvan Sidler verantwortlich. Das Team von Fabio Celestini bleibt nach sechs Runden in der Super League weiterhin ohne Sieg.

Pascal Linder & Janick Wetterwald Jetzt kommentieren
Drucken
Teilen

Der FCL dankt den Fans für die Spende

FCL-Fans sammelten innerhalb von wenigen Tagen über 7000 Franken, um damit die Busse für die unerlaubte Cupsieger-Feier zu bezahlen. Den entsprechenden Scheck überreichen die Initianten vor der Partie dem FC Luzern.

Die FCL-Startelf und Choreo der Fans

Er ist zurück: Torhüter Marius Müller hütet nach der Verletzungspause wieder das FCL-Tor - die Fans des FC Luzern empfangen ihn herzlich. Samuele Campo gibt gegen den Aufsteiger GC sein Startelf-Debüt. Trainer Fabio Celestini bringt zudem Verteidiger Silvan Sidler in der Startelf, er ersetzt Patrick Farkas, der zuletzt nicht zu überzeugen wusste. Mit dieser Choreo werden die FCL-Spieler empfangen:

Die FCL-Fans zeigen vor dem Spiel diese Choreo.

Video: Janick Wetterwald (Luzern, 11. September 2021) Wetterwald

Die Tore:

4. Minute: Ein wunderbarer Weitschuss von Silvan Sidler landet im Tor. Der Aussenverteidiger sorgt für den FCL-Traumstart.

Silvan Sidler jubelt nach seinem Tor mit Ibrahima Ndiaye.

Silvan Sidler jubelt nach seinem Tor mit Ibrahima Ndiaye.

Bild: Urs Flüeler / Keystone

51. Minute: Den Ausgleich für GC erzielt Christian Herc. Nach einem schnellen Angriff der Zürcher kommt der letzte Pass von Bendeguz Bolla. Herc erwischt mit seinem Schlenzer FCL-Goalie Marius Müller gegen die Laufrichtung.

Die Spieler von GC feiern den Ausgleichstreffer.

Die Spieler von GC feiern den Ausgleichstreffer.

Bild: Urs Flueeler / KEYSTONE

Matchbericht

Cupsieger gegen Aufsteiger, so lautete die Ausgangslage in der sechsten Meisterschaftsrunde. Ein Traumstart für den FC Luzern: Silvan Sidler haut das Leder in der vierten Spielminute aus rund 25 Metern in die Maschen – GC-Keeper Moreira ist chancenlos. Der Offensivdrang der Luzerner ist gross. Nur drei Minuten nach dem 1:0 dribbelt Ndiaye an der linken Strafraumgrenze und flankt zur Mitte, Sorgic lässt die Kopfballchance jedoch ungenutzt. Die Gäste aus Zürich haben in der 12. Minute die erste nennenswerte Chance: Filip Ugrinic patzt mit einem Fehlpass direkt in die Füsse von Ex-Luzerner Shelqim Demhasaj - der GC-Spieler schiesst allerdings über das Gehäuse. Nach 20 Minuten lässt sich sagen, dass der FC Luzern die spielbestimmende Mannschaft ist, klare Chancen fehlen jedoch auf beiden Seiten.

Badstuber erobert in der 28. Minute den Ball und rennt über den Platz. Die Zürcher Offensivspieler schalten zu langsam um und lassen Badstuber alleine ziehen. Nach einer Passkombination von Ndiaye und Campo trifft Ugrinic jedoch nur den Pfosten - dennoch eine sehenswerte Offensiv-Aktion des Heimteams. Die Spieler von Fabio Celestini verschwinden mit einer 1:0-Pausenführung in den Katakomben.

FCL-Neuzugang Samuele Campo bei der Arbeit.

FCL-Neuzugang Samuele Campo bei der Arbeit.

Bild: Martin Meienberger / freshfocus

Die Gäste aus Zürich erwischen nach dem Seitenwechsel den besseren Start und gleichen aus: GC-Verteidiger Bendeguz Bolla passt auf den frei stehenden Christian Herc, der den Ball im Tor unterbringt. Die FCL-Verteidigung holt sich bei dieser Aktion keine guten Noten. Viel Aufregung in der 55. Spielminute: Dejan Sorgic läuft mit Tempo aufs Tor und wird von Verteidiger Toti Gomes im Strafraum gestoppt – alles regelkonform und weiterhin 1:1.

In der 64. Minute unternimmt Fabio Celestini einen Doppelwechsel: Varol Tasar kommt für Campo und Nikola Cumic kommt zu seinem ersten Einsatz und ersetzt Schulz. Eine abgefälschte Flanke landet in der 67. Minute direkt vor den Füssen des eingewechselten Léo Bonatini – Marius Müller klärt gekonnt. Kurze Zeit später auf der Gegenseite: Ugrinic spielt einen scharfen Ball zur Mitte, wo Ndiaye nur knapp verpasst. Die Partie ist nun deutlich animierter als noch in der ersten Halbzeit.

In der 75. Minute kommt Jordy Wehrmann für Gentner ins Spiel. Mittlerweile kommen beide Mannschaften zu Chancen, die Partie kann in beide Richtungen kippen. Glück für den FCL: In der 85. Minute spielt FCL-Keeper Müller einen Pass auf Fridek, die Gäste kommen dazwischen, lassen die Chance jedoch ungenutzt. GC drückt auf den Siegtreffer: GC-Verteidiger Dominik Schmid vergibt eine Topchance. Den 9'217 Zuschauern wird eine spannende Schlussphase mit mindestens vier Minuten Nachspielzeit geboten. Es fällt kein Tor mehr: Die Partie endet 1:1 Unentschieden.

Das sagt FCL-Trainer Fabio Celestini

«Wir müssen das 2:0 vor der Pause erzielen. Schade vergibt Sorgic die Chance. Ein Erfolgserlebnis wäre auch für ihn wichtig gewesen.»
«Wir sind zufrieden mit diesem Punkt, Müller zeigte in der Schlussphase ein, zwei gute Paraden.»
«Uns fehlten die letzten 10 Prozent, um das Spiel zu gewinnen.»
Marius Müller zeigte sich bei seinem Comeback nach der Verletzung in gewohnt guter Form.

Marius Müller zeigte sich bei seinem Comeback nach der Verletzung in gewohnt guter Form.

Bild: Martin Meienberger / freshfocus

FCL-Reaktionen

FCL-Noten

Ticker zum Nachlesen

Telegramm

Luzern – Grasshoppers 1:1 (1:0)
Swisspor-Arena. – 9217 Zuschauer. – SR Staubli.
Tore: 3. Sidler 1:0. 51. Herc (Bolla) 1:1.
Luzern: Müller; Sidler, Burch, Badstuber, Frydek; Gentner (75. Wehrmann), Schulz (64. Cumic), Ugrinic; Campo (64. Tasar); Sorgic (88. Alounga), Ndiaye.
Grasshoppers: Moreira; Loosli, Margreitter (77. Cvetkovic), Gomes (73. Arigoni); Bolla, Diani, Herc, Schmid; Pusic (61. Kawabe); Demhasaj (61. Bonatini), Da Silva (73. Momoh).
Bemerkungen: Luzern ohne Schürpf, Ndenge und Alabi (alle verletzt). Grasshoppers ohne Abrashi, Santos, Morandi (alle verletzt) und Campana (Rückreise von Länderspiel mit Ecuador). 29. Pfostenschuss Ugrinic. Verwarnungen: 63. Gomes (Unsportlichkeit), 63. Ugrinic (Unsportlichkeit), 81. Kawabe, 84. Herc, 89. Ndiaye (Fouls), 91. Tasar (Ballwegschlagen).

Ausblick

Am kommenden Samstag, dem 18. September, ist der FCL zu Gast in Nidwalden. Es steht die zweite Runde im Schweizer Cup gegen den SC Buochs an. Wie schon in der ersten Runde gegen Cham ist der FC Luzern in diesem Duell der klare Favorit. Wird der SC Buochs zum Stolperstein für den Titelverteidiger?

0 Kommentare

Aktuelle Nachrichten