Sechste Niederlage in Serie sorgt für Luzerner Novum in der Super League

Noch nie seit der FC Luzern vor über 13  Jahren wieder erstklassig geworden ist, hat der Innerschweizer Verein in der Super League ein halbes Dutzend Mal in Folge verloren.

Daniel Wyrsch
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Marco Burch (links) und Lucas Alves (Mitte) kämpfen gegen die Young Boys mit Marvin Spielmann aufopferungsvoll, können die sechste Niederlage in Serie aber nicht verhindern.

Marco Burch (links) und Lucas Alves (Mitte) kämpfen gegen die Young Boys mit Marvin Spielmann aufopferungsvoll, können die sechste Niederlage in Serie aber nicht verhindern. 

Martin Meienberger/Freshfocus (Bern, 7. Dezember 2019)

Für den FC Luzern sind sechs Niederlagen hintereinander in der Super League ein Novum. Seit 2006 Mitglied der Super League (eingeführt 2003 im Format einer Zehnerliga anstelle der Nationalliga A), haben die Innerschweizer noch nie ein halbes Dutzend Mal in Folge verloren. Nicht einmal zum Start der Saison 2008/09 unter Ciriaco Sforza und anschliessend dem inzwischen verstorbenen Roberto Morinini. Zwar musste Rolf Fringer die Mannschaft mit zwei Punkten aus zwölf Spielen übernehmen und in einer «Mission impossible» in extremis via Barrage gegen Lugano vor dem Abstieg bewahren. Aber sowohl Sforza wie Morinini hatten mit je einem Remis eine Negativserie von sechs Pleiten verhindern können.

Der aktuelle FCL-Coach Thomas Häberli gibt sich nach der historischen Nullpunkteserie – der Reihe nach in Neuenburg gegen Xamax (0:2), gegen Lugano (1:2) und Servette (1:2), in Zürich (0:3), gegen St. Gallen (1:4) und jetzt in Bern gegen die Young Boys (0:1) – nach aussen hin unbeeindruckt. Vom Schweizer Fernsehen auf ein weiteres Schicksalsspiel im letzten Vorrundenmatch am kommenden Sonntag (16.00) zu Hause gegen den FC Basel befragt, antwortete Häberli: «Das ist vor allem in der lokalen Presse in Luzern ein Thema, aber intern nicht. Man hat gesehen, dass das Team kämpft.» Er sei froh, dass gegen den FCB mehrere Stammkräfte zurückkehren werden.

Polster auf Barrageplatz ist auf zwei Punkte geschmolzen

Weil Xamax gegen Lugano 1:1 unentschieden spielte, ist Luzerns Vorsprung auf den Barrageplatz der Neuenburger auf nunmehr zwei Punkte geschrumpft.

Übrigens: Letztmals sechs Luzerner Niederlagen hintereinander gab es in der Nationalliga A vor über 25 Jahren – und zwar im Frühling 1994 unter dem im März 2012 in Brunnen verstorbenen Timo Konietzka.

FCL-Pechvogel Schürpf fehlt der Hüftspeck

Das mit jungen Spielern gespickte Luzerner Team besteht gegen Meister YB, verliert aber unglücklich 0:1. Teamsenior Pascal Schürpf (30) erklärt das entscheidende Eigentor.
Daniel Wyrsch aus Bern