FC THUN: Busse für Thun-Spieler wegen Zungenküssen

Für Zungenküsse mit einem minderjährigen Mädchen ist ein ehemaliger Spieler des FC Thun zu einer bedingten Geldstrafe und einer Busse verurteilt worden. Sieben weiteren Spielern blühen härtere Sanktionen: Sie müssen sich wegen Sex mit der 15-Jährigen vor Gericht verantworten.

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Spieler des FC Thun unter Verdacht

Spieler des FC Thun unter Verdacht

Das Untersuchungsrichteramt IV Berner Oberland hat einen ehemaligen Spieler des FC Thun wegen sexueller Handlungen mit einer Minderjährigen per Strafmandat zu einer bedingten Geldstrafe und einer Busse verurteilt, wie die bernischen Untersuchungsbehörden am Montag bekannt gaben. Ihm seien Zungenküsse vorgeworfen worden und er sei geständig, heisst es in der Mitteilung. Die Strafuntersuchungen wegen sexuellen Handlungen mit einem damals 15-jährigen Mädchen seien inzwischen weitgehend abgeschlossen. Die in die Zuständigkeit des Untersuchungsrichteramts IV Berner Oberland fallenden Beschuldigten wurden oder werden noch an die urteilenden Gerichtsinstanzen überwiesen.

Damit steht inzwischen fest, dass sich zehn Personen, darunter sieben Fussballspieler, die dem FC Thun noch angehören oder zum Zeitpunkt der vorgeworfenen Straftaten angehört haben, vor Gericht verantworten müssen. Acht von ihnen, darunter sechs Fussballspieler, kommen vor das Strafeinzelgericht Thun. Ihnen werden - wie berichtet - sexuelle Handlungen mit dem damals 15-jährigen Mädchen vorgeworfen, die bis zum Geschlechtsverkehr oder vergleichbaren sexuellen Handlungen führten und laut der Mitteilung alle im Einverständnis mit dem Mädchen und teils mehrfach begangen worden sind. Zwei weiteren Personen, darunter einen damaligen Spieler, wird überdies Schändung vorgeworfen. Diese Fälle werden voraussichtlich an ein Kreisgericht überwiesen.

Einem weitere damaligen Spieler des FC Thun werden ebenfalls sexuelle Handlungen mit einem Kind vorgeworfen. Er ist jedoch landesabwesend und konnte bisher nicht befragt werden. Das Strafverfahren wurde deshalb vorläufig eingestellt. Eine weitere Person fällt in die Zuständigkeit des Jugendgerichts. Es muss prüfen, inwieweit sich diese Person strafbar gemacht hat. Gegen eine weitere Person sind zusätzliche polizeiliche Untersuchungen im Gang.

Die Affäre war am vergangenen 13. November ans Licht gekommen, als die Polizei 21 Tatverdächtige fest, darunter zwölf aktuelle und ehemalige Spieler des FC Thun festgenommen hatte. Sie waren alle der sexuellen Handlungen mit dem 15-jährigen Mädchen verdächtigt, das dem Fan-Umfeld des Clubs zugerechnet wurde.

ap