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FC WILLISAU: Vieles ist neu auf dem Schlossfeld

Beim Absteiger aus der 2. Liga inter änderte sich das Gesicht der Mannschaft. Auch neu, aber nicht unbekannt, ist das Trainerduo.
Michael Wyss
Die Familie Felber: Roger mit Ehefrau Jessica und den beiden Kindern Yaro (Dortmund-Leibchen) und Dean (Barcelona-Leibchen). (Bild: Michael Wyss)

Die Familie Felber: Roger mit Ehefrau Jessica und den beiden Kindern Yaro (Dortmund-Leibchen) und Dean (Barcelona-Leibchen). (Bild: Michael Wyss)

«Ich bin ein Familienmensch. Durch und durch. Meine beiden Jungs Dean (4) und Yaro (2), wie meine Ehefrau Jessica, bedeuten mir alles. Ohne ihre Unterstützung könnte ich mein Hobby nicht ausüben», weiss Roger Felber zu schätzen. Dass seine Frau, die selbst eine begeisterte Pferdesportlerin ist, für sein zeitintensives Hobby Verständnis aufbringt, liegt auf der Hand. Ihre Mutter Kathrin Berger leitete während 2005 bis 2007 als Vereinshöchste die Geschicke des FC Schötz und weiss deshalb genau, welcher Aufwand für dieses Hobby benötigt wird.

Wunsch ist ein grosses Cupspiel

Der in Richenthal aufgewachsene 39-Jährige, der mit seiner Familie in Schötz lebt, hat seine Leidenschaft schon früh dem Fussball verschrieben. Felber, der in Reiden als Projektleiter, Verkauf Innendienst und Teamleiter Marketing seinen Lebensunterhalt verdient, startete seine Laufbahn bei seinem Stammverein Dagmersellen schon im Kindesalter. «Mein um sechs Jahre älterer Bruder Hanspeter spielte schon Fussball. Er war sicher auch mitschuldig – natürlich im positiven Sinn gemeint –, dass dieser Sport bis heute mein Leben prägt.» Spätere Stationen des zweifachen Familienvaters waren die Fanionteams von Sursee, Schötz, Wangen bei Olten und Langenthal. Felber, der auf der Verteidigerposition spielte, blickt zurück: «Das war eine schöne Zeit, welche ich in der ersten Liga und zweiten Liga inter erleben durfte und nicht missen möchte. Unvergesslich geblieben sind mir bis ­heute die Cuppartien. Ich spielte gegen Basel, Luzern, Zürich und Lausanne Sport. Das sind so Momente, die du als Fussballer nicht mehr vergisst.»

Genau diese Erlebnisse dürften auch der Grund dafür sein, weshalb der neue Trainer des Zweitligisten Willisau den Fokus nebst der Meisterschaft auch auf den regionalen IFV-Cup legt: «Diesen Wettbewerb des Innerschweizer Fussballverbandes zu gewinnen, das wäre grandios. Man stelle sich vor, wir könnten ein Challenge-League-Team oder sogar Superligisten auf der Sportanlage Schlossfeld begrüssen? Wahnsinn. Nur wer das schon selber einmal erlebt hat, weiss, wovon ich spreche.» Auf dem Weg dorthin hat sein Team die erste Hürde erfolgreich gemeistert. In der ersten IFV-Cup-Runde vom letzten Samstag gewann Willisau beim Viertligisten Erstfeld gleich mit 8:0.

Profikarriere blieb Wunschdenken

Den Traum einer Profikarriere gab es früher bei Roger, dem jüngeren der Gebrüder-Felber. Verständlich, denn Hanspeter, der während seiner Karriere auch für Schötz in der 1. Liga kickte, schaffte es später sogar bis in den NLA-Kader des FC Luzern. Unter Trainerlegende Friedel Rausch feierte Hanspeter mit dem FC Luzern 1992 den zweiten Cupsieg (3:1 nach Verlängerung über Lugano) in der Vereinsgeschichte. Der Traum einer Profikarriere blieb für den Familienvater Roger Felber jedoch Wunschdenken: «Ich erhielt einmal eine Einladung für ein Probetraining beim Grasshoppers Club Zürich. Damals war Alain Geiger Trainer und Jean-Paul Brigger Sportchef. Aufgrund eines erlittenen Kreuzbandrisses konnte ich dieser Einladung leider nicht Folge leisten.» Doch mit dem Schicksal gehadert hatte Felber deswegen nicht: «Klar war ich im ersten Moment frustriert. Welcher junge Fussballer träumt nicht schon von einer Karriere als Profi? Doch ich habe im Leben auch gelernt, mit dem zufrieden zu sein, was man besitzt. Man muss nicht immer nach Höherem streben. Weniger ist auch mehr.»

Eingespieltes Trainerduo

Erfolgreich war Felbers Einstieg ins Trainermetier. Die letzten drei Saisons trainierte der 39-Jährige die Schötzer Reserven in der 3. Liga als Spielertrainer. Auf einen 10. Rang (2013/14) folgten zwei ganz starke Spielzeiten mit einem 7. (2014/15) und 4. Platz (2015/16). Immer zur Seite stand dem 39-Jährigen in dieser Zeit der in der Zentralschweiz bekannte Fussballfachmann Gody Bühler, der seit Jahren ein guter Freund der Familie Felber ist. «Wir verstanden uns in Schötz ausgezeichnet und ergänzten uns ideal.» So liegt es auf der Hand, dass der 53-jährige Bühler, der Altishofer und Architekt ist, Felber in Willisau an der Seitenlinie unterstützen wird. Sie bilden das Trainerduo beim neuen Zweitligisten. «Ich freue mich auf die Aufgabe. Wir stehen vor einer grossen Herausforderung. Wir werden die Gejagten sein. Doch wir haben die Qualitäten dazu, diese Aufgabe zu meistern», ist Felber überzeugt. Zum Meisterschaftsauftakt trifft Willisau am Samstag auf dem heimischen Schlossfeld (18.00) auf Nottwil.

Michael Wyss

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