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FCL-Abschied von Juric steht bevor

Der FC Luzern bestreitet am Sonntag (16 Uhr, SRF zwei) in St. Gallen das fünfte Ligaspiel. Doch wenige Tage vor dem Ende der Transferperiode sind beim FCL noch wichtige Wechsel möglich. Tomi Juric könnte zum FC Basel gehen.
Daniel Wyrsch
Tomi Juric am 22. April beim Heimspiel gegen den FC Zürich: War das sein letzter Auftritt im FCL-Trikot? (Bild: Alexandra Wey/Keystone)

Tomi Juric am 22. April beim Heimspiel gegen den FC Zürich: War das sein letzter Auftritt im FCL-Trikot? (Bild: Alexandra Wey/Keystone)

Tomi Juric (27) hat am 22. April beim 2:1-Heimsieg gegen den FC Zürich zum letzten Mal für den FC Luzern gespielt. In den vier Monaten seither war der Australien-Kroate bei seinem Arbeitgeber FCL immer verletzt.

Eine Knieverletzung verhinderte in den letzten fünf Spielen der Rückrunde einen Einsatz. Anschliessend folgte die Weltmeisterschaft in Russland. Für Australien spielte der Stürmer in allen drei Gruppenpartien: 26 Minuten beim 1:2 gegen den späteren Weltmeister Frankreich, 15 Minuten beim 1:1 gegen Dänemark und schliesslich 53 Minuten beim 0:2 gegen Peru. Insgesamt 94 Minuten also.

Diffuse Verletzungen beim WM-Teilnehmer

In Luzern wären sie froh, hätte der von der WM angeschlagen zurückgekehrte Juric mindestens diese 94 Minuten mit dem Team trainiert. Unter René Weiler hat er noch keine Einheit absolviert, stattdessen arbeitet der Mittelstürmer mit Athletikcoach Christian Schmidt an der Fitness.

Gemäss FCL hat Juric einen Muskelfaserriss. Weiler antwortete am Freitag auf die Frage, ob er wisse, unter welcher Verletzung Juric leide: «Ich kenne die offizielle Version nicht, bekomme aber immer wieder mit, dass irgendetwas ist.» Weiler deutet dabei auf diverse Körperteile, die einem Fussballer wehtun könnten. Er stellt fest: «Fakt ist, dass Juric ein Spieler ist, der für mich zum jetzigen Zeitpunkt nicht zählt.» Denn: «Profis, die nie im Training sind, haben für mich keine Relevanz.» Weiler hadert mit dem dünnen Kader von derzeit nur 16 gesunden Spielern. An eine schnelle Genesung glaubt er nicht. Es sei nicht absehbar, dass Juric bald ins Teamtraining einsteige. Vieles deutet auf einen Abschied des 1,91 Meter grossen Centers in der nächsten Woche hin, bis am Freitag, 31. August, um Mitternacht muss der Wechsel in trockenen Tüchern sein, dann schliesst das Transferfenster. Obwohl Weiler abwinkt und sagt: «Ich habe keine Informationen, dass er Stand heute geht.» Auch einen Verdacht habe er keinen, dass Juric einen Wechsel erzwingen wolle. «Zu Spekulationen äussere ich mich nicht.» Tatsache ist: Juric hat schon vor der WM den FCL informiert, nicht mehr länger bleiben zu wollen. Aber anders als Mittelfeldspieler Hekuran Kryeziu (25) hatte der «Aussie» im Frühling die vertraglich fixierte Anzahl Ligaspiele bestritten, sodass sich sein Vertrag mit Luzern automatisch um ein Jahr bis Sommer 2019 verlängerte.

Auch Zürich soll interessiert sein

Kryeziu erklärte sich verletzt und konnte auf diese Saison hin ablösefrei zum FC Zürich wechseln. Der FCZ hat seine Fühler offenbar auch nach Juric ausgestreckt, nachdem Mittelstürmer Michael Frey die Zürcher für 3 Millionen Franken Ablöse in Richtung Fenerbahce Istanbul verlassen hat. An erster Stelle auf Ancillo Canepas Liste steht jedoch Lugano-Angreifer Assan Ceesay. Doch Angelo Renzetti genügt das Angebot von 1,5 Millionen Franken für Gambias Nationalstürmer nicht, der Lugano-Präsident will Ceesay behalten oder mehr Geld.

Juric ist günstiger. 15 Tore und 10 Assists in 57 Ligaspielen für Luzern sind keine Topwerte. Beim FC Basel liebäugelt man dennoch mit einer Verpflichtung. Kaderplaner Remo Gaugler hat das FCB-Interesse an Juric weder bestätigt noch dementiert. Unsere Zeitung weiss, dass Basel für Meisterschaft, Cup und wohl auch Europa League einen Mittelstürmer neben Albian Ajeti sucht. Ricky van Wolfswinkel spielt am Flügel, Dimitri Oberlin derzeit in der U21. Tomi Juric, der sich selber nicht äussern will, bringt internationale Erfahrung und Robustheit mit – sobald er dann wieder fit ist.

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