Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

FCL-Angreifer Pascal Schürpf macht vor dem YB-Heimspiel Mut: «Noch nie hatten wir so viel Energie»

Vor dem Spiel gegen YB lobt FCL-Captain Pascal Schürpf die Einstellung des Teams – trotz drei Niederlagen in Folge.
Daniel Wyrsch
Offensivkraft Pascal Schürpf sieht einen Aufwärtstrend beim FC Luzern. (Bild: Alexandra Wey/Keystone, Luzern, 11. August 2019)

Offensivkraft Pascal Schürpf sieht einen Aufwärtstrend beim FC Luzern. (Bild: Alexandra Wey/Keystone, Luzern, 11. August 2019)

Captain Pascal Schürpf (30) gehört zu den wenigen Identifikationsfiguren im FCL-Team. An der Medienkonferenz vor dem Heimspiel vom Sonntag (16 Uhr) gegen den Leader Young Boys sagte er: «Ich habe die Mannschaft noch nie so gespürt wie in dieser Woche, noch nie hatten wir so viel Energie im Training. Jeder pusht den anderen, jeder weiss, um was es geht.» Die Worte des kämpferischen Linksaussen haben Gewicht, der Basler hat sich beim FC Luzern in den letzten zweieinhalb Jahren ein Standing erarbeitet.

Schürpf ist hocherfreut über die Einstellung seiner Kollegen. Denn: «Nach den bisherigen Resultaten in dieser Saison könnte es umgekehrt sein. Die Spieler könnten geknickt und ohne Selbstvertrauen sein. Doch es ist genau das Gegenteil.» Vielleicht würden einzelne sogar zu viel wollen, wobei schon klar sei: «Wir müssen in dieser Situation viel über die Energie machen. YB können wir nur mit einer Teamleistung, bei der alle mitziehen, schlagen.»

Einen Aufwärtstrend hat Schürpf bereits am vergangenen Sonntag im Wallis gesehen, obwohl die Partie gegen Sion mit 1:2 verloren ging. Vor allem hinsichtlich betriebenem Energieaufwand und mutigerem Offensivspiel, «da wir wieder mehr riskierten». Positiv findet der Captain zudem, «dass wir mit Ibrahima Ndiaye und dessen Schnelligkeit ein neues Element im Spiel haben». Der 21-jährige senegalesische Flügel habe sich «super integriert».

Neuzugang Matos fehlt noch die Spielberechtigung

Für den neusten Zuzug, Ryder Matos, fehlt dagegen noch die Arbeitsbewilligung und damit die Spielberechtigung für einen Einsatz am Sonntag gegen den Meister. Über den 26-jährigen brasilianischen Offensivmann kann Schürpf derzeit kaum etwas sagen: «Ich habe ihn kurz begrüsst, mittrainieren darf er noch gar nicht.»

Matos gehört Udinese Calcio, er hat beim Serie-A-Verein bis 2022 verlängert, ehe er mit einer Kaufoption bis Ende der laufenden Saison an den FCL ausgeliehen worden ist. Letzte Spielzeit stürmte Matos für Hellas Verona in der Serie B, der Brasilianer steuerte in 24 Partien 3 Tore und 5 Assists zum Aufstieg in die Serie A bei. Meistens spielte er auf der rechten oder linken Aussenbahn. Er kam regelmässig zum Einsatz, war aber keine unumstrittene Stammkraft. Aus sprachlichen Gründen dürfte Innenverteidiger Lucas Alves Freude an der Verpflichtung von Matos haben, «die beiden Brasilianer können sich bestimmt hervorragend austauschen», sagte Schürpf schmunzelnd.

Schürpf auf dem Weg zurück zur Bestform

Zurück in die raue Gegenwart mit zuletzt drei Super-­League-Niederlagen in Folge: Wie Trainer Thomas Häberli meinte auch Ex-FCB-Profi Schürpf zum Ende des einmonatigen Europa-Abenteuers: «Gereist sind wir genug, nun sind wir froh, dass wir die zweite Woche trainieren konnten.»

Positiv stimmen Schürpf neben den wieder aufgeladenen Batterien «die Torchancen, die wir uns in Sion herausgespielt haben. Auch wenn wir sie bis auf das 1:2 von Ibrahima Ndiaye nicht verwerteten, ist es doch ein positives Zeichen.» Für ihn selber sei es zudem schön, dass er mit seinem Zuspiel auf Nidaye (endlich) den ersten Skorerpunkt auf dem Konto hat. Schürpf zählte in der Vorsaison mit 18 Torbeteiligungen zusammen mit Blessing Eleke (ebenfalls 18) sowie Ruben Vargas (16) und Christian Schneuwly (12) zu den vier effizientesten FCL-Profis. Vargas (jetzt Augsburg) und Schneuwly (jetzt Lausanne) haben Luzern verlassen, Eleke ist derzeit ein Schatten seiner selbst – und Schürpf deutete in Sion tatkräftig an, dass er auf dem Weg zurück zu seiner Bestform ist.

Mehrheitsaktionär Alpstaeg hofft auf «Trendwende»

In und um die Swisspor-Arena gibt man sich noch gelassen. Mehrheitsaktionär Bernhard Alpstaeg (73) erwartet aber vom Häberli-Team gegen den Meister eine Reaktion: «Ich hoffe auf die Trendwende, YB haben wir auch schon unerwartet besiegt.» Letzte Saison gab’s gleich zwei Siege: Im Oktober 2018 ein 3:2 in Bern und Anfang März im Cup-Viertelfinal in Luzern gar ein 4:0. Damals war Thomas Häberli noch frisch im Amt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.