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FCL-Captain Schwegler bekommt am Geburtstag auf die Socken, am Ende gibt's ein 2:2-Unentschieden gegen Schaffhausen

Die Luzerner Fussballer haben im ersten Testmatch nach dreimonatiger Coronapause losgelegt wie Rennpferde, die aus der Startbox gelassen wurden. Beim 2:2-Remis gegen Schaffhausen schenken sich beide Teams nichts.

Daniel Wyrsch
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Üblicherweise teilt der Luzerner Rechtsverteidiger Christian Schwegler auf dem Platz gerne aus. Im Testspiel gegen den Challenge-League-Verein FC Schaffhausen muss der FCL-Captain jedoch einstecken. Statt Geschenke zu seinem 36. Geburtstag bekommt Schwegler von den aggressiven Ostschweizern auf die Socken.

Luzerns Geburtstagskind Christian Schwegler (Mitte) zusammen mit 1:0-Torschütze Ibrahima Ndiaye (rechts) gegen Schaffhausens Danilo Del Toro.

Luzerns Geburtstagskind Christian Schwegler (Mitte) zusammen mit 1:0-Torschütze Ibrahima Ndiaye (rechts) gegen Schaffhausens Danilo Del Toro.

Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 6. Juni 2020)

In der 42. Minute ist das Foul des aus Kriens stammenden Bujar Lika an Routinier Schwegler so hart, dass Schiedsrichter Lukas Fähndrich dem Schaffhausen-Profi die gelbe Karte zeigen muss.

Schwegler angeschlagen, Lucas muss sich nähen lassen

Christian Schwegler weiss nach dem Kampfspiel nicht, ob sein rechtes Knie die enorme Belastung wegstecken wird. In einer Szene hatte ein Schaffhauser FCL-Torhüter Marius Müller weggestossen, dieser fällt mit vollem Gewicht auf Schweglers Knie. «Das Knie tut mir weh, ich hoffe, das zieht keine Verletzung nach sich», sagt Schwegler. Bitter lächelnd fügt er hinzu: «Ich hätte mir heute ein schöneres Geschenk vorgestellt.»

Beide Mannschaften schenken sich in diesem ersten Testmatch nach dreimonatiger Coronapause nichts, man spürt, dass die Spieler hungrig nach Fussball sind. Das führt zu einer äusserst animierten Partie.

Noch schlimmer als Captain Christian Schwegler erwischt es Innenverteidiger Lucas Alves. Der Brasilianer scheidet in der 21. Minute aus, nachdem er bei einem Luftduell mit dem Kopf eines Schaffhausers zusammenprallt. Marco Bürki ersetzt Lucas, dem anschliessend eine Wunde neben dem Auge genäht werden muss.

Ndiaye und Bürki erzielen die Luzerner Tore

Die Luzerner gehen in der 30. Minute 1:0 in Führung durch eine Einzelaktion von Ibrahima Ndiaye. Der Angreifer aus Senegal trickst seinen Gegenspieler mit einem Haken aus und lässt Schaffhausen-Goalie Amir Saipi mit einem Aufsetzer keine Abwehrchance.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit schickt FCL-Trainer Fabio Celestini eine auf acht Positionen veränderte Mannschaft aufs Feld.

Paulo Menezes (55.) trifft zum 1:1 und Gjelbrim Taipi (70.) schiesst das Team von Murat Yakin mittels Elfmeter gar zur 2:1-Führung. Marco Burch foulte Doriano Tanzillo - ein harter Penaltyentscheid . In der 85. Minute köpfelt Marco Bürki eine optimale Freistossflanke des 20-jährigen Lorik Emini zum 2:2-Endstand ein.

Die FCL-Tore im Video:

FCL-Mehrheitsaktionär Alpstaeg im Stadion

Im Stadion anwesend ist auch der gutgelaunte FCL-Mehrheitsaktionär Bernhard Alpstaeg. Der 74-jährige Swisspor-Patron sagt unserer Zeitung: «Mir geht's gut, ich habe die Coronazeit gut überstanden.» Sonst sind keine Zuschauer in der Swisspor-Arena zugelassen. Insgesamt sind rund 30 Personen im Stadion auf den Rängen – Kluboffizielle und Journalisten.

Luzern - Schaffhausen 2:2 (1:0)

Swisspor-Arena. - 30 Zuschauer. - SR: Fähndrich.

Tore: 30. Ndiaye 1:0. 55. Menezes 1:1. 70. Taipi (Foulpenalty) 1:2. 85. Bürki (Emini) 2:2

Luzern, 1. Halbzeit: Müller; Schwegler, Lucas (21. Bürki), Knezevic, Sidler; Ndiaye, Ndenge, Voca, Matos; Margiotta, Schürpf.

Luzern, 2. Halbzeit: Müller; Sidler (76. Emini), Burch, Bürki, Grether; Kakabadse, Mistrafovic, Schulz, Males; Binous (76. Tia Chef), Demhasaj.

Bemerkungen: Luzern ohne Eleke und Balaruban (beide verletzt). Verwarnung: 42. Lika (Schaffhausen/Foul).