FCL-Coach Celestini mit Lob für Eleke und möglicher neuer Rolle für Schürpf

Der FC Luzern muss morgen Sonntag (16 Uhr, SRF 2) bei Xamax liefern. Trainer Fabio Celestini duldet keine Ausreden.

Daniel Wyrsch
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Pascal Schürpf (links) und Blessing Eleke bejubeln das 1:0-Siegtor im Heimspiel gegen Xamax.

Pascal Schürpf (links) und Blessing Eleke bejubeln das 1:0-Siegtor im Heimspiel gegen Xamax. 

Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 26. September 2020)

Nicht weniger als sechs Offensivspieler kämpfen beim FC Luzern um total vier Plätze (zwei im Sturm, zwei auf den Flügeln). Im Moment hat Trainer Fabio Celestini diese Positionen vergeben: «Francesco Margiotta und Darian Males gefallen mir, wie sie im Angriffszentrum miteinander harmonieren.» Am linken Flügel setzt er auf den spielstarken Ryder Matos und auf der rechten Aussenbahn auf den schnellen und individuell gefährlichen Ibrahima Ndiaye.

Blessing Eleke muss morgen Sonntag in Neuenburg gegen Xamax wohl auch im dritten Match unter Celestini zuerst auf der Ersatzbank Platz nehmen. «Bless ist in der letzten Partie mit einer fantastischen Mentalität ins Spiel gekommen. Er hat das 2:0 gegen YB erzielt, das war kein einfaches Tor», sagt Celestini.

Eleke muss für erwartete Ablösesumme Tore erzielen

Um Eleke gibt es seit dieser Woche Spekulationen. Ligakonkurrent Lugano will den 23-jährigen Nigerianer ins Tessin holen. «Solche Dinge gehören dazu, solange das Transferfenster offen ist», so Celestini. Zum Angebot seines Ex-Klubs Lugano für Eleke sagt er: «Das ist nicht in meiner Zuständigkeit, sondern die Sache von Sportchef Remo Meyer und des Klubs.»

Nach Eleke soll neben Lugano auch Legia Warschau die Fühler ausgestreckt haben. Beide Vereine dürften nicht allzu grosse Chancen haben, den 13-fachen Torschützen der Vorsaison bis zum 17. Februar und dem Schliessen des Transferfensters dem FCL abzukaufen. Gemäss unseren Informationen sollen sein Berater Stephen Makinwa und weitere Personen bei einem Verkauf von Eleke mit 20 Prozent an der Ablösesumme partizipieren. Kein Wunder, sind alle Beteiligten an einem möglichst hohen Transferertrag interessiert. Doch um im Sommer einen angestrebten Erlös von 3 bis 4 Millionen Euro zu erzielen, müsste Eleke auch in der zweiten Saison in Luzern auf eine zweistellige Torausbeute kommen. Bis jetzt hat er erst drei Ligatreffer geschossen.

Schürpf beweist erneut seinen Humor

Zu einer möglichen neuen Rolle von Pascal Schürpf hat sich gestern Freitag Fabio Celestini geäussert: «Für Pascal Schürpf habe ich eine Idee, vielleicht wird er unsere künftige Nummer 9», sagt der Coach, «beim FC Vaduz hat er dort auf den letzten 30 Metern sehr gute Arbeit mit Assists und Abschlüssen geleistet.» Damit gibt er dem 30-jährigen Angreifer, dem er vor dem Rückrundenstart anstelle des nach wie vor am Knie verletzten 35-jährigen Teamseniors Christian Schwegler die Captainbinde abnahm, eine zusätzliche Perspektive. Unsere Zeitung hatte in der gestrigen Ausgabe getitelt, dass Schürpf unter Celestini schlechte Karten habe. Auf Instagram zeigte der Ex-FCL-Captain einmal mehr seine humorvolle und originelle Art. Zu einem Bild mit Jasskarten ohne Assen schrieb Schürpf: «Obenabe. E guete Jasser gwünnt au mit schlächte Karte.»

Die Instagram-Nachricht von Pascal Schürpf alias «fuenfrappe».

Die Instagram-Nachricht von Pascal Schürpf alias «fuenfrappe». 

PD (7. Februar 2020)

Die letzten beiden Partien in der Maladière bei Xamax hat der FCL verloren: 1:2 unter René Weiler, 0:2 unter Thomas Häberli. Celestini stellt klar: «Ich weiss, dass die Spieler nicht gerne auf Plastik spielen. Doch der Kunstrasen ist keine Entschuldigung, wir gehen nach Neuenburg, um drei Punkte zu holen.»

Siegesserie soll ausgebaut werden

Um beim Tabellenvorletzten zu gewinnen, seien Aggressivität und Mentalität Voraussetzung, erklärt der Coach. Das Team hat sich die ganze Woche in Kriens auf dem Kunstrasen vorbereitet. Jetzt erwartet Celestini, dass seine Profis mutig wie beim 2:0-Heimsieg gegen YB zur Sachen gehen und dazu spielerisch so überzeugend agieren wie in der ersten Halbzeit beim 3:2-Erfolg in Zürich. Celestini hat eine tadellos Bilanz. «Nur sind erst zwei Spiele gespielt. Die Serie soll länger dauern.»