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FCL-Einwurf-König Schwegler geht voraus

Christian Schwegler (34) hat seit seiner Rückkehr zum FC Luzern harte Zeiten durchlebt. Jetzt ist er wieder fit, am Samstag gegen den FC Thun seinen Teil für eine gute Teamleistung beizutragen.
Daniel Wyrsch
Einwürfe sind seine Stärke: Christian Schwegler. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Luzern, 2. September 2018))

Einwürfe sind seine Stärke: Christian Schwegler. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Luzern, 2. September 2018))

Aussenverteidiger Christian Schwegler ist froh, kann er dem FC Luzern wieder helfen. Derzeit sind die Verletzungssorgen ad acta gelegt, der 34-jährige Routinier macht auf jeden Fall einen robusten Eindruck. So brennt der Ettiswiler, der mit seiner Familie in Schenkon lebt, auf den Match am Samstag gegen den FC Thun.

Der FCL steigt mit recht breiter Brust in dieses Duell gegen die Berner Oberländer, schliesslich schafften die Innerschweizer vor der Länderspielpause am 6. Oktober Unerwartetes: Als erstes Team der Liga stoppten sie den Titelverteidiger Young Boys. Nach neun Runden mit neun ­Siegen unterlagen die Berner im ­Stade de Suisse den Innerschweizern mit 2:3. Der bodenständige Schwegler ist genau der Richtige, um aus diesem Überraschungscoup gegen den klaren Leader die richtigen Schlüsse zu ziehen: «Der Sieg über YB gibt uns Selbstvertrauen, aber wir wissen auch, dass wir das nötige Glück hatten.» Er betont: «Uns nützt der Vollerfolg von Bern nur, wenn wir jetzt nachlegen können.»

Warnung vor konterstarken Thunern

Mit Thun steht am Samstag ein unbequemer Gegner auf dem Platz. Luzern hat die letzten vier Spiele in Thun verloren, immerhin gelang im letzten Vergleich im FCL-Stadion Ende Februar ein 2:1-Sieg. Schwegler sagt, warum das Team von Coach Marc Schneider schwierig zu bespielen ist: «Thun ist eine sehr solide und eingespielte Mannschaft.» Speziell hebt der FCL-Abwehrspezialist das «sehr gute Gegenpressing» der Thuner hervor. «Darum muss man immer auf der Hut sein vor der Konterstärke», sagt Schwegler. Trotz der Vorzüge des Tabellenvierten, der drei Punkte mehr als Luzern (6.) auf dem Konto hat, glaubt der frühere Profi von RB Salzburg an die eigene Chance: «Wir können Thun schlagen.»

Schwegler will wie gewohnt Verantwortung tragen, vorneweg gehen. Dabei ist er sich des beschränkten Einflusses auf der Aussenbahn bewusst, er kann nicht einmal sicher sein, ob er in der Startelf stehen wird. FCL-Trainer René Weiler gibt offenbar bis wenige Stunden vor dem Match auch den Spielern nicht preis, wer beim Anpfiff auf dem Platz steht. Schwegler stört sich keineswegs daran. Er ist schon lange Profi, kann sich richtig einschätzen. Nachdem er nach seiner Rückkehr zu Luzern in der Vorsaison nur 13 Pflichtspiele ­bestritten hatte, wegen einem ­Innenbandriss am Knie mit anschliessender Operation sieben Monate aussetzen musste, brauchte er im Sommer nochmals eine Anlaufzeit. Jetzt steht Schwegler immerhin bei 8 Einsätzen von total 14 Pflichtspielen der neuen Saison. «Meine letzten Leistungen waren durchaus ansprechend», findet er zu Recht.

Vor allem gegen seinen Ex-Verein YB machte Schwegler einen wirkungsvollen Job. Auf der ungewohnten linken Abwehrseite kam der Ur-Luzerner mit seinem deutlich stärkeren rechten Fuss zum Einsatz. Nichts hinderte ihn daran, von dort einen Einwurf ähnlich einer Flanke zu machen. Via cleverer Kopfballvor­lage von Pascal Schürpf nickte Shkelqim Demhasaj den Ball aus dem Nichts zur 1:0-Führung für den FCL in das Berner Tor. Spricht man Schwegler auf seine Stärke an, dann bestätigt er zwar, dass er damit Torgefahr erzeugen könne. Doch vom Titel Einwurf-König hält er nicht viel, er weiss auch nicht, wie oft er in seiner Karriere schon via Einwurf Tore eingeleitet hat. «Oft war das nicht», sagt er bescheiden. Übrigens ist er nicht der erste Luzerner, der mit weiten, scharfen Einwürfen aufgefallen ist. Lukmon hatte vor Jahren in der gleichen Disziplin für Aufsehen gesorgt.

Die Zeichen stehen wohl auf Karriereende

Der ebenfalls 34-jährige nigerianische Rechtsverteidiger Lukmon ist schon länger nicht mehr Profi. Auch Schweglers Karriere geht dem Ende zu, sein Vertrag läuft Ende Saison aus. Für ihn ist klar: «Entweder mache ich beim FCL weiter, oder ich höre auf.» Er spricht davon, den Rest der Karriere zu geniessen. Wobei er ganz Realist zu dieser eigenen Aussage meint: «Was auch immer Geniessen im Profifussball heisst.»

In seinem Fall ist wichtig, dass die Schmerzen ein erträgliches Mass nicht übersteigen. Das fortgeschrittene Sportleralter kann er nicht mehr kaschieren. Auch wenn er gerade eine gute Phase hat, ist Schwegler kein Träumer: «Ich spiele, das Team kann mich noch brauchen, im Fussball sind Veränderungen aber schnell möglich.» Darum freut er sich an kleinen Dingen. Zum Beispiel, dass er am Samstag mit dem früheren und aktuellen Weggefährten David Zibung auf dem Platz stehen darf.

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