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FCL erhält einen neuen Investor

Seit fast vier Jahren sucht der FC Luzern Abnehmer für das Aktienpaket des Ehrenpräsidenten Walter Stierli. Nun steht ein neuer Investor bereit. Reto Zimmermann ist ein Unternehmer aus der Region – und hat eine lange Beziehung mit dem FCL.
Cyril Aregger
Sein Kerngeschäft hat sonst mit Recycling zu tun, jetzt steigt er in den Fussball ein: Reto Zimmermann wird neuer Investor beim FC Luzern (Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 19. April 2016))

Sein Kerngeschäft hat sonst mit Recycling zu tun, jetzt steigt er in den Fussball ein: Reto Zimmermann wird neuer Investor beim FC Luzern (Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 19. April 2016))

Das Gesuch ist gestellt. Reto Zimmermann (43), Geschäftsleiter und Inhaber der Transport-, Tiefbau- und Recycling-Firma Zimgroup in Buochs, will 5 Prozent der Aktien der FCL Holding AG übernehmen. Zimmermanns Firma hat rund 150 Mitarbeiter. Er ist verheiratet mit Arlette Zimmermann-Russi. Gemeinsam haben sie zwei Kinder (5 und 7 Jahre alt).

Die Aktien, die Zimmermann erwerben will, sind Teil des Pakets des FCL-Ehrenpräsidenten Walter Stierli, der seinen 25-Prozent-Anteil an der Holding 2015 den Investoren überliess. Seitdem werden sie treuhänderisch verwaltet. Über den Verkauf entscheidet der Verwaltungsrat der Holding mit Präsident Philipp Studhalter, Bernhard Alpstaeg, Samih Sawiris, Josef Bieri, Marco Sieber und Hans Schmid. Die Holding ist Mehrheitsaktionärin (97 Prozent) der FC Luzern-Innerschweiz AG und der Betriebsorganisation Swissporarena Events AG. Zudem besitzt sie eine 40-Prozent-Beteiligung an der Stadion Luzern AG, die die Swisspor-Arena besitzt.

Reto Zimmermann, weshalb wollen Sie beim FCL als Investor einsteigen?

Ich bin dem FC Luzern seit Jahrzehnten eng verbunden. Schon mein Vater Otto Zimmermann war lange Mitglied im Club 200. Ich war schon als kleiner Bub oft auf der Allmend und erlebte 1989 auch den Meistertitel mit. Zudem ist René van Eck, der ehemalige FCL-Profi und -Trainer mein Schwager. Er war mit meiner Schwester verheiratet und ich pflege noch regen Kontakt mit ihm. Aber vor allem möchte ich mich engagieren, weil ich das Gefühl habe, dass hier gute Arbeit geleistet wird. Auch wenn es sportlich besser laufen könnte: Der eingeschlagene Weg, auf die eigenen jungen Spieler zu setzen, gefällt mir. Es kommt gut. Auch dank der Pilatus Akademie für den Nachwuchs.

Gibt es auch geschäftliche Gründe für Ihr Engagement?

Natürlich ist für einen Unternehmer auch das Netzwerk wichtig. Für unsere Firma, die fast ausschliesslich in der Zentralschweiz tätig ist und Betriebe in Buochs, Alpnach und Altdorf hat, ist der FCL eine perfekte Plattform. Zudem sind viele unserer Kunden mit dem FCL verbunden. Aber ich erwarte nicht unbedingt mehr Aufträge, sondern Kontakte, die mich persönlich weiterbringen. Mit einem Samih Sawiris zu diskutieren, ist wohl für jeden Unternehmer inspirierend.

Ein Engagement beim FC Luzern ist für einen Unternehmer also durchaus attraktiv?

Davon bin ich überzeugt. Ich glaube auch, dass viele lokale Unternehmer solche Aktien kaufen würden, wenn rund um den Verein Ruhe herrscht.

Das ist ja derzeit der Fall. Steigen Sie deshalb gerade jetzt ein?

Mit der Situation des Clubs hatte das nichts zu tun. Die Zeit war einfach reif. Der FCL arbeitet an einer nachhaltigen Strategie, das gefällt mir.

Kam der FCL auf Sie zu?

Nein. Ich pflege einen engen Kontakt zu mehreren Verwaltungsräten. In den vielen Gesprächen ist das Thema irgendwann wie von selbst aufgetaucht.

Sie möchten 5 Prozent der Aktien übernehmen. Einsitz in den Verwaltungsrat haben aber erst Investoren, die mindestens 10 Prozent der Anteile besitzen. Waren die 10 Prozent für Sie kein Thema?

Was noch nicht ist, kann ja noch werden... Die 10 Prozent würden mich schon reizen, auch im Verwaltungsrat Einsitz zu nehmen. Aber im Moment konzentriere ich mich voll auf unsere Unternehmung.

Wie teuer sind die Aktien?

Dazu möchte ich nichts sagen.

Schrecken Sie die strukturellen Defizite, die den FCL seit Jahren plagen, nicht ab?

Ich glaube, auch da ist der Club auf einem sehr guten Weg.

Wie sieht es eigentlich mit Ihrer aktiven Fussballerfahrung aus?

Ich habe bis zu den A-Junioren beim SC Buochs gespielt – allerdings ohne allzu viel Talent. Meine Frau ist viel näher am Fussball dran. Sie arbeitet aktuell für die Uefa und war jahrelang bei der Team Marketing in Luzern.

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