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FCL-Pechvogel Remo Arnold bleibt lange weg

Eine Gehirnerschütterung zwingt FCL-Mittelfeldspieler Remo Arnold seit fünf Wochen zum Pausieren.
Daniel Wyrsch
Remo Arnold (weisses Dress) in seinem bisher einzigen Super-League-Spiel seit der Rückkehr zum FC Luzern am 4. August in Genf bei der 0:1-Niederlage gegen Servette (links Miroslav Stevanovic). (Salvatore Di Nolfi/Keystone)

Remo Arnold (weisses Dress) in seinem bisher einzigen Super-League-Spiel seit der Rückkehr zum FC Luzern am 4. August in Genf bei der 0:1-Niederlage gegen Servette (links Miroslav Stevanovic). (Salvatore Di Nolfi/Keystone)

Remo Arnold (22) hat seit dem Kurzeinsatz in der 1. Cup-Runde am 18. August bei Calcio Kreuzlingen (2:0) nicht mehr für den FC Luzern gespielt. Kurz vor dem Cup-Sechzehntelfinal Mitte September in Wohlen (4:0) verletzte sich der Mittelfeldspieler im Training. Er hatte einen Zusammenprall mit einem ­Mitspieler. Diagnose Gehirnerschütterung. Seither sind fünf Wochen vergangen. Remo Arnold ist nicht mehr im Training erschienen. Ein Profi mit dieser heiklen Kopfverletzung müsse den Return-to-play-Plan einhalten, sagt Thomas Häberli. Der FCL-Trainer erklärt: «Da sind klare Regeln vorgegeben.»

Eine Gesprächsanfrage unserer Zeitung mit dem Patienten lehnt der Verein zum jetzigen Zeitpunkt ab. Die Begründung des FCL bestätigt, dass die Pause wohl noch dauern dürfte: «Remo erholt sich momentan immer noch von seiner Hirnerschütterung. Er braucht deshalb vor allem Ruhe – diese möchten wir ihm ermöglichen.»

In Winterthur stets gespielt, beim FCL mit Verletzungspech

Remo Arnold muss als FCL-­Pechvogel bezeichnet werden. Schon vor seiner Ausleihe an den FC Winterthur, für den er in der vergangenen Saison 34 Spiele in der Challenge League absolvierte, hatte der Schlierbacher bei Luzern grosses Verletzungspech. Im Juli 2017 stand er in der Europa-League-Qualifikation in Kroatien gegen Osijek (0:2) als Innenverteidiger in der Startformation, ehe er in der 17. Minute umknickte. Arnold erlitt einen Kreuzbandriss und spielte die ganze restliche Saison nicht mehr bei den Profis.

Noch vergangene Saison stellte die Winterthurer Stammkraft Remo Arnold in einem Gespräch mit unserer Zeitung fest: «In Winterthur konnte ich als fitter Spieler einrücken, ohne dass besondere Rücksicht auf meine Verletzungsgeschichte genommen wurde. Ich musste mich im Konkurrenzkampf durchsetzen.»

Seit der Rückkehr zum FCL klebt Arnold das Pech erneut an den Schuhsohlen. Bereits vor dem Verletzungs-Aus war seine Spielbilanz relativ ernüchternd: Total 4 Einsätze; 1 Ligamatch über 90 Minuten, 2 Europa-League-Qualipartien mit 90 und 22 Minuten und 1 Cupmatch mit 2 Minuten Spielpraxis.

Positiv ist, dass der Arbeitgeber dem Spieler genügend Zeit zur Genesung gibt. Allerdings hofft Coach Häberli, dass das Luzerner Eigengewächs nicht mehr übermässig lange wegbleiben wird. «Wir wollen jeden verletzten Spieler möglichst schnell zurück ins Mannschaftstraining bringen, sobald er genesen und dazu bereit ist.» Häberli stellt allerdings klar: «Wir geben Remo aber die notwendige Zeit, um sich komplett von der Hirnerschütterung zu erholen».

Grether bereit für Sion, Schulz dagegen fraglich

Am Sonntag (16 Uhr) im Heimspiel gegen Sion (4.) zählt der FCL (5.) wieder auf Defensivspezialist Simon Grether (27). Sorgen bereitet dagegen Mittelfeldspieler Marvin Schulz (24). Er leidet seit dem Match in Thun (2:0) an einer Fussverletzung. «Es ist fraglich, ob er gegen Sion mittun kann», meint Häberli.

Nach langer Zeit ohne Training auf dem Rasen kann der Nachwuchsverteidiger Marco Burch (18) wieder individuelle Übungen auf dem Feld neben seinen Teamkollegen machen. Der Obwaldner hatte seit Sommer an einer hartnäckigen Schambeinentzündung zu kämpfen.

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«Gegen Sion muss mindestens ein Punkt her»: der Fussballtalk vor dem nächsten FCL-Heimspiel

Schulz und Ndenge verlängern bis Sommer 2020

FC Luzern hat die Verträge mit seinen beiden deutschen Mittelfeldspielern Marvin Schulz (24) und des derzeit am Knie verletzten Tsiy Ndenge (22) bis zum 30. Juni 2022 verlängert. Schulz’ alter Vertrag endete 2020, derjenige von Ndenge 2021. Mit Schulz und dessen Berater Raffaele Zarra hatte der Verein bereits seit Monaten verhandelt. Die Verhandlungen schienen sich aus finanziellen Gründen noch länger dahinzu­ziehen. Doch nun wurde der Durchbruch der Verhandlungen geschafft. Sportchef Remo Meyer sagt dazu: «Wir freuen uns ausserordentlich, dass wir den Vertrag mit Marvin Schulz verlängern konnten. Er hat sich in den letzten knapp zweieinhalb Jahren hervorragend entwickelt und wir sehen diese Entwicklung noch nicht abgeschlossen.»

Schulz, der für den FCL bisher 72 Partien in der Super League absolviert hat und dabei 7 Tore erzielte und 4 Assists gab, sagt zur Unterzeichnung des neuen Kontrakts mit den Innerschwei­zern: «Ich fühle mich in Luzern extrem wohl. Mir gefällt die Richtung, welche der Verein und die Mannschaft einschlägt. Deshalb habe ich mich für diese Verlängerung entschieden.»

Erst 20 Einsätze (1 Assist) in der Super League hat bislang der frühere deutsche U20-Interna­tionale Tsiy Ndenge bestritten. Die komplette Vorrunde der letzten Saison verpasste er wegen einer Innenbandver­letzung. Anfang September erlitt er im Training einen Teilanriss des Innen- und Aussenbandes im linken Knie. Er fällt sicher bis zur Winterpause aus. Während seiner Zeit auf dem Rasen deutete der 1,88 Meter grosse Mittelfeldmann aber sein spielerisches Potenzial an. (dw)

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