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FCL gegen klar überlegenes Espanyol Barcelona ohne den erhofften Exploit

Für den FC Luzern ist das Europacup-Abenteuer nach der 0:3-Heimniederlage gegen Espanyol fast vorbei.
Daniel Wyrsch
Oft in Bedrängnis: der Luzerner Tsiy Ndenge (Mitte) gegen die beiden Spanier Victor Sanchez (links) und Oscar Melendo. (Bild: Alexandra Wey/Keystone, Luzern, 8. August 2019)

Oft in Bedrängnis: der Luzerner Tsiy Ndenge (Mitte) gegen die beiden Spanier Victor Sanchez (links) und Oscar Melendo. (Bild: Alexandra Wey/Keystone, Luzern, 8. August 2019)

Der neue FCL-Torhüter Marius Müller bedankte sich nach der 0:3-Hinspielniederlage gegen Espanyol Barcelona artig bei den Anhängern. «Dankeschön, ihr seid fantastisch gewesen!», sagte der Deutsche zu den Fans. Er war einmal mehr in dieser noch jungen Saison der beste Luzerner. Kein gutes Zeichen für die Mannschaft von Trainer Thomas Häberli. Dessen Feldspieler waren bemüht, aber gegen diesen hochüberlegenen Gegner aus der spanischen La Liga auch technisch deutlich schwächer und limitiert gewesen.

Bei den Innerschweizern wird immer mehr sichtbar, dass mit Ruben Vargas (für geschätzte 3 Millionen Franken zu Augsburg gewechselt) und Christian Schneuwly (gestern klappte sein Übertritt zum Challenge-League-Verein Lausanne) viel spielerische Klasse verloren gegangen ist. Die beiden gehörten zu den Top-4-Skorern Luzerns, holten in der vergangenen Saison zusammen 28 Skorerpunkte (Vargas 16, Schneuwly 12). Wie dem auch sei, der FCL muss nun ohne diese zwei Akteure auskommen. Zudem war gestern der Captain Pascal Schürpf wegen einer Viruserkrankung kurzfristig ausgefallen.

Nur in den ersten 20 Minuten mutig mitgespielt

Trotz allen negativen Vorzeichen hatten die Innerschweizer einen guten Start in dieses Hinspiel der 3. Runde in der Europa-League-Qualifikation. Aus einer sicheren, kompakten Abwehr heraus versuchten sie offensive Nadelstiche zu setzen. Gegen die hervorragend organisierten Profis aus Barcelona war das nicht leicht, aber trotzdem war die Mannschaft von Häberli gut eingestellt.

Tsiy Ndenge hatte in der 15. Minute mit einem Freistoss dann auch für die erste Torgefahr der Partie gesorgt. Jedoch parierte Diego Lopez, 2014 Champions-League-Sieger mit Real Madrid, den Weitschuss. Nach 20 Minuten zogen sich die Luzerner dann aber zurück, spielten wie in den vorangegangen Meisterschaftsspielen zu passiv.

Brillanter U21-Europameister Marc Roca

Ganz anders Espanyol: Angetrieben vom brillanten Mittelfeldspieler Marc Roca dominierten die Spanier den Match nun nach Belieben. In der 28. Minute gingen die Gäste folgerichtig durch einen Kopfball des argentinischen Stürmers Facundo Ferreyra 1:0 in Führung. Die Gastgeber konnten trotz klarer numerischer Überzahl weder Flanke noch Treffer verhindern.

Als Otar Kakabadse in der 37. Minute hoch über das Tor Espanyols schoss, applaudierte das gut aufgelegte Publikum. Dieses erste offensive Lebenszeichen des FCL nach längerem Unterbruch wurde in der Swisspor-Arena richtiggehend willkommen geheissen. Zwei Minuten später wäre Kakabadse nach einem Freistoss beinahe zum Abschluss gekommen. Die knapp 9200 Zuschauer reagierten fast schon euphorisch. Marius Müller hatte richtig erkannt, dass immerhin die Stimmung Europacup-würdig war.

Die technisch versierten Spanier zu sehr spielen lassen

Aber der FC Luzern liess sich auch in den zweiten 45 Minuten weit in die eigenen Platzhälfte drängen. So war gegen die Katalanen nichts zu gewinnen. In der 59. Minute liess Tsiy Ndenge, der für die wenigen spielerischen Lichtblicke aus FCL-Sicht gesorgt hatte, Espanyol-Regisseur Marc Roca im Rücken davonziehen. Der von Bayern München umworbene Supertechniker passte auf Linksverteidiger Didac Vilà, der liess Müller im Tor keine Chance. Mit dem 0:2 war die Partie vorzeitig entschieden.

Für die Innerschweizer kam es noch schlimmer. Kurz vor dem Spielende liessen sie den eingewechselten argentinischen Internationalen Matias Vargas gewähren. Dieser schoss von ausserhalb des Sechzehners schön und unhaltbar zum 0:3 ein.

Damit müssen sich die Luzerner keine Gedanken mehr über die möglichen Playoff-Gegner ZSKA Sofia oder Luhansk machen. Der erhoffte Exploit blieb aus, es bleibt noch das Rückspiel in Barcelona, aber dann ist das internationale Abenteuer wieder vorbei.

Luzern - Espanyol Barcelona 0:3 (0:1)

9191 Zuschauer. - SR Jovic (CRO). - Tore: 28. Ferreyra (Melendo) 0:1. 59. Vida (Roca) 0:2. 89. Vargas (Sanchez) 0:3.

Luzern: Müller; Kakabadse, Lucas, Cirkovic, Sidler (61. Ndiaye); Ndenge, Voca, Schwegler; Eleke (89. Tia), Demhasaj (78. Margiotta), Schulz.

Espanyol Barcelona: Diego Lopez; Javi Lopez, Lluis Lopez, Naldo, Vila; Melendo, Roca (61. Darder), Sanchez, Giner Pedrosa (67. Vargas); Ferreyra (71. Lei), Iglesias.

Bemerkungen: Luzern ohne Schürpf (krank) und Grether (verletzt), Espanyol ohne Granero, David Lopez und Piatti (alle verletzt). Verwarnungen: 12. Ndenge (Foul). 17. Giner Pedrosa (Foul). 27. Eleke (Foul). 63. Sanchez (Foul). 74. Vila (Foul).

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