FCL-Goalie Marius Müller hat in Bern Zuversicht getankt: «Das Team lebt»

Marius Müller ist der grosse Rückhalt des FC Luzern. Trotz den konstanten Leistungen des Torhüters setzte es zuletzt sechs Niederlagen in Serie ab. Zum Vorrundenabschluss empfängt der FCL am Sonntag (16.00) den FC Basel.

Daniel Wyrsch
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Eine Bank zwischen den Luzerner Pfosten: Marius Müller am vergangenen Samstag in Bern gegen YB.

Eine Bank zwischen den Luzerner Pfosten: Marius Müller am vergangenen Samstag in Bern gegen YB.

Martin Meienberger/Freshfocus

FCL-Torhüter Marius Müller war vor zwölf Tagen nach der 1:4-Heimschlappe gegen St.Gallen stinksauer auf seine Teamkollegen. Der 26-jährige Deutsche forderte von seinen Vorderleuten deutlich mehr Gegenwehr. Die ungebremste Talfahrt erinnerte ihn schon fast ein bisschen an den Abstieg mit Kaiserslautern aus der 2. Bundesliga. Bei den «Roten Teufeln» war er vor zwei Jahren auch der mit Abstand konstanteste Profi. «Aber so weit wollen wir es nicht kommen lassen, es ist ja erst Dezember», relativierte er. Doch Marius Müller appellierte speziell an die vielen Nachwuchsleute, die im durch verletzte und gesperrte Spieler stark dezimierten FCL-Team zum Einsatz kommen: «Auch unsere Jugendspieler können sich in den Arsch kneifen.»

Dank an die treuen Fans für den Support

Prompt verhinderte die junge Luzerner Mannschaft, welche am Samstag beim Abpfiff in Bern ein Durchschnittsalter von 23,36 Jahren hatte, gegen Meister YB eine hohe Niederlage. Dank einer sehr kämpferischen Leistung verlor der FCL lediglich 0:1 – das entscheidende Tor erzielte Pascal Schürpf bekanntlich mit der Hüfte ins eigene Netz. «Jetzt hauen wir uns die Bälle schon selber rein», meinte Goalie Müller mit einem bitteren Lächeln. Er stellte aber sogleich fest: «Super, wie wir uns als Team in diesem Spiel reingehängt haben. Besonders unsere Jungprofis.»

Ein Sonderlob gab’s von Müller ausserdem für die mitgereisten rund 300 FCL-Fans: «So was habe ich noch nie erlebt. Trotz sechs Niederlagen am Stück unterstützen sie uns fantastisch. Unseren Anhängern gehört ein grosses Dankeschön.»

Drei Rückkehrer, aber gegen Basel ist Grether gesperrt

FCL-Captain Pascal Schürpf stand trotz ärgerlichem Eigentor vor die Medien. Zusammen mit Marius Müller sprach er von der wichtigsten Erkenntnis in Bern: «Die Mannschaft lebt.» Das gibt beiden die Hoffnung, dass am Sonntag zum Abschluss der Vorrunde eine fast zweimonatige Durststrecke ohne einen einzigen Punktgewinn (letzter Erfolg am 20. Oktober beim 3:1 zu Hause gegen Sion) endlich zu Ende geht. Unisono sagten sie: «Wir versuchen gegen Basel alles, um vor der Winterpause noch ein Erfolgserlebnis zu erringen.»

Positiv stimmt zudem: Blessing Eleke, Idriz Voca und Silvan Sidler haben ihre Sperren abgesessen, kehren im Spiel gegen den zweitplatzierten FCB ins Team zurück. Simon Grether dagegen ist am Sonntag gesperrt. 

Einwurf mit FCL-Spieler Idriz Voca vor dem Basel-Spiel

FCL-Pechvogel Schürpf fehlt der Hüftspeck

Das mit jungen Spielern gespickte Luzerner Team besteht gegen Meister YB, verliert aber unglücklich 0:1. Teamsenior Pascal Schürpf (30) erklärt das entscheidende Eigentor.
Daniel Wyrsch aus Bern