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Remis bei Cup-Hauptprobe: Der FCL holt in Thun einen Punkt

Der FC Luzern zeigt auswärts beim FC Thun eine gute Leistung. Dennoch reicht es nicht zu mehr als einem 1:1-Unentschieden. Trainer Thomas Häberli denkt augenzwinkernd auch schon an den Cup-Halbfinal.
Raphael Gutzwiller
Umkämpftes Duell: Ruben Vargas (in weiss) im Duell mit mehreren Thun-Spielern (vorne Captain Stefan Glarner). (Bild: Peter Schneider/Keystone (Thun, 17. März 2019))

Umkämpftes Duell: Ruben Vargas (in weiss) im Duell mit mehreren Thun-Spielern (vorne Captain Stefan Glarner). (Bild: Peter Schneider/Keystone (Thun, 17. März 2019))

Und da wäre die Chance dann doch noch gekommen. Es lief bereits die 91. Minute, als sich plötzlich dem Luzerner Stürmer Shkelqim Demhasaj doch noch die grosse Chance zum Siegtreffer bot. Nachdem Thun-Goalie Faivre den Ball falsch eingeschätzt hatte und aus dem Tor geeilt war, machte Demhasaj vermeintlich alles richtig. Aus rund 35 Metern lobte er den Ball in Richtung des verwaisten Thuner Gehäuses. Der Ball senkte und senkte sich, landete aber statt im Tor nur an der Lattenoberkante. So kam es am Ende zwischen Thun und Luzern zur Punkteteilung nach einer Partie, die der Gast aus der Innerschweiz bestimmt hatte. «Wir hätten den Sieg verdient gehabt», schlussfolgerte der Luzerner Flügelspieler Ruben Vargas. Tatsächlich hatten die Innerschweizer auch im fünften Spiel unter dem neuen Trainer Thomas Häberli eine engagierte Leistung gezeigt. «Normalerweise haben wir hier im Berner Oberland immer enorm Mühe und sind deutlich unterlegen. Heute war das anders», sagte Torhüter David Zibung. «Ich bin der Meinung, dass wir hier eine sehr gute Auswärtspartie gezeigt haben.»

Häberli: «Uns fehlte oft die Genauigkeit»

Die gute Auswärtspartie des FC Luzern hätte mit dem Sieg gekrönt werden können, wäre man vor dem Thuner Tor effizienter aufgetreten. Nicht nur in der 91. Minute, sondern auch bei diversen anderen Möglichkeiten hätte der zweite Luzerner Treffer fallen können, teilweise sogar fallen müssen. «In der ersten Halbzeit hatten wir enorm viel Torchancen», meinte Trainer Häberli. «Aber uns fehlte oft die Genauigkeit, entweder beim entscheidenden Pass oder dann beim Abschluss selber.»

Dennoch zeigte sich Häberli mit dem Punkt in Thun zufrieden. «Auswärts ist ein Unentschieden gut, vor allem wenn der Gegner vor uns klassiert ist», findet Häberli. Mit einem Vollerfolg im Berner Oberland hätte sein Team nah an den dritten Rang herankommen können. Nun fällt Luzern auf den fünften Rang zurück, da Zürich das bessere Torverhältnis als der FCL aufweist. Dennoch ist Häberlis Bilanz weiterhin gut. Aus fünf Partien (Cup-Viertelfinal gegen YB eingerechnet) hat er dreimal gewonnen und zweimal unentschieden gespielt. Er ist weiter ungeschlagen.

Dennoch wäre mehr möglich gewesen für den FC Luzern in Thun. Aber nachdem der FCL die erste Halbzeit dominiert hatte, jubelte danach plötzlich der Gegner. Dominik Schwizer hatte mit seinem scharfen Schuss den Pfosten getroffen, von dort war der Ball an Zibungs Rücken und dann ins Tor geflogen. «Es ist ein sehr glücklicher Gegentreffer», ärgerte sich Zibung. Weil aber Pascal Schürpf mit einem Kopfball doch noch traf, holten die Innerschweizer zumindest einen Punkt. Dass der Ausgleichstreffer verdient war, steht ausser Frage.

FCL testet am Donnerstag in Lausanne

Die Meisterschaftspartie zwischen Thun und Luzern war sogleich auch die Hauptprobe für den Cup-Halbfinal, der am 23. April in Luzern stattfindet. «Vielleicht haben wir uns die Effizienz für das Cupspiel aufgehoben», meinte Häberli augenzwinkernd. Jenes Spiel zu gewinnen ist zweifellos entscheidend auf dem Weg zu einem grossen Ziel in dieser Saison. Seit 1992 wartet der FCL auf einen Titel. Zunächst pausiert aber der Meisterschaftsbetrieb bis zum 30. März. Dann ist der FC Basel in Luzern zu Gast. In der Zwischenzeit stehen Länderspiele an. Für den FC Luzern bedeutet das, dass einige Spieler ins Nationalteam einrücken, die anderen jedoch umso intensiver weiterarbeiten. Nach einer strengen Zeit mit vielen Spielen bietet sich Häberli nun die Möglichkeit, seine Taktik und Spielidee dem Team noch besser zu vermitteln. Für den FCL steht am Donnerstag um 15 Uhr zudem ein Testspiel in Lausanne an.

Ndenge gelingt gutes Startelf-Debüt

Der deutsche Mittelfeldspieler Tsiy Ndenge durfte gegen Thun erstmals überhaupt von Beginn weg für den FC Luzern ran. Dies, weil Innenverteidiger Lazar Cirkovic verletzt forfait geben musste und Marvin Schulz in die Verteidigung rückte. Somit übernahm Ndenge den Platz im zentralen Mittelfeld. Er zeigte in seinem ersten Startelfeinsatz für den FCL eine gute Leistung. Vor allem in der ersten Halbzeit strahlte er grosse physische Präsenz aus. Ndenge gewann viele Zweikämpfe und setzte sich mehrfach offensiv in Szene. Seine beste Aktion hatte er in der 44. Minute, als er zuerst zwei Gegenspieler umdribbelte, ideal auf Pascal Schürpf passte, der sogleich mit der Hacke erneut für ihn vorlegte. Doch Ndenges guter Abschluss strich knapp am Tor vorbei. Dennoch: Ndenge hat das Vertrauen für die Startelf gerechtfertigt. Das sieht auch Trainer Thomas Häberli so: «Er hat seine Sache gut gemacht. Genau so, wie ich das auch erwartet habe.» (rg)

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