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FCL im Fernduell mit Nuzzolos Xamax - die Neuenburger machen vom Barrageplatz aus Druck

Luzern ist seit fünf Spielen sieglos: Am Samstag (19 Uhr) heisst der Gegner St. Gallen, gegen den es zuletzt acht Siege in Serie gab. Der FCL muss allerdings punkten, denn Xamax ist im Hoch und könnte den Barrageplatz bis Ende Saison noch abtreten.
Daniel Wyrsch
Xamax-Stürmer Raphaël Nuzzolo (vorne) wird hier vom FCL-Verteidiger Christian Schwegler zurückgehalten. Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 13. April 2019)

Xamax-Stürmer Raphaël Nuzzolo (vorne) wird hier vom FCL-Verteidiger Christian Schwegler zurückgehalten. Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 13. April 2019)

Die Bilanz gegen den FC St. Gallen liest sich für jeden FCL-Fan wie ein wunderschönes Gedicht: Neun Luzerner Siege und ein Unentschieden aus den letzten zehn Direktbegegnungen, zuletzt war man gar achtmal hintereinander siegreich. Würden die Innerschweizer gegen die restlichen Gegner nur halb so erfolgreich agieren wie gegen die Ostschweizer, der FCL würde immer eine Top-3-Platzierung wie in der Vorsaison (3.) erreichen.

Für Trainer Thomas Häberli, dessen Ergebniskurve nach einem fulminanten Start und dem Cup-Triumph über YB zuletzt nach unten zeigte, muss das nächste Spiel am Samstag in St. Gallen wie gerufen kommen. Der letzte Sieg der St. Galler über die Luzerner ist schon über 2,5 Jahre her; am 28. August 2016 endete das Duell im Kybunpark 3:0 für die Gastgeber. Natürlich können sich Häberli und seine Spieler nicht auf die Statistik verlassen, aber den Innerschweizern liegen die Ostschweizer einfach.

Nuzzolo und der Vergleich mit Luzern und St. Gallen

Schon vor dem letzten Aufeinandertreffen am 10. März in der Swisspor-Arena meinte der St. Galler Meisterspieler von anno 2000, Marco Zwyssig (47): «Ich bin überzeugt, unsere Mannschaft ist kampfstark genug, um sich gegen Luzern durchzusetzen. Zudem reisst jede Serie einmal.» Der Ex-Internationale täuschte sich: Der FCL schickte die grünweissen Gäste mit einer glatten 3:0-Packung nach Hause.

Interessante Feststellungen machte in diesem Zusammenhang auch der Xamax-Führungsspieler Raphaël Nuzzolo (35) am Samstag nach dem 1:0-Sieg in der Swisspor-Arena: «Für mich sind Luzern und St. Gallen ähnlich starke Teams. Gegen St. Gallen spielten wir zuvor viel besser als hier in Luzern, doch gepunktet haben wir nicht.» Überhaupt seien sie gegen die Ostschweizer nie belohnt worden für die Leistungen: Der Aufsteiger verlor alle vier Saisonpartien gegen St. Gallen. Dafür gewannen die Neuenburger drei Direktduelle gegen Luzern, und nur einmal siegte der FCL. Für den Routinier Nuzzolo kam vor allem unerwartet, «dass wir uns zweimal im Luzerner Stadion durchsetzen konnten».

In dieser Saison hat der FCL gegen die beiden Westschweizer Vereine Xamax und Sion je dreimal verloren.

Die zwei Vertreter der Romandie sind die einzigen Klubs, gegen die Luzern bereits alle vier Spiele bestritten hat. Ausstehend sind für alle zehn Super-Ligisten noch sieben Meisterschaftsspiele. Zwischen Platz 3 und 10 sind die Entscheidungen noch nicht gefallen. Wobei für GC die Lage am Tabellenende auch nach dem 0:0 in Basel unter dem neuen und alten Coach Uli Forte düster aussieht, der Abstieg dürfte kaum mehr zu verhindern sein.

Xamax hat inzwischen sieben Punkte Vorsprung auf Rekordmeister GC. «An Weihnachten standen wir noch mit 13 Punkten da», erzählt Angriffstrumpf Nuzzolo (13 Tore, 13 Assists). In zehn Spielen unter Interimscoach Stéphane Henchoz haben die Neuenburger 16 Punkte gesammelt. Mit total 29 Zählern kommt das neuntplatzierte Xamax dem Trio Luzern, Zürich und Lugano, die alle 34 Punkte haben, gefährlich nahe. Nuzzolo will sich jedoch nicht zu einer Kampfansage hinreissen lassen: «Unser grosses Ziel ist und bleibt die Barrage.»

Bei sieben ausstehenden Runden könnte es durchaus sein, dass Xamax den Ligaerhalt sogar direkt schafft. Glaubt Nuzzolo an diese Chance? «Wenn noch mehr möglich ist, dann nehmen wir dies als Zugabe. Aber mit dem Kopf sind wir eingestellt auf die beiden Barragespiele gegen den Zweiten der Challenge League.»

Dieses bereits Anfang Saison herausgegebene Ziel, sich via Barrage zu retten, ist der grosse Vorteil von Xamax. Alle anderen möglichen Klubs dürften Schwierigkeiten haben, wenn sie plötzlich in die Playoff-Matches gegen den Abstieg steigen müssten.

Bevorstehenden Cup-Halbfinal ausblenden

Für den FCL (gegen Thun) und FCZ (gegen Basel) kommt hinzu, dass sie am Dienstag und Donnerstag im Cup-Halbfinal stehen. Dieses bevorstehende Highlight müssen die Luzerner übermorgen in St. Gallen aus den Hinterköpfen bringen, sonst wird es nichts aus dem neunten Sieg in Folge gegen die Ostschweizer.

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