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FCL kann dank Weilers neuem Job in Kairo hohe Lohnkosten sparen

Den FC Luzern kostet das Missverständnis mit Trainer René Weiler nun deutlich weniger als nach der Freistellung befürchtet. Da Weiler mit Al Ahly einen neuen Arbeitgeber gefunden hat, konnte der Winterthurer von der Luzerner Lohnliste genommen werden.
Daniel Wyrsch
Im Trainingslager von Marbella Anfang 2019: Der damalige FCL-Cheftrainer René Weiler (Mitte) und die Assistenztrainer Thomas Binggeli (links) sowie Manuel Klökler (rechts). Weiler und Binggeli arbeiten neu bei Al Ahly Kairo zusammen, Klökler bleibt Co-Trainer von Thomas Häberli in Luzern. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus, Mijas/Spanien, 13. Januar 2019)

Im Trainingslager von Marbella Anfang 2019: Der damalige FCL-Cheftrainer René Weiler (Mitte) und die Assistenztrainer Thomas Binggeli (links) sowie Manuel Klökler (rechts). Weiler und Binggeli arbeiten neu bei Al Ahly Kairo zusammen, Klökler bleibt Co-Trainer von Thomas Häberli in Luzern. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus, Mijas/Spanien, 13. Januar 2019)

Die Fussballer des FC Luzern empfangen heute Sonntag (16 Uhr) den Meister Young Boys in der Swisspor-Arena. Das 2:2 des Schlusslichts Neuchâtel Xamax am Samstag in Genf gegen Servette bedeutet für die Luzerner mit Blick auf die Tabelle: Auf keinen Fall gegen YB höher als mit einem Tor Unterschied verlieren, sonst steht die rote Laterne nach dem Heimspiel gegen den Leader im Stadion von Swisspor-Patron und FCL-Mehrheitsaktionär Bernhard Alpstaeg (73).

Alpstaeg hofft nach drei FCL-Niederlagen in Serie auf «die Trendwende» - ausgerechnet gegen die Berner. «Wir haben YB auch schon unerwartet besiegt.» Für Alpstaeg und den FCL war bereits der Tag vor dem Match ein Freudentag. Der Innerschweizer Super-League-Verein konnte sich mit seinem Ex-Trainer René Weiler auf eine vorzeitige Vertragsauflösung einigen, nachdem dieser mit Al Ahly Kairo einen neuen Arbeitgeber gefunden hatte. Der Kontrakt mit dem bald 46-jährigen Zürcher wäre beim FCL noch bis zum 30. Juni 2021 gelaufen, nachdem Weiler Mitte Februar dieses Jahres nach einem knapp achtmonatigen Engagement freigestellt worden war.

Das Kässeli für den Trainer ist wieder gefüllt

René Weiler war für den FC Luzern und dessen Sportchef Remo Meyer vorerst ein sehr teures Missverständnis gewesen. Durch den noch 28 Monate weiterlaufenden Vertrag wären bis zum Ende Lohnkosten von total über 1 Million Franken fällig geworden. Dank der Einigung mit dem Ex-Coach sechs Monate später ist Weiler nun von der Payroll. Bedeutet für den FCL, dass er eine höhere sechsstellige Lohnsumme nicht mehr auszahlen muss. Man darf von gesparten Lohnkosten zwischen 800'000 und 950'000 Franken ausgehen.

FCL-Präsident Philipp Studhalter hatte in der Medienkonferenz nach dem Rausschmiss von René Weiler gesagt, dass die Trainerentlassung den Verein nicht besonders hart treffe, da man für solche Fälle ein Kässeli bereitgestellt habe. Im Umkehrschluss heisst das jetzt: Dieses Kässeli ist wieder reichlich gefüllt. Für den angezählten aktuellen Chefcoach Thomas Häberli (45) bedeutet das höchstwahrscheinlich nichts Gutes. Geld für neue Spieler wird der FCL bis zum Ende der Sommer-Transferperiode morgen Montag kaum mehr ausgeben, erst am vergangenen Donnerstag wurde mit dem brasilianischen Offensivmann Ryder Matos ein Last-Minute-Neuzugang verpflichtet.

Binggeli verlässt den FCL per sofort, Klökler bleibt

Mit Thomas Binggeli (55) hat der aktuelle Assistenztrainer von Thomas Häberli den FCL per sofort verlassen. Der Berner hatte am 21. Juni 2018 zusammen mit René Weiler die Arbeit in Luzern aufgenommen. Nun wird er den Winterthurer ein weiteres Mal bei einem Chefcoach-Engagement als Co-Trainer unterstützen. Binggeli wechselt an der Seite Weilers direkt von Luzern zum 41-fachen ägyptischen Meister Al Ahly.

Manuel Klökler (45) dagegen bleibt beim FCL Assistent von Häberli. Der Konstanzer kam Anfang Januar 2019 nach Luzern, als Weiler noch im Amt war. Klökler hat beim FCL einen Vertrag bis Sommer 2021. Anders als Binggeli ist der Süddeutsche Klökler Familienvater, darum dürfte für ihn ein Wechsel nach Ägypten nicht in Frage gekommen sein. Bereits als Weiler und Binggeli im Sommer 2016 von Nürnberg nach Anderlecht gewechselt hatten, war Klökler nicht zuletzt aus familiären Gründen beim deutschen Traditionsverein geblieben.

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