FCL lässt Lugano zweimal treffen und verliert mit 1:2 

Für den ehemaligen Kriens-Trainer Maurizio Jacobaccci ist es ein gelungener Start als Coach des FC Lugano: Er gewinnt beim FC Luzern mit 2:1. Luzern (neu Platz 7) muss sich in der Tabelle wieder nach hinten orientieren.

Daniel Wyrsch
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Der einzige FCL-Spieler mit Torerfolg gegen Lugano: Ibrahima Ndiaye (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 3. November 2019)

Der einzige FCL-Spieler mit Torerfolg gegen Lugano: Ibrahima Ndiaye (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 3. November 2019)

Die entscheidende Szene

In der 57. Minute sieht die Luzerner Abwehr sehr schlecht aus beim Corner von Olivier Custodio, Mijat Maric kommt allein aus 5 Metern zum Kopfball, er erzielt das 1:0 für Lugano. Luzern schenkt einen Treffer, das ist in diesem Spiel nicht entscheidend, aber vorentscheidend. 

Das hat zu reden gegeben

Ein wunderschöner Regenbogen erscheint während der Spielpause über der Swisspor-Arena. Er übertrifft das fussballerisch Gebotene in der ersten Halbzeit deutlich. Vielleicht zeigt das Spektakel der Natur, dass die zweite Hälfte besser wird. Die Hoffnung stirbt zuletzt, der FCL kann in Richtung eigenen Fanblock spielen. 

Das Ergebnis

1:2 verliert der FC Luzern, es ist die sechste Saisonniederlage für die Luzerner, die sich mit 15 Punkten aus 13 Spielen wieder nach hinten orientieren müssen. Luzern fällt von Platz 5 auf 7 zurück.

Die erste Halbzeit

Magere Ausbeute für den FCL bis zum Seitenwechsel: Ein Schuss von Ibrahima Ndiaye (17.), ein Weitschuss aus 25 Metern von Silvan Sidler (24.) und ein Schuss von Francesco Margiotta (25.) nach einem Corner. Doch Lugano-Torhüter Noam Baumann zeigt sein Können, er wehrt alle Abschlussversuche ab.

Die Luganesi setzen einige Nadelstiche. Alexander Gerndt kommt zu drei Gelegenheiten, er bringt den Ball aber nicht am sicheren Luzern-Goalie Marius Müller vorbei. Spektakulär ist die Parade des Ex-Leipzigers Müller beim Freistoss von Gerndt in die hohe Torecke (37.).

Die zweite Halbzeit

FCL-Coach Thomas Häberli wechselt direkt nach der Pause Darian Males für Blessing Eleke ein. Captain Pascal Schürpf muss mit körperlichen Problemen in der 51. Minute vom Platz, Ryder Matos kommt für den Flügelspieler. In der 53. Minute kann Mijat Maric einen Schuss aus sechs Metern von Ibrahima Ndiaye blocken. Der eingewechselte Males bringt viel frischen Schwung ins Luzerner Spiel.

Dieser Schwung ebbt allerdings ab der 57. Minute ab: Ein Corner des Ex-Luzerners Olivier Custodio kann Mijat Maric ungedeckt zum 1:0 für Lugano einköpfen. In der 77. Minute wird es noch schlimmer: Eine Flanke von Custodio köpfelt wieder Maric zum 2:0 der Tessiner ein.

Nach einem Rush über die rechte Seite flankt Otar Kakabadse zur Mitte, wo sich «Ibra» Ndiaye gegen die Luganesi durchsetzt und in der 83. Minute mit dem Kopf das 1:2-Anschlusstor erzielt. Lucas Alves schiesst in der Nachspielzeit beinahe noch das 2:2, aber wiederum ist Baumann der Sieger im Duell mit einem FCL-Schützen. Die Partie endet 2:1 zu Gunsten Luganos.