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FCL-Profi Simon Grether ist zuverlässig wie eine Baumaschine

Zum Rückrundenstart des FC Luzern am Sonntag (16 Uhr) beim Tabellenletzten Neuchâtel Xamax wird im defensiven Mittelfeld voraussichtlich Simon Grether spielen. Der Basler hat René Weiler überzeugt.
Daniel Wyrsch
Simon Grether während einer Koordinationsübung im Trainingslager von Marbella. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (13. Januar 2019))

Simon Grether während einer Koordinationsübung im Trainingslager von Marbella. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (13. Januar 2019))

Riesige Fahrzeuge stehen derzeit auf der Luzerner Allmend. Sie ziehen die Besucher in den Bann. Die Baumaschinen-Messe findet bis heute statt. Wenige Meter entfernt beantwortete am Freitag in der Swisspor-Arena FCL-Profi Simon Grether (26) die Fragen der Journalisten. Der polyvalent einsetzbare Verteidiger und Mittelfeldspieler erinnert in Sachen Zuverlässigkeit, Leistungsfähigkeit und Ausdauer an die Bagger auf dem benachbarten Messegelände, auch wenn er mit seiner Körperlänge von 1,79 Meter zu den eher kleineren Fussballern zählt.

René Weiler schätzt die Tugenden von Grether. «Simon hat eine sehr gute Einstellung, er ist ein guter Typ mit einwandfreiem Charakter», lobt der Luzerner Trainer. Ganz gleich auf welcher Position er den Basler einsetzt, «er nimmt die Entscheide immer sehr professionell an», sagt Weiler und ergänzt: «Eigentlich müsste das eine Grundvoraussetzung sein.» Ist es aber nicht. Weiler hatte den Journalisten am Ende der Vorrunde verraten: «Als Trainer ist es ein Horror, wenn ich bei einigen Spielern nicht sicher bin, ob sie ihr Leistungsvermögen abrufen können.»

100-prozentige Einstellung gehört zu seiner DNA

Simon Grether zählt gewiss nicht zu diesen Wackelkandidaten, die mal Spitzen- und mal Kreisklasse sind. Dazu sagt er: «Immer ans Limit zu gehen, das gehört bei mir dazu.» Die 100-prozentige Einsatzbereitschaft ist in seiner DNA. Grether findet das normal. Weiler habe richtig erwähnt, dass dies eine Grundvoraussetzung sei. «Diese Einstellung musst du heute im professionellen Fussball mitbringen, sonst reicht es auch dem besten Techniker nicht!», stellt Grether trocken fest.

Ende Saison ist der Sohn eines Deutschen und einer Schweizerin bereits drei Jahre beim FC Luzern. Der heutige Aarau-Trainer und damalige FCL-Assistenzcoach Patrick Rahmen hatte ihn aus der Challenge League vom FC Wohlen geholt, er war lediglich als günstiger Ergänzungsspieler vorgesehen. Inzwischen hat er 75 Pflichtpartien für die Innerschweizer bestritten. Bereits unter Markus Babbel und Gerardo Seoane war Grether fast permanent eine Stammkraft.

Weiler verzichtete einzig am 2. Spieltag in Thun (1:2) auf den aufsässigen Mann. Ende November im Heimspiel gegen Basel (1:1) fehlte er verletzt, in den restlichen 16 Ligapartien kam er zum Einsatz – meistens über 90 Minuten. Heute im Auswärtsspiel gegen Neuchâtel Xamax wird er voraussichtlich im defensiven Mittelfeld an der Seite von Marvin Schulz (24) agieren. Auch der talentierte Deutsche, der 2017 von Borussia Mönchengladbach zum FCL kam, hat sich unter Weiler vom Abwehrspezialisten zum Mittelfeldmann gemausert.

«Wir haben praktisch immer auf Kunstrasen trainiert»

Grether sagt, dass er sich zu Xamax «eigentlich keine Gedanken» gemacht habe. Das bringe nichts, «weil wir nicht beeinflussen können, was beim Gegner passiert». Der Trainerwechsel unter der Woche von Michel Decastel zu Stéphane Henchoz «kann den Neuenburgern einen Schub geben, muss er aber nicht». Und: «Unsere Leistung ist der entscheidende Beitrag, den wir leisten können», betont der frühere Nachwuchsspieler des FC Basel mit zwei Liga-Kurzeinsätzen bei den Profis. Selbstbewusst meint er: «Drei Punkte in Neuenburg holen, ist das Ziel.»

Ausreden wegen des Kunstrasens in der Maladière wird es aus Grethers Mund bestimmt nicht geben. «Wir haben in Luzern praktisch immer auf Kunstrasen trainiert, können nun zeigen, dass wir daran gewöhnt sind.» Wäre Grether eine Baumaschine, dann ein Bagger, der auf jeder Unterlage funktioniert.

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